Dirk vom Männeryoga im Interview

Dirk vom Männeryoga im Interview

1. Stell dich doch einmal bitte kurz vor. Woher kommst du, was machst du beruflich?

Mein Name ist Dirk Bennewitz und ich betreibe verschiedene Unternehmungen. Ich leite mit meiner Frau Andrea Kubasch zwei Power Yoga Studios in Hamburg und unterrichte Workshops und Teachertrainings im In- und Ausland.

 

Desweiteren betreibe ich seit 1999 eine Firma für Personenschutz. Seit der Gründung der Firma haben wir Aufträge in 26 verschiedenen Ländern erledigt. Darüberhinaus habe ich INSTINCTIVE SURVIVAL, eine eigene moderne Form der Selbstverteidigung entwickelt, praktiziere seit 39 Jahren Aikido und schreibe Bücher und Publikationen zu all diesen Themen.

Dirk Bennewitz und Aikaido


2. Du bist mit Aikaido großgeworden. Kannst du uns diese Kampfkunst einmal näher erläutern?

Aikido ist eine relativ moderne Kampfkunst (der Begründer Morihei Ueshiba ist 1969 gestorben). Sie basiert aber auf Jahrtausende alten Samurai-Traditionen. Ihr Ziel ist es, aggressive (Angriffs-) Energie umzulenken und so ins Leere laufen zu lassen. So wird diese Energie dann neutralisiert. Auf Englisch ist es der „Path of Non-Resistance“. Auf der physischen Ebene Trainiert man seine Verteidigungstechniken und verfeinert seine Fähigkeiten immer mehr. Es gibt einiges an Parallelen zum Yoga, z. Bsp. die Idee des lebenslangen Übens und der Lenkung von Prana. Im Aikido ist es das „KI“ (=Prana auf japanisch), das durch den Angreifer zu uns kommt und mit dem wir dann umgehen müssen. Zum besseren Verständnis Aikido und Yoga hier als Video.

Buch Männeryoga: Das Powerprogramm für Körper, Geist und Seele

3. Du hast das Buch Männeryoga rausgebracht. Erzähl uns doch ein bisschen was dazu.

Männer sind in der Yogawelt immer noch unterrepräsentiert. Das Buch Männeryoga: Das Powerprogramm für Körper, Geist und Seele (Werbelink) ist schon 2010 rausgekommen und seitdem hat sich der Männeranteil zwar vergrößert, ist aber immer noch geringer als der Anteil der Frauen. Da aber Yoga ja nun für alle Menschen gut ist, dachte ich mir, ich spreche die Männer mal in Ihrer Sprache an. Und mache ihnen eine Übungsroutine, die auch mal ihre Stärken herausarbeitet. Das Echo das ich von den Lesern bekomme ist nach wie vor sehr positiv und das Thema ist lebendig.

Männer und Yoga

4. Wieso gibt es deiner Meinung nach immer noch so wenige Männer im Yoga obwohl Yoga durch Männer und ganzwunderbare Meister großgeworden ist.

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Ich glaube, das Yoga immer noch mit vielen Vorurteilen belastet ist. Männer denken, Yoga hat was mit Religion und Stretching zu tun. Den Bogen zu Gesundheit und erfülltem Leben kriegen viele Kerle nicht gleich gespannt. Ändern kann  man das natürlich durch Aufklärung, dazu habe ich ja auch mit meinem Buch beitragen wollen. Frauen fällt es ausserdem leichter, sich auf die Themen, die mit Yoga häufig verbunden werden, einzulassen. Sanft sein, Beckenboden und Hüftöffner. Männer finden meistens, das sie damit nichts zu tun haben. Wenn man allerdings Männer in ihrer eigenen Sprache anspricht, stellen sie fest, das auch für sie was dabei ist. Die unglaublich abgehärteten Shaolin Mönche in den Klöstern meditieren auch? Super, dann wollen wir das auch. Der Anteil der Männer steigt in den letzten Jahren doch beständig an.

 

Poweryoga Germany, Shooting für die neue Website 2015

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5. Du bist der Representant für Manduka. Was genau ist das für eine Marke?

Manduka setzt bei seiner Fertigung auf natürliche Rohstoffe und versucht soweit möglich auf schädliche Inhaltsstoffe zu verzichten. In meiner Praxis haben sich die Sachen ausserdem als sehr langlebig erwiesen, deswegen bin ich dort Markenbotschafter.

6. Wie hat Yoga dein Leben verändert?

Yoga hat mein Leben in vielerlei Hinsicht verändert. Auf körperlicher Ebene bin ich in allen anderen Sportarten, die ich betreibe leistungsfähiger geworden. Ich bin stärker und gleichzeitig flexibler geworden. Dann habe ich aufgehört Fleisch zu essen und die Schadstoffzufuhr mit Alltagsgiften wie Nikotin, Koffein, Alkohol, usw. zu senken. Das ist alles von alleine gekommen, kein Guru hat mir irgendwas befohlen. Und ich kümmere mich nicht mehr um Dinge, die mir nicht gut tun. Das Loslassen alt vertrauter Angewohnheiten fällt mir leichter als ohne Yoga.

Vielen Dank, lieber Dirk für dieses interessante Interview. Weiterhin viel Erfolg! Weitere Infos zu Dirk findest du auf seiner Homepage.
Namaste

Yogablog Ganzwunderbar

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