Ayurvedische Ernährung im Alltag mit der YOGIVEDA-Kur

Ayurvedische Ernährung im Alltag mit der YOGIVEDA-Kur

Gastartikel von Jenny Joisten von yogiveda
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Ayurveda ist eine alte indische Heilkunde, die vor über 5.000 Jahren seinen Ursprung hatte. Die Besonderheit von Ayurveda und der große Unterschied zu herkömmlichen Ernährungslehren ist der individuelle und ganzheitliche Ansatz. Jeder Mensch hat von Geburt an eine bestimmte Gewichtung der drei Doshas Vata, Pitta und Kapha. Diese Gewichtung bestimmt das körperliche, seelische und geistige Gleichgewicht. Dementsprechend ist jeder Mensch einzigartig und hat eigene Bedürfnisse bezüglich seiner Ernährung und Lebensgestaltung.

Ungleichgewicht der Doshas im Ayurveda

Sobald wir unsere Bedürfnisse jedoch ignorieren bzw. nicht ausreichend befriedigen, geraten unsere Doshas aus dem Gleichgewicht. Ein anhaltendes Ungleichgewicht führt zu einer Schwächung unseres Verdauungssystems und kann somit zu Beschwerden und Krankheiten führen.

Gesundheit im Ayurveda

Generell spricht man im Ayurveda von einem gesunden Menschen, wenn er sich in seiner Ursprungskonstitution befindet und das Verdauungsfeuer optimal arbeitet und somit die Verdauung und der Stoffwechsel einwandfrei funktionieren. Außerdem ist ein guter und stabiler Aufbau der Gewebe von großer Bedeutung und die regelmäßige Ausscheidung von Abfallstoffen. Für eine vollkommende Gesundheit ist es wichtig, dass alle Sinne ohne Einschränkung funktionieren und der Mensch sich glücklich und zufrieden fühlt und in Kontakt mit seiner Seele ist.

Die Verdauung und die drei Doshas im Ayurveda

Vata-Menschen im Ayurveda

haben eine sehr unregelmäßige Verdauung. Sie leiden häufig unter Blähungen und Verstopfungen. Hier ist es wichtig, dass sie regelmäßige Mahlzeiten zu sich nehmen und warme Speisen bevorzugen.

Pitta-Menschen im Ayurveda

haben eine sehr starke Verdauung. Sie haben ein gut ausgeprägtes Hungergefühl und werden unruhig und gereizt, wenn sie hungrig sind. Sie leiden selten unter Verdauungsproblemen und können auch große Portionen gut verdauen. Hier ist es wichtig, dass sie ihre Mahlzeit in Ruhe und in einer angenehmen Atmosphäre einnehmen.

Kapha-Menschen im Ayurveda

haben eine sehr schwache Verdauung. Sie sind wahre Genießer und kochen und essen sehr gerne. Bei Kapha-Menschen ist es wichtig, dass sie auf ihr Hungergefühl hören und erst dann wieder Nahrung zu sich nehmen, wenn sie hungrig sind.


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Gesunderhaltung mit ayurvedischer Ernährung

Im Ayurveda werden Nahrungsmittel und Gewürze oft zur Gesunderhaltung und zu Behandlung von Krankheiten eingesetzt. Die zentrale Frage im Ayurveda ist: Welche Nahrungsmittel und Zubereitungsform passen zu mir? Denn was dem einen gut tut, kann dem anderen schaden. Viele Menschen vertragen zum Beispiel keine Rohkost. Man bekommt durch seine Umwelt jedoch oft suggeriert, dass Rohkost gesund und damit auch für jeden gut verträglich ist. Allerdings ist Rohkost zum Beispiel für Menschen bei denen Vata vorherrscht, schwer verdaulich und daher entstehen nach dem Verzehr von Rohkost oft Verdauungsprobleme. Kapha-Menschen vertragen scharfes Essen sehr gut, da durch die Eigenschaft scharf der Stoffwechsel angeregt wird. Einem Pitta-Menschen, können sehr scharfe Speisen aber wiederrum schaden, wenn sein Pitta gestört ist und es kann zum Beispiel zu Sodbrennen kommen. Daher ist es wichtig zunächst einmal herauszufinden, was tut mir gut und was vertrage ich eher nicht so gut?

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Zubereitung von Speisen bei der ayurvedischen Ernährung

Gewürze spielen im Ayurveda ebenfalls eine sehr große Rolle. Durch Gewürze können Eigenschaften von Nahrungsmittel verändert werden und somit bekömmlicher werden. Laut Ayurveda sind Kochen und Dünsten die beste Art der Zubereitung, da die Speisen so bekömmlicher werden und somit besser verdaut werden können. Durch diese Form der Zubereitung wird außerdem unser
Verdauungsfeuer gestärkt. Gerade für Vata und Kapha sind gedünstete und gekochte Speisen sehr wichtig, da ihr Verdauungsfeuer meist nicht so stark ist. Nur Pitta-Menschen vertragen größere Portionen an Rohkost.
Generell sollten Speisen für Vata gut gewürzt sein, damit sie eine wärmende Wirkung auf den Körper haben und das Verdauungsfeuer angeregt wird. Kalte und trockene Nahrungsmittel führen bei Vata-Menschen auf längere Sicht zu einem Ungleichgewicht und fördern trockene Haut, Nervosität und innere Unruhe. Pitta-Menschen sollten nicht zu scharfe Speisen zu sich nehmen, damit sie nicht „überhitzen“. Pitta-Menschen haben sehr viel Feuer in sich und scharfe Speisen würden Sodbrennen und Übersäuerung so wie auch auf psychischer Ebene Gereiztheit und Ungeduld fördern. Speisen für Kapha-Menschen sollten scharf gewürzt sein, um das Verdauungsfeuer und den Stoffwechsel anzukurbeln. Kalte und schwere Speisen verlangsamen den Stoffwechsel und fördern bei Kapha-Menschen Trägheit und Antriebslosigkeit.

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Das Frühstück im Ayurveda

Das ayurvedische Frühstück sollte am besten warm und leicht sein, da zur Frühstückszeit Kapha vorherrscht und die Verdauung somit noch schwach ist. Pitta-Menschen vertragen am Morgen auch schon ein üppigeres Frühstück. Um den Stoffwechsel anzuregen, ist das Trinken von einem Glas warmen Ingwerwasser vor dem Frühstück ratsam. Zum Frühstück eignen sich für alle Konstitutionen zum Beispiel warmer Getreidebrei mit gedünstetem Obst.

Das Mittagessen im Ayurveda

Zur Mittagszeit herrscht Pitta vor. Zur Pitta-Zeit ist unser Verdauungsfeuer am stärksten. Daher eignet sich die Mittagszeit am besten für die Hauptmahlzeit des Tages. Das Mittagessen sollte alle sechs Geschmacksrichtungen (süß, sauer, salzig, scharf, bitter und zusammenziehend) beinhalten. Mittags können auch schwer verdauliche Nahrungsmittel gut verdaut werden.

Das Abendessen im Ayurveda

Da zur Abendessenszeit Kapha vorherrscht, sollten die Speisen in dieser Zeit eher leicht und warm sein. Optimal sind Suppen, gedünstetes Gemüse und gekochtes Getreide. Da unser Verdauungsfeuer abends eher schwach ist, sollte man abends schwer verdaulichen Speisen wie zum Beispiel, Fleisch, Fisch, Milchprodukte und Rohkost vermeiden.

Ayurvedische Ernährung im Alltag

Viele Menschen sind der Meinung, dass eine ayurvedische Ernährung und Lebensweise nur schwer in den Berufsalltag integriert werden kann. Aber das gute am Ayurveda ist, dass es im Prinzip keine Verbote und Regeln gibt, sondern lediglich Empfehlungen, die zu einem ausgeglichenen Wohlbefinden beitragen. Ayurveda sollte keinen falls zu Stress führen, sondern eher eine Erleichterung und Bereicherung für dein Leben sein. Jeder kann für sich selbst herausfinden wie viel er von den Empfehlungen in seinen Alltag integrieren kann und möchte.

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Vielen Dank, Jenny, für diesen aufschlussreichen Artikel.

Meine LITERATUR TIPPS zum Thema Ayurveda:

Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar
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