Perfect life – Ich höre auf mit „perfekt sein“ – Blogparade

Perfect life – Ich höre auf mit „perfekt sein“ – Blogparade

Unsere Vorstellung vom Perfektionismus

Perfekt sein? Was ist das schon? Vielleicht sollte man sich erst einmal Gedanken darüber machen, was „perfekt sein“ überhaupt bedeutet. Meiner Meinung nach ist „perfekt sein“ eine Ansichts-Sache. Dies liegt immer im Auge des Betrachters. Für den einen ist man perfekt, für den anderen aber eben nicht. „Perfekt sein“, dass ist nur eine Sache in unserem eigenen Kopf. Wir haben eine Vorstellung davon, wie wir sein möchten, wie wir aussehen möchten, wie wir uns geben. Unser Ego gibt vor, was „perfekt sein“ für uns bedeutet. Aber wenn man mal ganz ehrlich ist, ist jeder Mensch auf seine Art und Weise perfekt. Perfekt, so wie wir geschaffen wurden. Jedes Individuum ist auf seine ganz eigene Art und Weise schön und perfekt.

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Die Gesellschaft und der Perfektonismus

Wir glauben perfekt zu sein, so wie die Gesellschaft es uns vorlebt. Perfekt bedeutet ja auch, irgendwie in ein Raster oder eine Schublade abgelegt zu werden. Perfekte Nase, weil es die Gesellschaft es so vorlebt, perfekter Mund, perfekte Oberweite, perfekter Hintern, perfekte Reise, perfektes Haus, perfekter Partner, perfektes Leben. Wir vergleichen uns mit anderen und glauben durch die Medien und die Gesellschaft, das diese „Maße“ alle „perfekt sein“. Die Hochglanzmagazine leben dies noch zusätzlich vor. Wenn wir zum Beispiel mit unserem Körper nicht in dieses Raster passen, versuchen wir uns krampfhaft, entgegen unserer Natur, uns in diese gesellschaftlich vorgelebten Schubladen selbst zu stecken. Wenn nötig mit Hilfe von Schönheitsoperationen, um wenigstens unseren Körper perfekt werden zu lassen. Auch jeder Körper mit seinen Rundungen und Formen ist perfekt. In jeder Rundung steckt auch was Schönes.

„Sobald man sich mit anderen vergleicht, kann man nur unglücklich werden.“

Perfektionismus ablegen

Unser Leben, so wie wir es führen, ist für uns genau richtig, so wie es gerade ist. Da muss man sich auch nicht mit seinen „tollen“ Nachbarn, Arbeitskollegen oder Freunden vergleichen, die so ein „perfektes Leben“ führen. Meistens trügt dieser Schein ja auch noch, hinter der Fassade kann es da schon wieder ganz anders aussehen. Jeder ist seines Glückes Schmied, mit seinem eigenen Umfeld und seinem eigenen Leben. Wenn wir es schaffen, unseren Perfektionsmus abzulegen, unser Ego auf die Ersatzbank zu setzen und nur auf unser Herz und unsere Intuition zu hören, uns so anzunehmen wie wir selber sind, wird uns auch der Druck genommen „perfekt sein“ zu müssen. Wenn wir uns selber so annehmen, wie wir sind, finden wir unser Glück.

Ich wollte immer perfekt sein

Beim Start mit dem Yoga vor 11 Jahren habe ich mich auch extrem unter Druck gesetzt und wollte von der ersten Stunde an perfekt sein. Ich wollte alle Übungen sofort 100%ig können – so wie meine Mit-Yogis und natürlich im Vergleich zu meiner Yogalehrerin. Was natürlich ziemlich dumm von mir war, da diese alle schon Fortgeschrittene waren und Yoga über Jahre geübt haben. Aber an diesem Beispiel sieht man ja auch, dass man sich eben nicht mit anderen vergleichen darf. Jeder ist anders und hat andere Grundvorrausetzungen. Beim Yoga setzen wir uns immer wieder mit uns selbst auseinander, mit unserem Körper und unserem Geist. Wir machen die Asanas (Yogaübungen) und merken, dass uns nicht alle Übungen gleich gut liegen. Die einen Asanas gelingen immer besser als andere. Auch aufgrund unserer Anatomie. In jeder Yogastunde müssen wir unseren Körper so annehmen wir wir sind – das wird uns jede Yogastunde immer wieder vor Augen geführt.

Mach dein eigenes Ding – vertraue dir selbst

Ich habe mich damals mit diesem Blog extrem unter Druck gesetzt. Ich wollte zwanghaft, dass dieser Blog perfekt ist. Ich wollte unbedingt, dass dieser schnell ganz groß wird. Habe mich ständig mit anderen Bloggerinnen verglichen bis ich irgendwann gemerkt habe, dass ich damit ganz schnell aufhören muss. Ich wollte keine Kopie der anderen sein, was ich aber durch das ständige Vergleichen mit diesen geworden wäre. Ein billiger Abklatsch! Ich fühlte mich nicht mehr wohl, fühlte mich völlig ausgelaugt, immer rastlos. Das zieht natürlich ungemein an Energie, immer so sein zu wollen, wie die anderen. Immer hinterher zu rennen, sich immer mit anderen zu vergleichen. Ich habe dann mein eigenes Ding gemacht, habe auf mein Herz gehört und meine ganze Leidenschaft dort rein gesteckt. Habe mir ab dann immer selbst vertraut. Der Erfolg stellte sich dann auch irgendwann von ganz alleine ein.

„Wenn du mit Herzblut, Leidenschaft und Vertrauen in dich selbst an eine Sache gehst, kann nur etwas Gutes daraus werden.“

Heute vergleiche ich mich mit niemandem mehr, höre nur auf meine innere Stimme und mache mein eigenes Ding. Ohne Druck und ohne „perfekt sein“ zu müssen – immer mit dem Wissen, dass es sich gut anfühlt – genau das ist der richtige Weg!

Wir sollten einfach alle aufhören, ständig versuchen „perfekt sein“ zu müssen, sondern lieber uns selbst so annehmen wie wir sind. Jeder auf seine eigene tolle Art und Weise! Vielen Dank, liebe Katy, die zu dieser Blogparade aufgerufen hat. Hier geht es zu ihrem Artikel.

Namaste
Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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2 Comments

  1. Liebe Melanie,
    ich glaube auch, dass DAS der Schlüssel ist: Das tun, was man wirklich! wirklich! will und nicht dem hinterherrennen, was „man“ so macht. Ich muss da allerdings immer wieder gut auf mich achten – da hab ich in mir schon ein Grundprogramm und „die Gesellschaft“ (grins, Du weißt schon, das was „man“ halt so macht, was das Außen als „normal“ vorsetzt und so) begünstigt es ja doch deutlich, sich anzupassen, sich zu vergleichen und die Beste sein zu wollen. Ist ja so an sich ja auch nichts Schlimmes: Die eigene Wirkmächtigkeit zu erleben, gute Arbeit zu liefern, Zugehörigkeit zu anderen zu erfahren sind ja alles Gute Gründe für ein solches Verhalten – aber halt nicht um jeden Preis: Erfolg kann man nur haben, wenn man das tut, was man wirklich! wirklich! will – nicht wenn man irgendwas „Erfolgsversprechendes“ oder „Angesagtes“ tut!

    In diesem Sinn – lebe lieber unperfekt 😉

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