Mein Monkey und ich – mein Weg zur Mindfulness

Mein Monkey und ich – mein Weg zur Mindfulness

Gastartikel von Annika Thiemann von yogagypsy


Wer hätte vor 2 Jahren gedacht, dass ich mal ein Mensch sein würde der sich jeden Morgen hinsetzt und (zumindest versucht) fünf bis zehn Minuten zu meditieren!? Ich jedenfalls nicht und wenn du meine Freunde fragen würdest, wären die wohl auch eher nicht dieser Meinung gewesen. Zu skeptisch, zu unruhig um nur mal kurz ruhig auf dem eigenen Hintern sitzen zu bleiben.

Wie kam ich also zum Meditieren?

Ich wollte gerade beherzt los schreiben als mir bewusst wurde, dass ich darüber tatsächlich noch kurz nachdenken muss. Wie war das nochmal? Was waren meine Beweggründe? Und wie kam ich überhaupt darauf? Angefangen hat es wohl mit meinen ersten Yogastunden. Hier kam die überraschende Erkenntnis, dass Yoga meinen Kopf unglaublich still geschaltet hat – und noch mehr: dass das wohl auch so gewollt ist beim Yoga. Als ich anfing regelmäßiger und intensiver Yoga zu üben wurde mit wachsender Begeisterung mein Wissensdurst größer und ich begann allerlei klassische Yoga Lektüre (Werbelink) zu lesen, in der Meditation und der sogenannte Monkey Mind natürlich auch eine große Rolle spielen. Alles was darin stand und was mir in den Stunden so über meine geistigen Eskapaden beigebracht wurde hat sich so unglaublich logisch und schlüssig angehört, dass ich laut loslachen wollte. Endlich die Lösung gefunden! Naja.. oder zumindest erst einmal einen Weg.

Was begeistert mich an Meditation so?

Ich war schon immer ein Kopfmensch. Meine Gedanken führen ein wildes Eigenleben. Manchmal sitzen sie am See in der Sonne, aber oft sind sie auch sehr schlecht drauf, ungezogen und treten die Wände ein. Ich dachte mein ganzes Leben, dass ich damit einfach zurecht kommen muss. Pech für alle meine armen Freunde und meine diversen Ex-Freunde, die meinen ständig wechselnden
Launen ausgesetzt waren. Nach dem Studium der uralten Yogalehren aber wurde mir klar, dass ich meine Gedanken trainieren kann, sie kultivieren kann. Und das heißt nicht sie komplett zum Stillschweigen zu bringen – wie viele immer meinen. Dazu muss man auch nicht in einem weihrauchschwangeren Raum sitzen oder einen Turban tragen. Du brauchst nur dich selber, denn in jedem von uns gibt es einen ruhigen Ort. Du musst ihn nur einmal gefunden haben, dann kannst du jederzeit dahin zurück. Mich hat das sofort fasziniert und ich habe angefangen regelmäßig zu meditieren. Alleine zu wissen welcher Art meine Gedanken sind, war mir neu. Du brauchst dir jetzt aber keine Gedanken machen, dass man keine negativen mehr haben darf. Ganz im Gegenteil – alle Gedanken dürfen da bleiben. Aber sie sind ab jetzt deine guten Freunde. Es kommt immer auf die Sichtweise an und wie du deine Gedanken bewertest und nicht auf deren Inhalt. Anfangsschwierigkeiten – rumsitzen lag mir noch nie gut, das klang bis jetzt sehr einfach – zugegeben. Tatsächlich bedarf es jahrelanger Übung. Aber es hört sich dennoch verlockend an, oder?

Durch Meditation die Gedankenmuster erlernen

Durch Meditation habe ich vieles über meine Gedankenmuster erfahren. Und tatsächlich musst du erst einmal verstehen wie du denkst, bevor sich gegebenenfalls irgendwann mal die Ruhe einstellt. Dabei Bedarf es großer Konsequenz und viel Durchhaltevermögen, denn am Anfang wirst du dasitzen und über deine Einkäufe, den Streit im Büro oder das nicht gelungene meditieren nachdenken – so ging es mir zumindest. Und dann trotzdem möglichst regelmäßig weitermachen kostet schon Geduld. Am besten hast du gar keine Erwartungen, denn Erwartungen werden meistens enttäuscht. Ich meditiere jetzt seit ca 2 Jahren mehr oder weniger regelmäßig 10 Minuten täglich. Lasse ich es wieder ein paar Tage sein, will der Monkey auch erst wieder besänftigt werden, bevor er sich wieder brav hinsetzt.

Der Weg zum Glück mit Meditation

Regelmäßigkeit ist hier der Weg zum Erfolg würde ich fast behaupten. Der Schlüssel zum Glück wie schon gesagt – es geht nicht darum nicht zu denken. Es geht darum, die Gedanken zu beobachten. Zu lernen, nicht drauf einzugehen – sich nicht damit zu identifizieren. Negative Gedanken sind oft nicht wahr. Dein Kopf belügt dich oft – ob du glaubst oder nicht. Er übertreibt gerne! Oder stelle auch erst einmal fest, wann du überhaupt gerade denkst. Das war mir z.B. oft auch garnicht bewusst. Nach regelmäßiger Praxis weißt du dann aber ganz genau, wann du dich wieder in alten Gedankenmustern verstrickt hast und kannst dich dann selbst mit einem Lächeln davon distanzieren. Ich bin meinen Weg noch lange nicht zu Ende gegangen. Und er wird es wohl auch nie sein. Und soll ich dir sagen wie ich das finde? Großartig! Mir geht es auch nicht um übertriebene Selbstoptimierung, sondern darum mit sich selbst im eigenen Körper mit den eigenen Gedanken gut klar zu kommen. Denn du bist darin mit ihnen eingeschlossen – solange du lebst. Du kannst deinen Gedanken nicht entkommen. Macht dir das Angst?

Mir nicht mehr..

Vielen Dank, liebe Anni, für deinen tollen Gastartikel. Wenn du mehr über Annika erfahren möchtest, schau doch mal auf ihrem Blog vorbei.
Namaste
Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

ANZEIGE

No Comments

Leave a reply.