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Achtsames & Bewusstes Atmen

Achtsames & Bewusstes Atmen

Gastartikel von Rosi Gähwiler/Anzeige (aufgrund von Namensnennung)
Bild: Urheber: kegfire, www.fotolia.de

Wie du dich jederzeit durch bewusstes Atmen ins Hier und Jetzt bringst

Ich weiß, wir kennen uns noch nicht. Dennoch möchte ich dich einladen, dich gleich zu Beginn auf eine kleine Übung mit mir einzulassen. Bist du dabei?

Lehne dich zurück und atme zwei bis drei tiefe Atemzüge ein und aus. Dann erlaube dir, zu deinem ganz natürlichen Atemrhythmus zurückzukehren. Erlaube deinem Atem und deinen Muskeln, weich zu werden. Lass dich halten und tragen von der Unterlage, auf der du sitzt, stehst oder liegst. Spüre den Halt. Spüre, wie du Atemzug für Atemzug tiefer in deinen Stuhl oder in den Boden hineinsinkst und sich dein Körper entspannt. Nimm jetzt die Bewegung deines Atems, deine Gefühle und deine Körperempfindungen wahr. Das darf auf ganz unbeschwerte Weise geschehen. Erlaube deinen Gedanken, da zu sein und vorbeizuziehen wie Wolken am Himmel. Alles darf sein, ohne dass du dagegen zu kämpfen oder dich dafür anzustrengen brauchst. Einfach sein mit dem, was gerade ist. Es gibt nichts zu tun und nichts zu lösen. Erlaube dir, zu spüren, wie es dir geht und wie es sich anfühlt, wenn alles da sein darf. Verweile hier, solange du möchtest, und kehre danach mit zwei bis drei tiefen Atemzügen wieder zurück.

Bewusstes Atmen verändert unsere Empfindungen innerhalb von Sekunden

Wie geht es dir jetzt nach diesem kurzen Innehalten? Nimm dir einen Augenblick Zeit, um in dich hinein zu spüren und deine Empfindungen in Worte zu fassen. Diese einfache Atemübung kannst du jederzeit und überall im Alltag anwenden, um bei dir im Körper anzukommen und präsent zu sein. Du kannst mit offenen oder geschlossenen Augen, im Stehen, Sitzen oder Liegen bewusst atmen. Nutze die Zeit, sanft zu atmen, wenn du an der Kasse oder im Stau stehst oder warten musst.

„Atmen – das mache ich doch immer?“

Die Kraft des Atmens

Als ich vor vielen Jahren den Menschen erzählt habe, wie unglaublich mir bewusstes Atmen im Alltag hilft, haben sie mich belächelt und gesagt: „Atmen? Das mache ich doch immer. Was soll daran besonders sein?“ Seit einiger Zeit beobachte ich, wie immer mehr Menschen die Kraft des Atmens entdecken. Viele kommen heute zu mir und sagen: „Jetzt erst verstehe ich, was du mir damals schon erzählt hast.“

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Atmen kannst du immer und überall

Bewusstes Atmen hilft dir,

  • In deinem Körper, im Hier und Jetzt anzukommen
  • dich mit deiner Intuition, deiner Seele zu verbinden
  • dich so anzunehmen wie du gerade bist
  • zur Ruhe zu kommen und dich zu entspannen.

Bewusstes Atmen

Du brauchst dazu keine Technik und keine Hilfsmittel. Den Atem hast du immer bei dir. So kannst du sofort in die Präsenz kommen und bei dir sein. Bewusstes Atmen hilft dir auch, in dein Unterbewusstsein einzutauchen und alte Verletzungen in Fluss zu bringen – ohne dass es unbedingt notwendig ist, die Ursache an der Wurzel zu kennen. Auf diese Weise durften sich in meiner Arbeit schon viele Situationen klären und Körpersymptome lösen.

Bewusstes Atmen schafft Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit

Erst wenn wir achtsam wahrnehmen, wie es uns geht, können wir beginnen, etwas in unserem Leben zu verändern. Dann haben wir die Wahl, wie wir mit bestimmten Situationen umgehen möchten. Ohne Achtsamkeit werden wir von unserem Unterbewusstsein gesteuert wie durch einen Autopiloten. Das erleben wir, wenn wir immer wieder dieselben Erfahrungen machen und nicht wissen, wie wir diese verändern könnten.

Was du beim bewussten Atmen spüren und erleben darfst

Am Anfang braucht es etwas Übung, sich auf den sanften Atem einzulassen und die Liebe der Seele zu spüren, die mit jedem Atemzug durch den Körper fliesst. Es ist wie die Liebe einer fürsorglichen Mama, die ihr Kind in die Arme nimmt und ihm das Gefühl gibt, dass alles sein darf und alles gut ist, wie es ist. Dieses Gefühl zu erleben, ist unser natürliches Geburtsrecht. Leider haben es die wenigsten Menschen in ihrer Kindheit erlebt. Wie sollen Eltern ihren Kindern dieses Gefühl vermitteln, wenn sie es selbst nicht erlebt haben? Die gute Nachricht ist, dass es nie zu spät ist, sich selbst die liebevollste Mama oder der liebevollste Papa zu sein. Als Erwachsene dürfen wir die Verantwortung für unsere Gedanken, Gefühle und Handlungen übernehmen – egal, was wir in der Vergangenheit erlebt haben.

Meine Verzweiflung als Ehefrau und Mutter

Ich erinnere mich daran, wie ich nach unglaublich vielen Kursen und alternativen Heilmethoden feststellen musste, dass ich dennoch unzufrieden, unsicher und überfordert war. Ich lebte damals mit meinem Mann und meiner 5-jährigen Tochter zusammen. Zwar kam ich von meinen Kursen jedes Mal entspannt nach Hause; doch schon nach wenigen Minuten war ich wieder in meinen alten Verhaltensmustern gefangen. Ich wusste nicht, wie ich meine Situation ändern konnte. Im Jahr 2005 habe ich dann per Zufall das bewusste Atmen entdeckt. Mit dieser Methode habe ich schnell bemerkt, dass ich ständig überall und nirgends war – auf jeden Fall nicht in meinem Körper und nicht bei mir.

…und die Sehnsucht nach mir selbst

Ich spürte eine tiefe Sehnsucht, mich wieder mit meinem Körper und meiner wahren Essenz zu verbinden. Vieles konnte ich nicht beschreiben oder verstehen. Aber ich habe zum ersten Mal gespürt, dass da eine Liebe da ist, die mich hält und trägt.

Es hat sich angefühlt wie ein „nach Hause kommen“. Rein physisch zu spüren, wie der Stuhl und der Boden mich tragen – das hat in mir ein Gefühl der Sicherheit, des Gehalten- und Getragenseins ausgelöst.

Wie auch du bewusstes Atmen lernen kannst

Im Hier und Jetzt verschwinden unsere Ängste, denn Ängste entstehen aus Gedanken über die Vergangenheit oder die Zukunft. Bewusst ein- und auszuatmen hilft im Umgang mit allen Gefühlen, die aus diesen Gedanken entstehen. Diese achtsame Wahrnehmung bringt uns außerdem dazu, alte Glaubenssätze und Gedankenmuster zu entlarven. Zu Beginn genügt es manchmal schon, täglich morgens und abends nur 5 bis 10 Minuten lang bewusst zu atmen. Zwischendurch können wir im Alltag ein paar tiefe achtsame Atemzüge nehmen und spüren, wie wir uns gerade fühlen und wie es uns geht. Das darf ohne Druck, Schritt für Schritt im eigenen Tempo geschehen – so, wie es sich gut anfühlt.

Wenn du das bewusste Atmen lernen oder mehr über das Thema erfahren möchtest, lade ich dich in meine Facebook-Gruppe „Raum für Achtsamkeit – sanft, mutig, kraftvoll“ ein oder erfahre mehr auf meiner Webseite.

Vielen lieben dank, liebe Rosi, für deinen schönen Artikel.
Namasté

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