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Selbstbewusstsein stärken und Achtsamkeit

Selbstbewusstsein stärken und Achtsamkeit

Gastartikel von Asja (dickerbuddha.de)/Artikel enthält einen Werbelink*/Photo by Jose Luis Sanchez Pereyra on Unsplash

Es gibt diese Menschen, die mit ihrem Auftreten vom ersten Augenblick an überzeugen. Sie betreten den Raum und es scheint so, als könnte man ihr starkes Selbstwertgefühl riechen. Lass uns ehrlich sein: Diese Ausstrahlung zieht uns an. Wir bewundern selbstbewusste Menschen nicht nur. Wir wünschen uns ihre Freunde zu sein und mehr noch: Wir wollen so sein wie sie. Das erste Mal bemerkte ich meinen Mangel an Selbstbewusstsein im Beruf. 

Ich war immer zufrieden mit meinem Äußeren und konnte mich auch nie über meine Beziehungen beklagen. Als es nach dem Studium aber dann in den Berufsalltag ging, erwischte ich mich immer wieder bei dem Gedanken einfach nicht gut genug zu sein. Das Problem mit den Selbstzweifeln ist, dass sie sich ganz tief in dem Unterbewusstsein einnisten und uns von dort aus daran hindern, aus der Komfortzone auszubrechen. 

Sie sabotieren unsere Handlungen und erlauben uns somit nicht, das, wonach wir streben zu erreichen. 

Für mich war es ein selbstbewussteres Auftreten im Job. Für dich könnte es eine Liebesbeziehung, die Selbstständigkeit oder eine Reise sein, die du schon lange alleine angehen wolltest, aber aufgrund deiner Zweifel nie gewagt hast. 

Warum mangelt es uns an Selbstwert?

Unser Selbstwertgefühl bekommen wir bereits in der Kindheit vermittelt. Jedes Ereignis unserer Kindheit programmiert unser Unterbewusstsein. Der Ort, an dem auch das Selbstwertgefühl seinen Platz hat. Bis zu einem Alter von ca. acht Jahren wird das Unterbewusstsein und geschrieben. Kinder saugen dabei wie Schwämme Informationen und Glaubenssätze auf, darunter auch die verletzenden Worte von einem erschöpften Elternteil oder Lehrer. Diese, oft leider pessimistischen Glaubenssätze begleiten das Kind dann sein Leben lang. 

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Aber nicht nur Eltern und Erzieher können Auslöser für ein mangelhaftes Selbstwertgefühl sein. Im Laufe des Lebens können durchaus andere Ursachen für Selbstzweifel auftreten. 

Aber nicht nur Eltern und Erzieher können Auslöser für ein mangelhaftes Selbstwertgefühl sein. Im Laufe des Lebens können durchaus andere Ursachen für Selbstzweifel auftreten. Ein Phänomen, das in der heutigen Gesellschaft immer öfter auftritt, ist das unrealistische, verzerrte Bild, das Kinder und Jugendliche in den sozialen Medien vermittelt bekommen. In den sozialen Medien scheint jede und jeder ein perfektes Leben zu haben. 

Ein schönes Haus, regelmäßige Urlaubsreisen ans Meer, Markenkleidung und ein makelloses Erscheinungsbild – all das kriegen die meisten Kinder und Jugendlichen Tag für Tag zu sehen. Dabei entspricht ein Großteil gar nicht der Wirklichkeit, sondern wird nur für Insta & Co. vorgespielt. Die eigene Realität sieht meist anders aus. Der ständige Vergleich mit anderen ist ein häufiger Auslöser für ein mangelndes Selbstwertgefühl und den ständigen Gedanken nicht gut genug zu sein. 

Weitere Faktoren wie Mobbing oder persönliche Niederlagen im Leben können den Mangel an Selbstvertrauen weiter stark verschlimmern. 

Ja, es kann schwierig sein den exakten Grund für ein schwaches Selbstwertgefühl zu ermitteln. Jedoch gibt es an dieser Stelle auch eine gute Nachricht: Es ist gar nicht so wichtig den Ursprung zu finden. Viel wichtiger ist es Mittel zu entschlüsseln, die das Selbstwertgefühl steigern lassen. Wie du am Titel des Artikels schon erkennen kannst, heißt der Schlüssel Achtsamkeit. Im Folgenden werde ich dir erklären, wie du mithilfe von einigen achtsamen Gewohnheiten dein Selbstwertgefühl langfristig auf ein komplett neues Level beförderst.

Selbstbewusstsein stärken durch bewusste Gedanken

Bestimmt hast du dich schon ein Mal bei einem Gedanken “erwischt”. Genau das sollst du von nun an bewusst anstreben. Je öfter ein Gedanken in deinem Bewusstsein auftaucht, ohne von dir hinterfragt zu werden, desto stärker wird er. Er kommt immer und immer wieder, bis er in deinem Kopf verankert und fast schon zu einem Teil deines Charakters wird. 

Genau deshalb wollen wir den inneren Kritiker, den Pessimisten oder das Monster, das uns immer wieder an uns zweifeln lässt, in unseren Gedanken fangen. Werde dir deiner negativen Gedanken bewusst und hinterfrage sie. 

  • Woher kommt diese Überzeugung und stimmt sie überhaupt?
  • Oder übertreibst oder verkomplizierst du die Angelegenheit nur?

Während du deine Zweifel hinterfragst, schafft du Raum für bewusste Entscheidungen. Natürlich wird sich dein Mindset nicht von einem Tag auf den anderen ändern. Du bist dein ganzes Leben mit Überzeugungen durchs Leben spaziert, die du nun loswerden willst. So einfach werden sie dich aber leider nicht verlassen wollen. 

Achte darauf, deinen inneren Dialog immer wieder bewusst zu pflegen. Das bedeutet nicht nur, dir deiner negativen Überzeugungen bewusst zu werden, sondern diese auch mit etwas Positivem und Motivierendem zu überschreiben. Überlege dir: Was würdest du in dieser Situation jemandem raten, den du sehr liebst?

Du würdest ihm oder ihr Mut zusprechen, versichern, dass die Person es schafft oder einfach nur mit Verständnis und Liebe an seiner Seite sein. Nun geht es daran, diese Person für dich selbst zu sein.

Selbstbewusstsein stärken durch Achtsamkeit auf deine Stärken 

Menschen, die über ein nur schwaches Selbstwertgefühl verfügen, neigen dazu, ihren Fokus lediglich darauf zu legen, was sie nicht oder nur schlecht können. Sie konzentrieren sich nur auf ihre Fehler. Ich habe mich früher nach Feierabend immer nur damit beschäftigt, wozu ich an diesem Arbeitstag nicht gekommen bin. Ich nahm mir immer viel zu viel für einen Tag vor, setze mich selbst unter Stress und konnte als Normalsterbliche auch an zehn Stunden Arbeitszeit natürlich nicht meine übernatürlichen Ziele erreichen.

Die Aufgaben, die ich bewältigt hatte, hakte ich nur freudlos von der To-do-Liste und blendete die Erfolge anschließend aus. Am nächsten Morgen war mein erster Gedanke nach dem Aufwachen folglich: “Mist! Schnell an die Arbeit, ich habe noch soooo viel zu tun!” Daraufhin nahm ich mir wieder viel zu viel vor und der Teufelskreis wiederholte sich Tag für Tag, Woche für Woche bis ich irgendwann anfing mich zu fragen, was ich denn eigentlich gut machte. 

Wenn du anfängst deine Stärken und Erfolge zu feiern, dann versetzt du ganz einfach deine Aufmerksamkeit an einen anderen Punkt. Du hast keine Kapazität mehr, dich um deine Schwächen zu sorgen und deine Selbstzweifel zu nähren. Wenn du dir also öfter Selbstlob gibst, anstatt immer nur Selbstkritik, wird es auch dein Unterbewusstsein beeinflussen. Folglich wird es dir immer öfter Kraft geben, du fängst an, dein Lob zu verinnerlichen und wirst immer sicherer in dir selbst.

Am besten beendest du deinen Tag ab jetzt immer mit einem Stift und Papier. Mache dir klar, was deine Stärken sind und welche Erfolge du heute erzielt hast. Nimm dir ruhig einen Moment Zeit und lobe dich selbst. Feiere deine Errungenschaften, auch wenn sie nur so klein erscheinen. Sei nicht bescheiden! 

Gerne kannst du deine Freude auch mit einem guten Freund oder einem Familienmitglied teilen. Ich versichere dir, geteilte Freude ist doppelte Freude und du wirst garantiert noch mehr Lob und Unterstützung erhalten.

Selbstbewusstsein stärken durch Verlassen der Komfortzone

Den meisten von uns mangelt es an Selbstwertgefühl in einem unserer Lebensbereiche. Wir scheuen uns davor, aus unserer Komfortzone auszubrechen. Wir befürchten Ablehnung, haben Angst davor ausgelacht zu werden oder einfach zu enttäuschen. Naheliegend, warum wir lieber nichts tun und uns vormachen, es wäre okay, weil man einfach nicht für diese eine Sache geschaffen wäre. Unser Verstand ist ein Profi darin, Ausreden zu finden und Rechtfertigungen zu formulieren. 

So sabotieren wir uns selbst Tag für Tag. Und genau deshalb ist es so wichtig zu lernen, die eigene Komfortzone bewusst zu verlassen. Du musst nicht jedes Mal etwas Übernatürliches bewirken. Aber mache es dir zum Ziel, jeden Tag nur ein kleines Stück besser zu werden und deine Komfortzone nur um einen kleinen Schritt zu erweitern. So kannst du dir langfristig und nachhaltig ein gesundes Selbstwertgefühl aufbauen. 

Hier sind einige Vorschläge, die du schon heute dein Selbstbewusstsein stärken kannst: 

  • Lächle eine (attraktive) Person auf der Straße an.
  • Melde dich in einem Meeting zu Wort.
  • Es gibt da dieses Bild, welches du gerne posten würdest, aber dich nicht traust? – Tu es!
  • Lehne eine Sache ab, wenn du dich nicht wohl dabei fühlst. 

Das Schöne an diesen Minischritten ist, dass du dir nichts zu Verrücktes vornimmst. Doch auch deine kleinen Bemühungen werden Feedback von anderen hervorrufen. Du merkst, dass du nicht abgelehnt wirst, der Mensch auf der Straße zurücklächelt und die Kollegen deine Meinung schätzen. Du wirst dich selbst überraschen und kannst so Schritt für Schritt dein Selbstwertgefühl stärken.

Selbstbewusstsein stärken durch Meditation

Als letzten Tipp möchte ich dir noch zur Meditation raten. Sie trainiert deine Achtsamkeit wie einen Muskel und verhilft so dazu, die anderen Schritte einfacher zu befolgen und dir im Alltag deiner Gedanken bewusst zu werden. Studien belegen, dass Achtsamkeit die Eigenwahrnehmung stärkt und als Folge das Glücks- und Wohlempfinden steigert. 

Die Meditation lehrt dich außerdem, mit Stress umzugehen und weniger stark auf negative Ereignisse zu reagieren. So gewinnst du die Gabe, auch in ungemütlichen Situationen einen kühlen Kopf zu bewahren und bewusst zu agieren. Du wirst ausgeglichener und selbstbewusster und kannst deinen Kopf von negativen und selbstzerstörerischen Gedanken befreien. Außerdem stärkst du durch eine regelmäßige Meditationspraxis deine Willensstärke. Dabei beweist du dir selbst, dass du dazu fähig bist, dein Vorhaben umzusetzen und gewinnst so an Selbstvertrauen. 

Es gibt verschiedene Ansätze durch die Meditation dein Selbstwertgefühl aufzubauen. Für Meditationsanfänger eignen sich geführte Meditationen sehr gut. Auf Youtube findest du zum Beispiel eine breite Auswahl an geführten Meditationen, die darauf abzielen, dir beim Aufbau deines Selbstwertgefühls zu helfen. 

Fazit

Für eine abschließende Zusammenfassung eignet sich das folgende Zitat.

“Die beste Weise, sich um die Zukunft zu kümmern, besteht darin, sich sorgsam der Gegenwart zuzuwenden. “

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Egal welches Ziel du verfolgst, du kannst es nur erreichen, in dem du kleine Schritte, kleine Überwindungen im Hier und Jetzt angehst. Bewusste Handlungen, für die du dich JETZT entscheidest, beeinflussen nämlich nicht nur den Moment, sondern formen auch deinen Verstand für zukünftige Ereignisse. Sei achtsam, reflektiere deine Gedanken und deine Handlungen und bleibe fair gegenüber dir selbst. Ich wünsche dir viel Erfolg auf deinem Weg zu einem stärkeren Selbstwertgefühl.

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