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Emotionales Essen – Freiheit durch Ayurveda

Emotionales Essen – Freiheit durch Ayurveda

Artikel von Lucia-Maria Strohmeier von https://meinayurveda.com/Anzeige
Photo by Icons8 Team on Unsplash

6. Türchen des Yogablog Adventskalenders (Zu den anderen Türchen geht es hier lang)

Viele von uns sind in einem Kampf mit sich selbst, wenn es um das Thema Essen geht. Wir denken ständig nach über unser Gewicht, unser Körperfett, unseren Appetit, die perfekte Diät,.. Nur ungern schauen wir wirklich hin: Bin ich ein Stress-Esser? Reagiere ich bei Druck mit Essanfällen? Welche Rolle spielen meine Emotionen bei der Lebensmittelauswahl? Warum belohne ich mich für einen stressigen Arbeitstag mit einem viel zu üppigen Abendessen? Betäube ich durch Frust-Essen meine Gefühle? Brauche ich oft etwas „zum Beißen“, weil ich mich durch Situationen im Leben kämpfen muss?

Emotionales Essen ist so viel mehr als nur Kalorienaufnahme

Wenn Menschen nach einer neuen Ernährungsweise suchen, so geht dies meist weit über nur eine Veränderung auf dem täglichen Teller hinaus. Ernährungsregeln entscheiden, wie man sich selbst wahrnimmt und das Leben betrachtet. Um neue Ernährungsgewohnheiten wirklich langfristig und mit Erfolg im Leben zu integrieren ist es zuerst nötig, dass man seine Fehler im täglichen Verhalten und Ursachen von Essstörungen erkennt. Im Ayurveda fällt dies meist leichter, wenn man sich seinem Stoffwechseltyp gerecht ernährt, ist das der beste Schutz vor Essstörungen und Heißhungerattacken. Das Geheimnis einer guten Ernährungsweise ist, eng verbunden mit dem inneren Ich zu sein.

Erfahren wir zu wenig Tiefe, emotionale Befriedigung und Sinn im Leben fühlen wir uns nicht gesättigt und versuchen mit ungesunden Ernährungsgewohnheiten diese Gefühle abzumildern. Hier findet sich die Ursache für Essstörungen. In unserer Kultur ist es normal geworden Lebensmittel und andere Substanzen dafür einzusetzen, sich besser zu fühlen und Emotionen und Gefühlen aus dem Weg gehen zu können. Passiert das ab und an stellt es kein Problem dar, doch wird es zur Gewohnheit fällt es immer schwieriger.

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Was ist emotionales Essen?

Verfällst du täglich der abendlichen Tüte Chips, holst dir Mittags ein belegtes Brötchen vom Bäcker und zwischen durch gibt es noch Cräcker? Symptome können sein:

  • ständige Gedanken über die nächste Mahlzeit
  • üppige, schwere Mahlzeiten, meist Abends als „Belohnung“ für den stressigen Alltag
  • Häufiges „Überessen“ oder ein bestimmtes Nahrungsmittel besonders intensiv konsumieren
  • Viele „Comfort Foods“ wie Schokolade, sehr fettige, sehr salzige, stark gewürzte Nahrungsmittel welcher Schokoriegel könnte mich jetzt am besten beruhigen. Das viel zu späte, üppige Abendessen wird als Belohnung für den stressigen Alltag gesehen.
  • Sucht man nach bestimmten Nahrungsmitteln, sogenanntem „comfort food“ um sich glücklicher zu fühlen kann dies beim Einen der übertriebene Konsum von Nahrungsergänzungen, Superfoods oder „gesunden“ Trockenfrüchten sein, beim anderen sind es Salzcräcker und Pralinen.

Wie sieht emotionales Essen im Ayurveda aus?

Ayurveda ordnet inneren Stress, Druck und Perfektion dem Pitta Dosha zu. Der Pitta Typ neigt zu Extremen und exzessivem Verhalten. Hat man zu viel Pitta erkennt man kaum gesunde Grenzen. Doch auch bei einer Vata Imbalance kann es dazu kommen, dass Essen zur Beruhigung der Nerven eingesetzt wird. Was das sensible Agni schnell überfordern kann und dann in Verdauungsproblemen resultiert. Bei der gemütlichen Kapha Konstitution kann es sein, dass Schokolade und Co. als Seelentröster ihre Dienste leisten und eine unterschwellige Depression in einem Berg an Süßkram ertränkt wird. Wenn Essen zur Sucht wird. Verlieren wir das natürliche Gefühl, welche Lebensmittel uns gut tut, oft werden Lebensmittel konsumiert, die uns sogar mehr schaden können als Nützen.

Woran erkenne ich, ob ich unter emotionales Essen leide?

  • Häufig überesse ich mich
  • Essen bedeutet Entspannung für mich
  • Gerne belohne ich mich abends mit einem ausgiebigen Mahl
  • Ich esse, obwohl ich keinen Hunger verspüre
  • Wenn ich ein paar Stunden nichts esse, kreisen meine Gedanken nur darum, was ich mir als nächstes gönnen könnte
  • Ich schlinge eilig hinunter
  • Langsames Essen und gründliches Kauen fällt mir schwer
  • Während des Essens beschäftigt mich mein Handy, PC oder Zeitschriften
  • Oft fühle ich mich schon während der Mahlzeit schlecht, kann aber nicht aufhören zu essen
  • Mein Gewicht und die Figur beschäftigen mich sehr
  • Ich sucht ständig nach den besten Ernährungformen, neuen Foodtrends
  • Nach dem Essen klopft mein Herz oft schnell
  • Es fällt mir schwer auf Nahrungsmittel zu verzichten
  • Obwohl ich noch den Mund voll habe und kaue greife ich schon zum nächsten Löffel

Der Schlüssel für eine gesunde Ernährungsweise ist, dass wir in Kontakt zu unserem Inneren bleiben, unseren Gefühlen und Emotionen. Verliert man emotionale Nähe im Leben, hat zu wenig Bezugsmenschen oder fehlt die Tiefe und der Lebenssinn wird dies durch zu viel Nahrung oder einem Verlangen (Craving) nach bestimmten Nahrungsmitteln kompensiert. Man fühlt sich instabil im Leben, Depression und eine gedrückte Stimmung treten gehäuft auf. Mit guten Vorsätzen, Vernunft oder kritisierenden Stimmen aus dem Umfeld kommt aus einer solchen Essstörung aber nicht mehr alleine heraus.

Was kannst du tun um emotionales Essen zu stoppen?

Registriert man in alte und schlechte Ernährungsmuster zurückzufallen möchte, ist es sinnvoll vor dem ersten Bissen anzuhalten und in sich hinein zu spüren, in Kontakt zum Herzen und den auftauchenden Gefühlen gehen. Brauche ich das jetzt wirklich, habe ich echten Hunger oder will ich nur meinen Frust ersticken und Stress abbauen?5 Halte zunächst erstmal Inne, beobachte Dich mit liebevollem Blick.

Hier einige Tipps, die dir helfen können, wieder ein normales Essverhalten zu entwickeln.

  • Beobachte was du isst-Beobachte wie du isst
  • Verspürst du Druck beim Essen, leg das Besteck weg und iss mit den Fingern weiter
  • Beobachte dich, warum du jetzt gerade isst. Ist es von deinem Kopf, deinen Emotionen gesteuert? Verurteile dich nicht, beobachte dich einfach nur. Werde dir deiner Gewohnheiten bewusst, und warum du Anspannung, Stress oder Druck verspürst. Was ist der Auslöser?
  • Werde dir beim nächsten Essanfall bewusst, dass du deinem Körper schadest
  • Leg dich auf den Rücken, gib eine Hand auf dein Herz, die andere auf deinen Bauch und atme 10 Minuten lang tief
  • Schreib ein Ernährungstagebuch, ergänzt mit den jeweiligen Gefühlen beim Essen
  • Vermeide es ab und an in Gesellschaft zu Essen, sondern setz dich ganz bewusst alleine hin
  • Koche vor, um stressbedingte Essanfälle zu vermeiden
  • Frage dich zuerst was brauche ich wirklich? Bevor du zu Essen beginnst frage dich, bin ich wirklich hungrig? oder nur emotional (müde, erschöpft, gelangweilt…)

Bist du emotional sehr aufgeladen, sehr gestresst oder sehr traurig dann vermeide es zu Essen bis du wieder neutral bist. Hier kann es sinnvoll sein, sich Hilfe und Unterstützung zu holen um zu erforschen, woher deine Gefühle kommen. Wenn wir uns Überessen nimmt das Agni, also das Verdauungsfeuer Schaden. Was immer man nicht verdauen kann führt zur Ansammlung von Schlackenstoffen (Ama) im Körper und beeinflusst dann auch dein Gehirn, deine Gefühlslage und emotionale Stabilität. So können auch Menschen die sich zu viel mit gesunden Nahrungsmitteln, in falscher Kombination, zur falschen Uhrzeit oder in Exzess ernähren, ihrem Körper schaden. Eine Ama(Toxin) Belastung aus unverdautem Essen macht es dann auch schwer Abzunehmen, an Gewicht zu verlieren und aktiver, energiegeladener zu sein. Leidest du also an Gewichtsproblemen, obwohl du nur „Gesundes“ isst?

Emotionales Essen durch Ayurveda und Psychotherapie ausgleichen

Ist das natürliche Ess- und Sättigungsverhalten gestört, handelt es sich um ein Zwangsverhalten um Gefühle zu kompensieren. Hilflosigkeit, unbefriedigende Lebensverhältnisse und traumatische Erfahrungen der Vergangenheit können ein Grund sein. Wir haben uns oftmals von unseren wahren Bedürfnissen, Sehnsüchten und Lebensträumen entfernt und jetzt dient unser Körper als Speicher für alle negativ erleben Emotionen. Wir möchten unser Leben kontrollieren, planen und kontrollierbar machen – wie wir auch unser Essverhalten kontrollieren und in Muster limitiert haben. Hier wird jedoch unsere Lebensenergie blockiert, das Vata-Dosha, die Bewegung im Körper kann nicht mehr fließen, was wiederum zu körperlichen Beschwerden und Krankheiten führt.

Magersucht durch Emotionales Essen

Mit über 10% Sterblichkeitsrate und einer starken Tendenz zur lebenslangen Essstörung ist Magersucht eine schwere Krankheit. Vata und Pitta Typen neigen durch ihren Hang zur Perfektion, ihre überdurchschnittliche Intelligenz und Sensibilität zu Verhaltensmustern der Magersucht. Als Auslöser wird oft ein Punkt in der Pupertät gesehen an dem man sich halt- und orientierungslos fühlt. Zumal fehlt oft emotionale Begleitung und eine liebevolle Beziehung zu einem weiblichen Vorbild (Mutter, Großmutter, Schwester). So entsteht eine Instabilität im Leben und der Wunsch nach Nährung und Erdung = Mutter ☀führt zu einem inneren Konflikt und körperfeindlichem Verhalten.

Der Versuch die eigenen Gefühle zu kontrollieren und zu unterdrücken zeigt sich in limitierendem Essen und der Kontrolle des einzig Kontrollierbaren im Leben, der täglichen Kalorienzufuhr. Magersucht führt zur kompletten Auszehrung und Störung des gesamten Körpers. Im Ayurveda sehen wir, dass alle Dhatus vermindert sind, kaum Ojas (Lebens- und Abwehrkraft) vorhanden ist, das Agni sehr schwach ist, was sich in Verdauungsstörungen wie Verstopfung, dem Ausbleiben der Regel, Haarausfall, Kälteempfinden und allgemeiner Muskelschwäche äußert.

Auf psychischer Ebene ist durch die massive Erhöhung des Vata Doshas Nervosität, Schlafstörungen, Angst, Unsicherheit oder Überaktivität oft zu beobachten. Im Ayurveda fördert man Nähe und Liebe. Liebevolle Betreuung und ein Beziehungsaufbau zur Therapeutin durch regelmäßige, intensive Gespräche, ein Vertrauensaufbau durch Körpertherapie und die Rolle als Ratgeber in allen Fragen zur Ernährung sind von absoluter Notwendigkeit. Als individuell erstellte und über langen Zeitraum durchgeführte Kombinationstherapie aus Ayurvedischer Ernährung, Dosha-Ausgleich und fundierter Psychotherapie bringt man die Patientin wieder zu Kräften und stärkt die Organe und Bioenergien.

Psycholgisch setzt man auf das unabhängig werden der Tochter in ihrem Verhältnis zur Mutter und Herkunftsfamilie, dies bedeutet keinesfalls ein Kontaktabbruch, vielmehr das Ablösen aus der alten Rolle der kindlichen Tochter hinein in ein selbstbestimmtes, erfülltes und tiefsinniges Leben. Die Ernährung sollte leicht und nährend sein, mit einfachen Reis-und Getreidegerichten, Ghee, Milch und Agni stärkenden Gewürzen. Safran, Kardamon und Koriander bauen auf und stabilisieren das sensible Agni. Bewährt haben sich ayurvedische Rasayana (Vitalstoffpräparate) um auf psychischer und körperlicher Ebene wieder zu mehr Kräften und Stabilität zu kommen. Durch sanfte Reinigungstherapien ist es im Ayurveda möglich, die Körperschäden an Organen und Gewebe aufzubauen und mit Darmeinläufen kann man den Stoffwechsel nähren und stärken.

Emotionales Essen durch Binge Eating – Überessen

Die Betroffenen fallen nicht so offensichtlich mit ihrem Erscheinungsbild auf wie bei anderen Essstörungen. Heimlich werden oft Abends oder Nachts in Essanfällen große Nahrungs- und Kalorienmengen verzehrt, was zu großem Unwohlsein und einem schlechten Gewissen führt, was durch die exzessive Einnahme von Abführmittel, Fastenkuren oder Erbrechen ausgeglichen werden soll. Ein großer Leidensdruck lastet auf den Frauen und der gesamte Stoffwechsel, das Agni und Ojas geraten aus dem Gleichgewicht. Gefangen in den Verhaltensmustern lastet ein starker psychischer Druck auf ihnen. Dieser drückt sich in chaotischen und strukturlosem Leben, sich häufig ändernden Essgewohnheiten, einem Mangel an Disziplin und daraus resultierendem schlechten Gewissen und Schuldgefühlen aus.

Zum Beispiel neigen Menschen mit einer primären Vata-Konstitution dazu, spontan zu handeln und auf Stress mit Angst, Sorge und Angst zu reagieren. Diejenigen mit einer primären Kapha-Konstitution tendieren emotional zu Gier, Anhaftung und Depression. Menschen, die an einem Pitta-Dosha-Ungleichgewicht leiden, neigen zu Essattacken, wenn sie übermäßig gestresst sind. Während Menschen mit einem Vata-Ungleichgewicht keinen Hunger verspüren und unter Stress zum Verhungern neigen. Menschen mit übermäßigem Kapha neigen dazu, übergewichtig zu sein, zu viel zu essen, wenn sie unter Stress stehen, und leiden oft auch an Essattacken.

Im Ayurveda ist ein Ungleichgewicht der Doshas häufig die Ursache für die meisten geistigen und körperlichen Beschwerden. Der erste Schritt beim Neuausgleich des Systems besteht darin, das übermäßige Dosha zu verringern. Wenn die Doshas im Gleichgewicht sind, schwächt sich der Wunsch, aus dem Gleichgewicht zu sein. Dann kann man seinem Körper und der natürlichen Intuition, die ihn zuvor in das Ungleichgewicht geführt an wieder vertrauen. Ayurveda bietet eine Vielzahl von Optionen zur Wiederherstellung des Gleichgewichts. Mit Stoffwechsel Typ passender Ernährung, therapeutischem Yoga, Meditation, Atemübungen und wirksamen VitalstoffPräparaten. Darüber hinaus ist es für jeden Menschen, der mit einer Essstörung konfrontiert ist, erforderlich, die Gesundheit des Verdauungssystems wiederherzustellen und die richtigen Ernährungsgewohnheiten und -routinen festzulegen.

Übergewicht (Adipositas) durch Emotionales Essen

Übermäßiges Essen, viele fettige, süße Nahrungsmittel sind ein Ersatz für Trost und Zuwendung im Leben. Das Essen wird als Symbol der Liebe, Geborgenheit und Stabilität im Leben betrachtet. Gefühle wie Angst, Unsicherheit und Einsamkeit werden im Essen erstickt. Man weiß durch moderne Forschung mittlerweile, dass der Körper ́ Emotionen und Gefühle im Fettgewebe abspeichert. Führt ein stark übergewichtiger Körper jedoch aber wieder zu Energielosigkeit, Schwere und Antriebsarmut führt dies zu einem Kreislauf, der für die Betroffenen ausweglos erscheint. Zuviel Fettgewebe wirkt wie ein Schutzpanzer und hilft durch das Überessen sich zu betäuben und vor dem eigenen Leben zu verstecken.

Oft begleitet von einem schwachen Agni durch das ungesunde Essverhalten und ungünstige Lebensmittelkombinationen zeigt sich auch eine Ama (Schlackenstoff) Belastung. Wichtig ist als erster Schritt mithilfe von Psychotherapie die alten Gedanken und Gewohnheitsmuster loszulassen. In einem Auflösungsprozess der Raum für Neues bietet. Der Körper muss gereinigt werden, der Stoffwechsel das Agni aufgebaut und eine typgerechte Ernährungsweise langsam Schritt für Schritt ins Leben integriert werden. Heißhunger ist ein Zeichen von Mineralstoffmangel und einer Stoffwechselschwäche, welche mit Hilfe ayurvedischer Vitalstoffpräparaten ausgeglichen werden kann.

Wie schaffst du es nun ein gesundes, stressfreies Essverhalten aufzubauen um dich von emotionales Essen zu befreien?

3 Tipps um Emotionales Essen zu heilen

Anwesend bleiben

Die meisten unserer unerwünschten Essgewohnheiten kommen von einem unbewussten Ort. Es ist schwer, sich zu betrinken, wenn man beim Essen präsent ist. Wenn wir beim Essen anwesend sind, lässt uns unser Körper wissen, wann er voll ist. Es ist schwer, sich auszuhungern, wenn man wirklich auf die Signale seines Körpers hört. Denn unser Körper lässt uns wissen, wann er auch Hunger hat. Aber wir müssen wach und bewusst genug sein, um diese Hinweise zu hören. Übe, mit dem Essen und dem Leben langsamer zu werden. Ebenso, wie wir bei unseren Mahlzeiten präsenter sind, können wir auch bei Gefühlen und Emotionen, die unserer Aufmerksamkeit bedürfen, präsenter werden. Oft sind es diese unbeachteten aber im Unterbewusstsein ganz stark wirkenden Emotionen, die unsere unerwünschten Essanliegen antreiben. Präsenz ist eine tägliche Praxis. Es kann schwierig sein, aber die Belohnungen werden sich mit der Zeit bekannt machen.

Kommunizieren mit Deinem Körper

Höre auf Deinen Körper. Auch wenn Du die Sprache nicht sofort verstehst. Lerne seine Eigenarten. Dein Körper wird nicht verbal kommunizieren, aber er hat eine Sprache. Wenn jedes Mal, wenn Du Käse essen, Du Blähungen bekommst, kann Dein Körper Dir sagen, dass er Schwierigkeiten hat, Milchprodukte zu verdauen. Aber wenn Du nicht zuhörst, muss es möglicherweise lauter werden, bevor Du die Nachricht hören.

So wie Paare oft zur Paarberatung gehen, um zu lernen, besser zu kommunizieren, will unser Körper, dass wir auch besser mit ihm kommunizieren – diese Kommunikation ist einer der Eckpfeiler der Dynamischen Ernährungspsychologie.

Wir bauen Vertrauen in unseren Körper auf, wenn wir unsere Kommunikation mit ihm verbessern. Während wir lernen, zu sprechen und auf unseren Körper zu hören, und unser Körper mehr Vertrauen entwickelt, dass wir ihm zuhören werden, entspannen wir uns natürlich mehr um die Nahrung herum, weil es weniger Bedrohung gibt. Achten Sie auch darauf, die Hinweise des Körpers auf Ruhe, Bewegung, Rituale und Stabilität zu hören. Mit Ayurveda kannst Du eine Tagesroutine entwickeln, die Halt und Sicherheit gibt und dir Geborgenheit schenkt . Wenn diese Bedürfnisse nämlich nicht erfüllt werden, können wir sie oft mit Hungerhinweisen verwechseln.

Vergib das Essen und vergib Dir selbst

Wie auch immer deine Beziehung zur Nahrung war, vergib ihr. Lass die Vergangenheit ruhen. Du hast bisher dein Bestes gegeben. Und jetzt ist es an der Zeit, von vorne anzufangen. Das bedeutet nicht, dass Du perfekt bist oder dass du perfekt essen wirst. Es bedeutet, dass du zulässt, dass das Leben unvollkommen ist. Wir können mit einer neuen Perspektive beginnen, wenn wir uns selbst vergeben. Wir lassen alle alten Urteile los, damit wir etwas Mitgefühl finden können. Es ist an der Zeit, sich selbst wirklich zu vergeben für alle Herausforderungen, die man mit Nahrung und Körper hatte. Was auch immer dich dazu gebracht hat, mit dem Essen zu kämpfen, es gab einen Grund, aber es hatte wahrscheinlich wenig mit dem Essen selbst zu tun.

Sei freundlich und sanft zu Dir selbst. Wir tun alle das Beste, was wir können.

Wenn Du Probleme mit der Nahrung hast, weil sie zu einem Ersatz für Liebe, Selbstwert oder Selbstberuhigung geworden ist, lass Dich wissen, dass es in Ordnung ist, diese Ersatzmittel für innere Unsicherheit und mangelnde Liebe im Leben zu brauchen, und gib dir die Erlaubnis, sie zu haben. Verstehe, dass Du ein Mensch bist, und schätze, dass wir alle unsere Herausforderungen und unsere Höhen und Tiefen haben werden. Für viele Menschen ist es sehr schwer echte Veränderung zu Erreichen, ohne sich dabei Hilfe und Unterstützung zu holen. Unsere festgefahrenen Gewohnheiten, Gedankenmuster und Rituale lassen sich zwar identifizieren, aber an der Umsetzung zur Veränderung scheitert es dann bei den meisten. Falls du es satt hast gefangen in deinem Stressmuster zu sein und endlich Frieden in deiner Beziehung zum Essen suchst, melde Dich gerne bei mir, ich helfe dir deine ganz die heilsame Kraft von Ayurveda in Kombination mit moderner Psychotherapie zu spüren.

Deine Lucia-Maria Strohmeier

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1 comment

  1. Ein wunderschöner und soso wichtiger Artikel, hab vielen Dank dafür!
    Ich mag Deine objektive und doch äusserst liebevolle Art die Dinge auf den Punkt zu bringen und sie dennoch zu erklären. Einfach top und ich werde mir den Artikel abspeichern, damit ich ihn bei Bedarf weitergeben aber auch wieder lesen kann.

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