Yoga und Feng Shui

Yoga und Feng Shui

Gastartikel von Petra Coll Exposito von www.feng-shui.de


Yoga und Feng Shui haben sehr viel gemeinsam

Seit einigen Jahren praktiziere ich ausschließlich Yoga, obwohl ich erst mit Qi Gong angefangen hatte. Mein damaliger Feng – Shui Lehrer war auch Qi Gong Meister und so kam es, dass ich täglich meine Übungen machte. Als ich dann Jahre später zu Yoga Vidya nach Bad Meinberg gerufen wurde, kam es zu meinem ersten Kontakt mit Yoga. Ich sollte nun das neue Haus „Shanti“ nach den Kriterien des Feng-Shui bewerten. Um das Haus wohnlicher zu machen und dem Yoga entsprechend aufzuwerten, sollten vor allem Ideen und Inspirationen eingebracht werden. Die Aufgabe war, eine ehemalige Kurklinik aus deren Sterilität zu holen und in ein Seminarzentrum zu verwandeln. Bei jedem Besuch, während der Beratungszeit, kam ich dem Yoga näher. Mein Qi Gong wurde vermehrt „zur Seite geschoben“, um den Yogaübungen Platz einzuräumen. Begeistert haben mich viele Punkte, die eben auch im Feng-Shui zu finden sind. Zusätzlich hat sich für mich herausgestellt, dass es sehr viele Gemeinsamkeiten gibt. Diese will ich einmal aufzählen. Denn wer an Feng-Shui denkt, hat erstmal keinen Bezug zum Yoga, obwohl es viele gleiche Punkte im
Yoga und Feng-Shui gibt. Jedoch werden diese aus einem anderen Blickwinkel betrachtet gesehen.

Yoga und Feng Shui – Achtsamkeit

Schon in meiner ersten Yogastunde kam mir dieser Begriff so vertraut vor. Achtsamkeit war das Schlüsselwort während meiner Übungen. Im Feng-Shui ist es sehr wichtig, sich des Raumes bewusst zu sein. Jedes Zimmer sollte von Beginn an achtsam begutachtet werden – vor allem, ob sich alles wohnlich und wohlig anfühlt. Sind alle Gegenstände im Raum mit Sorgfalt und Liebe ausgesucht und platziert? Oder schweben noch die ungeliebten Dinge der Exfreundin/des Exfreundes im Zimmer herum? Wie sieht es mit kaputten oder abgewohnten Möbeln und Deko aus? Sind alle Tassen und Teller makellos oder gibt es schon Risse oder sogar defekte Ecken? Im Feng-Shui ist es ganz wichtig, sich nur mit Dingen zu umgeben, die wir lieben und für schön empfinden. Schließlich wirkt sich jedes Zimmer auf unsere Stimmung aus. Deshalb haben wir Menschen die Möglichkeit in unsere Gefühlswelt einzugreifen, indem wir unsere Umgebung achtsam betrachten. Daraus können wir erkennen, was sich nicht gut in unseren Räumen anfühlt.

Yoga und Feng Shui – Flexibilität

Schon im Qi Gong konnte ich die Worte hören: Je flexibler, desto eher hat der Mensch die Chance, alt zu werden. Es gab sogar das Mantra „langer Atem, langes Leben“. Genauso sehe ich das im Feng-Shui. Wenn ich zu einer Beratung komme und der Kunde in seinem Leben viele Schwierigkeiten hat, heißt es oftmals, ich kann nichts ändern. Aber gerade dann, wenn es Liebeskummer, finanzielle Sorgen und gesundheitliche Probleme gibt, ist es das Wichtigste, seinen Blickwinkel zu verändern. Häufig ist es die neue Position des Schreibtisches, die frischen Schwung in das

Geschäft bringt. Auch kann die Stellung des Bettes wieder zu mehr Lebensenergie führen, da sich hierdurch der Schlaf verbessert. Flexibel zu sein, heißt für mich, sich dem Feng-Shui der momentanen Situation zu stellen. Jedoch bedeutet es auch, etwas zu verändern, damit sich eben diese Situation neu ausrichten kann. Zur besseren Veranschaulichung habe ich auch ein Beispiel: Ein Ladenlokal mit wenig Kundschaft sollte seine Kunden überraschen, jedoch nicht durch Stagnation und den eigenen Gedanken „Es kommt so und so keiner“. Stattdessen sollten die Kunden durch eine neue Einrichtung mit Farbakzenten angesprochen und in den Laden gelockt werden.

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Bewusstsein

Das Bewusstsein erweitert sich im Yoga ähnlich wie im Feng-Shui. Denn wer auf seine Gefühle und innere Stimme hört, wird sich nicht täuschen lassen. Das gilt auch für den eigenen Raum und die Möblierung. Wer kennt das nicht? Eigentlich schlafe ich sehr gut auf der Couch im Wohnzimmer. Aber da es ein Bett gibt, wird irgendwann die innere Stimme laut und schickt einen in dieses Bett. Kaum im Schlafzimmer angekommen, gibt es keinen Schlaf mehr. Oder ist es vielleicht der ungeliebte Schreibtisch? Überall wird gearbeitet, sei es der Esstisch oder die Couch, aber am Schreibtisch überfällt einem die Blockade. Für eine solche Situation wäre mein Tipp, erstmal selbst versuchen bewusst zu fühlen, ob der Platz wirklich der richtige ist. Danach kann geschaut werden, welche Veränderungsmöglichkeit es geben könnte. Schon manch ungeliebtes Bett wurde durch eine Feng-Shui-Beratung zum Lieblingsort.

Einkehr

Durch das „von außen“ hektische Leben sind wir geneigt, nicht mehr selbst auf unsere eigene innere Uhr zu hören. Stress und Druck von der Arbeit lasten auf unseren Schultern. Zuhause geht der Stress dann gerade so weiter. Elektrische Geräte pulsieren 24 Stunden rund um die Uhr. Der Fernseher verbreitet die Information, was sich „außen“ in der Welt alles abspielt und das Radio will uns das neueste Deospray verkaufen. In unserem Leben befinden sich einfach viel zu wenig Ruhepole. Darum sollte das eigene Heim einen Platz haben, wo sich die Seele entspannen und vor allem alle Sorgen und Nöte fernhalten kann. Ein wichtiger Tipp ist, einen Platz im Haus oder in der Wohnung zu kreieren, der die eigene Seele wieder baumeln lässt. Einkehr, Meditation und Ruhe lassen uns Menschen aufatmen und kreative Ideen verwirklichen. Es gäbe noch einige weitere Gemeinsamkeiten. Meiner Ansicht nach ist es gerade wichtig, sich wieder mit den wesentlichen Dingen im Leben zu beschäftigen. Denn es geht darum, seine eigene spirituelle Anbindung wieder zu finden. Werte wie Menschlichkeit, Loyalität, Friedfertigkeit und Nächstenliebe sollten in meinen Augen wieder mehr gelebt werden. Damit kann das Menschsein die nächste Ebene erreichen und wir können alle glücklich und zufrieden leben. Yoga beflügelt durch seine Formenvielfalt.
Feng-Shui gibt den Raum für diese Form. Beides können wir nutzen, um für uns selbst das eigene Glück zu finden.

Vielen Dank liebe Petra Coll Exposito, für diesen wunderschönen Artikel. Wenn du gerne mehr über Feng-Shui erfahren möchtest, schau doch mal auf der Webseite von ihr vorbei.

Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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