Interview mit dem Yogimobil

Interview mit dem Yogimobil

1. Stellt euch doch bitte einmal kurz vor. Woher kommt ihr und was macht ihr genau? Seit wann gibt es euch schon?
Mark, Kim Kassandra und Loki Schmid (unser Nachname) sind das Yogimobil-Team.

Wir leben und arbeiten im Saarland. Mark arbeitet als Ausbilder für Metallberufe, liebt Klangschalen und surfen, ist Kampfsportler und ich bin mit Herz und Seele Yogalehrerin. Mit 16 bin ich schwer gestürzt und habe mich massiv an der Kniescheibe verletzt. Es folgte eine Operation und ich tat mich schwer mit der Regeneration. Also kam ich über Recherchen zum Pilates und begann mich mit den Übungen von Joseph Pilates wieder richtig fit zu machen. Ich war begeistert von den schnelle Ergebnissen. Sport wollte ich trotzdem nie studieren, irgendwie war ich immer noch traumatisiert vom Schulsport den ich immer als unangenehme Bürde empfunden habe.

Die Geschmeidigkeit des Vinyasa Yoga

Ich habe also aus Interesse Kunstgeschichte und Geschichte studiert. So wollteich nicht nur meinen Körper trainieren sondern auch meinen Geist – mit Geisteswissenschaften eben. Und aus Interesse habe ich mich dabei immer wieder auf den asiatischen Raum konzentriert. Es hat mich immer wieder nach Süd-Ostasien gezogen. Zahlreiche Rucksack-Reisen während meines Studiums, finanziert durch meine Arbeit als Fitnesstrainerin, haben meine Begeisterung für die asiatische Lebensphilosophie weiterhin bestärkt. Immer wieder kam ich in Kontakt mit Yoga und habe auch für einige Zeit in einem buddhistischen Kloster in Chiang Mai (Thailand) gelebt. Die Yogapraxis tat mir in Ergänzung zum Pilates sehr gut. Ich mochte die Geschmeidigkeit im Vinyasa Yoga. Eine tolle Ergänzung zu den kräftigenden aber doch sehr statischen Pilates-Übungen. Bereits seit 14 Jahren begleite ich meine Kunden im Personal-Training und leite Fitness-Kurse. Es macht mir Freude zu sehen, wie Menschen wieder mehr in Kontakt mit einem gesunden Körpergefühl kommen. Ich habe hier im Saarland einen festen Kundenstamm und liebe meinen Job.

Yoga Ausbildung 2018

Ich wurde immer öfters von meinen Schülern gefragt welche Yoga Ausbildung ich empfehlen könnte und, ob ich denn nicht selbst ausbilden könnte im Yoga. Erst war ich etwas skeptisch, da wir ja wirklich mehr als genug Ausbildungen im Yogabereich haben. Aber nach längerer Recherche und Überlegungen was mir denn in meiner eigenen Ausbildung gefehlt hat, kam ich zu dem Schluss, dass es doch Sinn macht eine qualitativ hochwertige Ausbildung zu kreieren, die aber auch nicht zu lange dauert und für jeden Interessenten machbar ist. Mein (damaliger) Chef im Fitnessstudio fand die Idee wundervoll und hat mir den Auftrag erteilt das Konzept auszuarbeiten und durchzuführen. Entstanden ist daraus: ”SOL Yoga“. Dazu mehr hier: http://yogimobil.info/sol-yoga-ausbildung/

Die SOL Yoga Ausbildung 2018

Die SOL Yoga Ausbildung erfreut sich großer Beliebtheit und im Februar geht es ins erste Master-/Abschlussmodul. Es ist sehr spannend zu sehen wie weit sich die Schüler entwickelt haben. So ist es mir sehr wichtig zwischen den einzelnen Modulen einige Monate vergehen zu lassen, so dass die Schüler eigene Yoga Erfahrungen sammeln können und vor allem eine eigene Yoga Praxis etablieren können. Yoga passiert zuhause auf der Matte. Es ist essentiell, sich auf seine Matte zu setzen, auszuprobieren und zu reflektieren. Niemand kann in drei Wochenendmodulen ein verantwortungsvoller Yogalehrender werden.

Fortbildungen zu Klangyoga, Flows und Duftyoga 2018

Auf Nachfrage und Bitte meiner Schüler wird es ab Oktober weitere Fortbildungen mit mir geben. Derzeit arbeite ich an 2-tägigen Fortbildungen zum Thema Flows, Klangyoga und Duftyoga. Ein kreativer Yogaunterricht ist in meinen Augen so wichtig. Phantasie und Yoga sind für mich unzertrennlich. Yoga ist ein Weg der immer weitergegangen werden muss, ohne je zu enden. Für Schüler, als auch für Lehrer. Und immer wieder müssen wir uns die Frage stellen, was will ich überhaupt vermitteln? Was bewegt mich wirklich? Was erweckt meine Lebensfreude? Meine Lebensgeister?

2. Yogimobil – dein mobiles Yogastudio. Das errinnert mich ein bisschen an den blauen Wagen mit Peter Lustig bei Löwenzahl. Dies ist schon sehr kreativ. Wie seid ihr darauf gekommen?
Da wären wir wieder beim Thema Kreativität 🙂 Meine Liebe, ehrlich gesagt mussten Mark und ich bei der Frage googeln. Wir kennen Peter Lustig & Löwenzahn, aber nicht wirklich gut. Wir haben das nie wirklich geschaut. Wir beide waren große Zeichentrick Fans und sind dann eher bei Formaten wie „Käpt’n Balu (Loki)  und seine tollkühne Crew (Kim & Mark)“ hängen geblieben (lach, vielleicht ist da das Problem). Google verriet uns jedoch: „Peter Lustig lebte in der Serie „Löwenzahn“ in seinem selbst umgebauten Bauwagen.“

Das Yogimobil buchen

Eigentlich sind wir aus rein praktischen Gründen auf die Idee eines „Yogimobils“ gekommen. Mark hatte immer den Traum einen alten VW Bus zu restaurieren. Mein Mann ist Hippie durch und durch. Er liebt Surfen, Reisen und er kann seinen Namen tanzen. Waldorfschule halt. Ich fand die Idee auch einfach wundervoll. Mein einzige Bedingung war, wenn ich meinen Mann schon durch zahlreiche Stunden Arbeit in der Werkstatt seltener sehe, dass ich wenigstens die Farbe bestimmen darf und mir den Bulli für meine Yogakurse ausleihen kann. So hätte ich endlich mal ausreichend Platz für alle Matten, Decken und Kissen wenn ich von Workshop zu Workshop gefahren bin. Und so ist die Idee entstanden. Ich sagte: „Das ist mein Yogimobil“ und Mark fand das klasse und schlug vor einen Instagram-Account anzulegen. Den hatten wir dann ein paar Wochen und schon meldeten sich Veranstalter, die interessiert daran waren das Yogimobil tatsächlich zu buchen. Oft haben wir Zeilen gelesen, wie: Das macht einfach gute Laune, ein wundervolles Lebensgefühl etc. U.a. meldete sich auch das Wanderlust-Festival und lud uns ein, einige Workshops für ihr Event zu gestalten. Einfach toll. Wir hatten einen fantastischen Start.

Impressionen zum Yoga Festival

Ich bekomme heute noch liebe Mails von Teilnehmern meines „Hippie-Flows“-Workshops, die sich bedanken und fragen, ob wir dieses Jahr wieder zum Wanderlust 108 kommen. Das ist einfach wundervoll und ich bin unendlich dankbar für so ein tolles Feedback.

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3. Wie habt ihr euer Yogimobil eingerichtet? Habt ihr auch ein paar Fotos, die ich meinen Lesern zeigen kann?
Wir haben es nach und nach ausgebaut. Die Wände sind mit kunterbuntem Hmong-Stoff bezogen, den wir uns aus Thailand mitgebracht haben. Außerdem haben wir eine zauberhafte Patchwork Decke auf unserem Bett, die uns meine Yoga-Schülerin Gudrun über Monate genäht hat, und zur Hochzeit geschenkt hat. Einfach ein Traum. Alles in allem eine Hippie-Schleuder halt. (lach).

4. Ihr schreibt auf eurer Homepage, dass ihr mit eurem Yogimobil unterwegs seid. Wo genau fahrt ihr überall hin und mit welchem Zweck?
Wir fahren mit dem Yogimobil los um selbst Fortbildungen zu besuchen, um Urlaub zu machen und natürlich hauptsächlich um Yoga zu unterrichten. Ganz nach unserem Motto: #drivestopyoga. In den letzten Monaten kam dann die Entwicklung hinzu, dass Mark sich auf einer meiner Fortbildungen total für die Thematik Klangschalen begeistert hat. Ich habe eine Ausbildung zur Klangyogalehrerin bei Emily Hess gemacht und Mark lässt sich nun von Peter Hess als Klang-Yoga-Begleiter ausbilden. So haben wir nun eine wundervolle Yoga-Methode gefunden, die wir gemeinsam unterrichten können.

Yoga Workshops 2018

5. Veranstaltet ihr auch selber Events mit eurem Yogimobil?
Wir haben dazu bereits erste Workshops zum Thema Klangyoga veranstaltet und unsere Yogis sind da ganz begeistert. Sie lieben diese sanfte Art von Yoga, aber kommen auch definitiv wegen Marks selbst gebackenen Leckerreien, die wir nach den Workshops gemeinsam genießen. Außerdem wurden wir von einigen Yoga-Festivals angefragt, bereiten Yoga-Retreats und weitere Workshops vor. Mark und ich arbeiten gerade außerdem an einem gemeinsamen Workshop namens „Yoga-Amazone“. KREATIVITÄT wird wie gesagt ganz großgeschrieben in der Familie Schmid. Yoga-Amazone ist eine Fusion aus Kampfsport und Yoga und wir stellen diesen ganz besonderen Workshop auf unserem nächsten Retreat Awakening Shakti erstmalig vor.

Outdoor Yoga

6. Gibt es in nächster Zeit eine Veranstaltung, wo man das Yogimobil im realen Leben und in Farbe kennen lernen darf?
Unsere nächsten drei Workshops sind ausgebucht. Im April gibt es nochmal freie Plätze: https://www.facebook.com/events/325385744622502/
Ab Juni gibt es dann endlich auch nochmal Outdoor-Yoga. Im Sommer verzaubern wir unsere Yogis mit Outdoor-Yoga an besonderen Plätzen. Dazu kannst du dir gerne mal unser You-Tube Video ansehen. Mein Cousin, auch ein SCHMID kümmert sich um unser Video-Material 🙂

Du möchtest einmal mit Kim von zuhause trainieren? Dann geht es hier lang:

7. Wo genau seht ihr euch in fünf Jahren mit eurem Yogimobil?

In 5 Jahren könnten auf jeden Fall zwei drei Yogis mehr im Yogimobil wohnen. Yoga-Nachwuchs ist erwünscht (lach). Ein Yoga & Surf Retreat wäre auch toll. Ansonsten darf alles genau so sein wie es gerade ist.

8. Glaubt ihr, dass wenn alle Yoga machen würden, die Welt ein besserer Ort wäre?
Wir sind sogar überzeugt davon. Ein Yogi kümmert sich seelisch und körperlich besser um sich selbst und verhält sich dadurch seinen Mitmenschen gegenüber respektvoller. Ein Yoga Schüler versteht, das alles was er zu suchen bzw. zu wünschen geglaubt hat, längst in ihm ist. Jeder Weg ist individuell, aber für uns ist Yoga der liebevollste Wegweiser. Patanjali rules.

Vielen Lieben Dank für dieses schöne Interview. Ich wünsche euch weiterhin ganz viel Erfolg mit eurem bezauberndem Yogimobil.
Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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