Stress ade mit Fräulein Stressfrei

Stress ade mit Fräulein Stressfrei

Gastbeitrag von Anna von Fräulein Stressfrei


Du kennst sie sicher auch. Diese Tage, an denen einfach alles schief geht. Du fällst fast aus dem Bett und stellst erschrocken fest, dass es schon viel zu spät ist. Zack. Zumindest bist du nun auch gleich hellwach. „Vielen Dank, liebe Snooze-Funktion!“. Ab ins Bad, vorher die Kaffeemaschine anstellen, anziehen. Jacke schnappen, Schuhe an, einen Schluck aus der Kaffeetasse. Endlich sitzt du im Auto. Kaum losgefahren piept dich deine Tankanzeige an. „Egal, getankt wird heute Nachmittag.“. In zehn Minuten solltest du im Büro sitzen. Stau. Herzlichen Glückwunsch. „Das ist ja ein prima Start in den Tag. Es kann ja nur besser werden.“.

Die Wahrheit ist: Tage, die so anfangen werden meistens nicht besser, sondern eher schlimmer.

Stressfrei im Alltag

Das Alltagsmonster hat dich fest im Griff.
Viele meiner Tage begannen so. Oft kam ich nicht rechtzeitig aus dem Bett, hetzte durch den Tag um alle meine To-Dos zu erledigen und brach abends auf der Couch gemütlich zusammen. Beruflich wie privat war ich im Dauerstress, ohne dass ich es merkte. Pausen machte ich erst, wenn ausnahmslos alles erledigt war. Leider war das so gut wie nie der Fall. Es gibt natürlich immer etwas zu tun. Ich dachte, das alles wäre normal. So ist das eben, wenn man erwachsen ist. Man hat Aufgaben, Pflichten und muss sehen, dass man alles geregelt bekommt. Das Leben ist schließlich kein Ponyhof.

Und so rennst du von Tag zu Tag, freust dich am Montag schon auf den Freitag, bedauerst am Sonntag, dass das Wochenende viel zu kurz war für ein bisschen Erholung. Du bist gefangen zwischen deinen Strukturen und Gewohnheiten und versinkst im Sumpf des Alltags. Soll das wirklich dein Leben sein? Schaffst du es so überhaupt bis zur Rente? Was hast du eigentlich von deinem Leben? Möchtest du wirklich ständig so müde und gestresst sein?

Finde deine Auszeit

Finde dein persönliches Stressmonster.
Im Spätsommer letzten Jahres dachte ich bei einem Glas Wein nun endlich über meine Gewohnheiten und meinen Alltag nach. Ich war zurück von meiner Hautärztin, die mir versicherte, dass mein Haarausfall und meine schlimmen Hautunreinheiten stressbedingt sind. Stressbedingt. Aha. Daran sollte ich wohl jetzt endlich arbeiten.

Meine Gedanken sahen ungefähr so aus:
„Ich nehme mir keine Zeit für Dinge, die ich mag. Ich habe schon ewig kein Buch mehr gelesen und zum Sport gehe ich auch nicht. Ich hatte mir vorgenommen mit Yoga zu beginnen. Eine Anfänger-Dvd liegt bereit – sie muss nur noch den Weg in den Dvd-Player finden. Malen tue ich auch nicht mehr. Meine Tage haben vermutlich weniger Stunden als die der anderen Leute. Ich erledigt immer alles sofort und wenn möglich auch perfekt. Ich lasse mir nur ungern helfen, da ich lieber die Kontrolle über alles behalte. Mir vertraue ich eben am meisten.“

Stressbewältigung im Alltag

Meine Stressmonster waren also gefunden. Nun startet mein Projekt „Kampf dem Stressmonster“. Mein kleiner Blog wird hierbei meine Plattform. Ich möchte Mittel und Wege finden, um mein und auch dein Leben stressfreier zu gestalten. Von kleinen Achtsamkeitsübungen, über Alltagshelfer bis hin zu Yoga und stressfreien, gesunden Rezepten. Auf meinem Blog möchte ich nach und nach eine bunte Sammlung mit vielen verschiedenen Beiträgen rund um das Thema „Stressbewältigung im Alltag“ erstellen.

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Sei dabei. Der Anfang ist leichter als du denkst. Starte mit Kleinigkeiten und Gewohnheitsänderungen. [Um nicht so chaotisch in den Tag zu starten, wie ich es zu Beginn beschrieben habe, ist es wichtig eine gewisse Morgenroutine zu haben. Hierzu findet ihr einen Beitrag auf meinem Blog.]

Achtsam im Alltag

Sei achtsam.
Achtsamkeit ist die Eigenschaft, einen Moment ganz bewusst wahrzunehmen. Wir rennen durch den Alltag und viele Dinge tun wir automatisch während wir mit etwas ganz anderem beschäftigt sind. Es gibt viele verschiedene Übungen, die deine Achtsamkeit trainieren können. Für den Einstieg in die Achtsamkeit versuche es doch bei deiner nächsten Mahlzeit mit dieser Übung:

Achtsamkeit beim Essen

Isst du während du fern siehst oder vor dem Laptop sitzt? Dann solltest du genau jetzt damit aufhören. Beobachte dich selbst beim Essen. Nimm bewusst wahr, wie du isst, was du isst und warum du isst. Nimm bewusst wahr, was geschieht. Nimm den Duft deiner Mahlzeit wahr. Wie sieht dein Essen aus? Konzentriere dich auf dein Kauen und nimm den Geschmack wahr. Woran denkst du beim Essen? Nimm diese Gedanken bewusst wahr. Woran merkst du, dass du satt bist? Genießt du dein Essen? Probiere es einfach mal aus. Vielleicht stellst du sogar fest, dass dein Essen nun besser schmeckt.

Stress durch Perfektionismus

Sei nicht so perfekt.
Bist du auch so ein Perfektionist und Kontrollfreak, der immer alles selbst machen möchte? Muss deine Wohnung immer pikobello sauber und ordentlich sein? Bist du nur zufrieden, wenn du deine To-Do-Listen abends vollständig erledigt hast? Vielleicht sitzt dein Stressmonster auch nur in deinem Kopf und nicht außerhalb. Versuche deine Anforderungen an dich selbst zu analysieren. Muss das Projekt tatsächlich heute noch fertig werden, damit dein Chef von der Überpünktlichkeit seiner besten Mitarbeiterin begeistert ist? Kann dein Partner das Bad nicht ebenso gut putzen, wie du es tust? Er hat es dir doch angeboten. Warum störst du dich daran, dass er die Ecke hinter dem Regal übersieht? Sei dankbar, dass er dir diese Arbeit abgenommen hat. Vielleicht ist es für ihn sauber genug. Bevor du einen Streit vom Zaun brichst und „nachbessern“ möchtest, überlege doch einmal, ob es vielleicht nicht auch „gut“ so ist, wie er es gemacht hat. Muss es denn in deinen Augen „perfekt“ sauber sein?

Lerne „Nein“ sagen

Ich denke, dass viele von uns völlig falsche Anforderungen an sich selbst stellen. Alles muss perfekt sein. Immer höher, schneller, weiter. Was denkt mein Umfeld von mir? Mache ich es auch wirklich allen recht? Kann ich vielleicht noch besser werden? Diese Denkweisen solltest du im wahrsten Sinne des Wortes dringend überdenken. Lerne „Nein“ zu sagen. Bist immer du die Person, die für die Kollegin einspringt, wenn diese mal wieder „krankfeiert“? Bist immer du die Person, die das Geschenk organisiert und von allen anderen Freunden das Geld einsammelt? Bist immer du die Person, die Klassentreffen organisiert? Wenn nicht du, wer sonst? Irgendjemand muss es ja machen. Irgendjemand, ja. Aber warum ausgerechnet immer du? Du hast es deinen Kollegen, deiner Familie, deinen Freunden und Bekannten sozusagen anerzogen. Jeder weiß, dass er sich auf dich verlassen kann.

Ab und an „Nein“ zu sagen kann dir so viel stressfreie Zeit schenken. Probiere es doch einfach mal aus und sei auf die Gesichter deines Umfeldes gespannt.
Wenn du mehr von Anna kennenlernen möchtest, dann schau doch mal auf ihrem Blog vorbei.

Vielen Dank, liebe Anna, für deinen Gastbeitrag.
Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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4 Kommentare auf "Stress ade mit Fräulein Stressfrei"

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[…] mehr durch deinen Kopf, du bist völlig relaxt. Genau diesen Zustand gilt es zu erreichen um Stress abzubauen. Je entspannter wir den Alltag meistern um so angenehmer ist dies für uns und unseren Körper. […]

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[…] bringst mich wieder in Balance, liebes Yoga. Führst mich immer wieder zu meiner inneren Mitte, beruhigst mich, wenn ich nach einem langen Tag aufgewühlt und gestresst bin. Du nimmst mir die Schmerzen, wenn […]

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[…] in Horn-Bad Meinberg gebucht? Wie kam es dazu? Da ich privat und beruflich im Moment ziemlich viel Stress habe, trage ich mich schon länger mit dem Gedanken, mal nur etwas für mich zu tun. Spontan habe […]

Philomena
Gast

Ich muss bei Ihhnen dafür bdanken diese wunderbaren lesen !!
Ich aauf jeden Fall luebte bisschen es. Icch habe als Favborit gespeichhert Sie
bitte zuerst neue Sachen, die Sie veröffentlichen …