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Meditation bei Morbus Crohn

Meditation bei Morbus Crohn

Erfahrungsbericht von Marc Finn Schweickhardt (Anzeige aufgrund von Namensnennung)

Wie ich mithilfe von Meditation Morbus Crohn besiegt habe

Meine Krankengeschichte nahm bereits ihren Lauf, als ich gerade mal 14 Jahre alt war. So wirklich etwas damit anfangen konnte ich damals noch nicht, als der Arzt mir sagte, dass ich unter Morbus Crohn leide, eine Erkrankung, bei der der Darm chronisch entzündet ist. Sie ist verantwortlich dafür, dass die Betroffenen häufig unter teilweise blutigem Durchfall leiden, oftmals von starken Bauchschmerzen begleitet. Ein großes Problem ist, dass diese Krankheit oftmals gar nicht auf Anhieb als solche erkannt wird. Nicht selten werden zuerst verschiedene, falsche Diagnose gestellt, bis die Ärzte genau sagen können, was Sache ist.

Bei mir speziell war die Krankheit ziemlich stark ausgeprägt, das ist nicht immer der Fall. Im Zusammenhang mit der dauerhaften Darmentzündung traten bei mir auch immer wieder Fisteln auf, zudem blieb mir leider auch ein Stoma – ein künstlicher Darmausgang – nicht erspart. Dass das eine ziemliche Belastung ist, ist vermutlich jedem klar.

Obwohl ich mit mittlerweile 30 Jahren immer noch recht jung bin, ist meine Leidensgeschichte schon ziemlich lang. Abgesehen vom Stoma musste ich insgesamt mehr als 20 Operationen über mich ergehen lassen und zusätzlich musste ich gegen die Entzündung 12 Jahre lang Cortison einnehmen – mit all den Nebenwirkungen, die dieses Medikament so mit sich bringt.

Mit Meditation bei Morbus Crohn

Weil die Schulmedizin leider nicht den gewünschten Erfolg brachte und ich weiter litt, fasste ich irgendwann einmal den Entschluss, selber gegen diese belastende Erkrankung vorzugehen. Ich habe mein Leben nach und nach regelrecht auf den Kopf gestellt. Ich wollte einfach nicht, dass die Krankheit noch mehr Besitz von mir ergreift und über mein Leben bestimmt. Heute ist es soweit: Ich kann endlich wieder selbst über mein Leben bestimmen. Die Krankheit ist so gut wie besiegt.

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Das war aber ein langer Weg und zugegebenermaßen fiel es mir auch nicht immer leicht, das alles in jungen Jahren so konsequent durchzuziehen. So fing ich zum Beispiel mit Meditation an – ein sehr wichtiger Baustein, wenn es darum geht, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Durch Meditation alleine lässt sich noch kein Morbus Crohn heilen, sie kann jedoch schon sehr viel bewegen.

Meditation bei Morbus Crohn und die neuen Erkenntnisse 2019

Eine neue Studie zeigt die Wirksamkeit von “Relaxation Response”-Meditation bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen und Reizdarmsyndrom.

Quelle: https://www.esanum.de/today/posts/studie-zeigt-wirksamkeit-von-meditation-bei-darmerkrankungen

Ernährung bei Morbus Crohn

Die Ernährung spielt ebenfalls eine ganz erhebliche Rolle bei Morbus Crohn. Kein Wunder, immerhin ist ja gerade der Darm davon betroffen. Dass dieser von einer gesunden Ernährung nur profitieren kann, ist mir mittlerweile mehr als klar. Leider wissen auch heute noch viele Menschen nicht, welchen enormen Stellenwert gesunde Ernährung eigentlich hat – in jeglicher Beziehung! Früher habe ich, so wie vermutlich die meisten von uns, gerne viel und reichlich Fleisch gegessen. Es fiel mir tatsächlich unglaublich schwer, darauf zu verzichten und den Konsum deutlich zu reduzieren. Im Nachhinein betrachtet war aber genau das die allerbeste Entscheidung, die ich treffen konnte. Heute esse ich nur noch wenig bis gar kein Fleisch und – fast noch schlimmer für mich – ich habe auch meinen Zuckerkonsum drastisch reduziert. Stattdessen steht bei mir tagtäglich jede Menge Obst und Gemüse auf dem Tisch, Fastfood hingegen wirklich nur noch in Ausnahmefällen. Ganz klar: Mein Darm hat es mir wirklich gedankt. Mein allgemeines Wohlbefinden ist ebenfalls deutlich besser als je zuvor. Ich fühle mich regelrecht „befreit“.

Achtsamkeit und Meditation bei Morbus Crohn

Auch Achtsamkeit sich selbst gegenüber ist ein wichtiger Aspekt, den viele Menschen außen vor lassen. Positives Denken kann in Verbindung mit regelmäßiger Meditation zu mehr Achtsamkeit führen. Dabei ging es mir nach und nach immer besser. Allerdings ist es wichtig, dass man konsequent ist und nicht alles nach einiger Zeit wieder schleifen lässt, um in den alten Modus zurückzufallen. Wenn man es aber erst einmal geschafft hat, alte Gewohnheiten hinter sich zu lassen und nach vorne zu schauen, dann geht es kontinuierlich bergauf. Und genau so war es auch bei mir.

Es gab zwar auf diesem Weg zugegebenermaßen immer wieder den einen oder anderen Rückschlag und auch das ist vermutlich ganz normal. Dennoch hat mich auch jeder Rückschlag im Endeffekt wieder ein Stückchen nach vorne gebracht. Irgendwann wurden die Rückschläge weniger und mir ging es zusehends besser. Was für ein tolles Gefühl, wenn man es geschafft hat, so eine Krankheit in den Hintergrund zu drängen! Meine Lebensqualität ist wieder zurückgekehrt und lebensfroh bin ich fast wieder so wie früher.

Meditationstechniken bei Morbus Crohn

Die Sache mit der Meditation ist am Anfang etwas ungewohnt, vor allem, wenn man es noch niemals zuvor gemacht hat. Was ich blutigen Anfängern wirklich ans Herz legen kann, ist, zum Einstieg eine Meditations App oder eine Meditations CD zu verwenden. Geführte Meditationen helfen vor allem am Anfang richtig zur Entspannung zu finden. Heute allerdings brauche ich derlei Apps gar nicht mehr, weil ich meine Routine beim Meditieren gefunden habe. Ich meditiere täglich für ca. 10 Minuten und schaffe mir extra dafür einen ruhigen Raum und ausreichend Platz. Noch mehr: Ich stelle mir vor, zum Meditieren einen Raum zu betreten, in dem ich gesund bin, in dem ich mir etwas Gutes tue und die Zeit ganz für mich alleine habe. In der heutigen, hektischen Zeit ist das ein ziemlicher Luxus.

Wichtig beim Meditieren ist aber nicht nur eine ruhige Umgebung, sondern auch das passende „Drumherum“ – Räucherstäbchen zum Beispiel oder angenehme, leise Meditationsmusik, die im Hintergrund läuft.

Mein Leben heute: Meilenweit entfernt von dem vor 15 Jahren

Ich würde mal behaupten, ich habe es geschafft. Heute bin ich Speaker, Health Coach und unterstütze andere, ebenfalls erkrankte Menschen. Ich halte Vorträge und schreibe Berichte für hacks-health.

Das, was ich mache, tut mir gut. Es bestätigt mich darin, das Richtige getan zu haben, indem ich meiner Krankheit den Kampf angesagt und meinen bisherigen Lebensstil regelrecht über den Haufen geworfen habe. Also kann und will ich andere Menschen dazu ermutigen, es ebenfalls zu versuchen – auch wenn es eine echte Herausforderung ist. Aber wie heißt es so schön? Aller Anfang ist schwer. Das kann ich aus eigener Erfahrung nur bestätigen.

Wenn ich heute andere Erfahrungsberichte oder Tipps auf hacks.health durchlese, kann ich nur sagen: ich habe alles richtig gemacht. Es geht mir gut, ich fühle mich gesund und genau das ist das Allerwichtigste überhaupt. Jemand, der nicht gesund ist, wird wohl am besten wissen, was ich meine.

Vielen lieben Dank, lieber Marc, für diesen tollen Erfahrungsbericht.
Namasté

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