Written by 13:09 Achtsamkeit, Detox, Emotion, ganzwunderbar

Angst vor Emotionen – vor den emotionalen Themen flüchten

Es gibt Menschen, die verbringen ihre Tage so, dass sie sich niemals mit ihren Emotionen auseinande…
Angst vor Emotionen

Kennst du das auch? Es gibt Menschen, die haben Angst vor Emotionen. Die verbringen ihre Tage so, dass sie sich niemals mit ihren Emotionen auseinander setzen müssen. Immer unterwegs, immer rastlos, immer in Bewegung, immer unter anderen Menschen um sich ja nicht mit den eigenen Gefühlen auseinander setzen zu müssen. Das würde nämlich bedeuten, dass diese Gefühle einen übermannen können.

Wenn Sie dann doch einmal alleine sein müssen, wird sich oft mit Computerspielen, fernsehen oder anderen Tätigkeiten abgelenkt. Es gilt vor allen Dingen zu vermeiden, dass die Gefühle nach oben brechen und Schmerzen verursachen.

Wie ein Ball im Wasser, der immer wieder am Auftauchen gehindert wird, werden die Emotionen jeden Tag wieder erstickt und runtergedrückt.

Angst vor Emotionen mithilfe durch Verdrängung

Wir alle haben Menschen in unserem Leben verloren. Menschen, die uns sehr an das Herz gewachsen sind. Menschen, die von einem Tag auf den anderen aus unserem Leben gegangen sind. Das sind oft Schockmomente, die man erstmal aufarbeiten muss. Trauerarbeit steht hier an erster Stelle. Man sollte sich einige Zeit zum Trauern nehmen und dann versuchen den Alltag wieder zu meistern. Menschen, die aber verdrängen, trauern erst gar nicht richtig. Man hört dann so Aussagen wie: „Ich habe noch nicht mal bei der Beerdigung geweint.” Das ist natürlich ein ganz schlechtes Zeichen, wenn man von Anfang an seinen Gefühlen keinen freien Raum gibt, dass sich diese entfalten können.

Emotionen verdrängen und dessen Konsequenzen

Das Problem im Verdrängen von Emotionen liegt darin, dass wir diese in unserem Körper, in unseren Zellen und in unserem Unterbewusstsein speichern. Die Trauer ist im ganzen Körper verteilt. Wenn wir nun anfangen unsere Gefühle zu verdrängen in die Tiefen des Unterbewusstseins, sind diese Gefühle zwar erstmal nicht mehr sichtbar, aber sind immer noch da und könnten immer und überall hochbrechen.

Emotionen und Gefühle wollen gesehen werden und wollen gefühlt werden. Wenn wir diese verdrängen, bauen wir eine Mauer um unser Herz auf. Mit jedem neuen, traurigen Ereignis, wird die Mauer höher und höher und irgendwann ist man im Alter ein frustrierter und herzloser Mensch geworden, weil man seine Gefühle ignoriert bzw. verdrängt hat.

Angst vor Emotionen durch zu großen Schmerz

In unserer Kindheit haben wir nie wirklich gelernt, auf unsere Gefühle zu hören. Vor allen Dingen wurden die Jungs so erzogen, dass sie keine Schmerzen und Gefühle zeigen dürfen. Bis heute werden die Kinder so erzogen. Ganz nach dem Motto: Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Das Problem beim Verdrängen der Gefühle ist, dass man irgendwann emotional komplett abstumpft. Wir stumpfen ab, damit wir nicht mehr fühlen müssen. Diese geschieht aber auch auf der positiven wie auch auf der negativen Seiten. Wir spüren dann auch irgendwann keine Freude mehr, aber eben auch keinen Schmerz. Die totale emotionale Verkrüppelung.

Wieder anfangen zu leben und den Schmerz zulassen

Wir müssen in unserer Gesellschaft wieder lernen, dass es immer zwei Seiten gibt. Das positive wie auch das negative. Freude und Leid. Wir müssen wieder lernen, dass auch Schmerzen, traurige Emotionen und Trauer zu unserem Leben dazu gehören und das wir keine Angst vor dem Fühlen haben brauchen. Wir müssen uns genug Zeit nehmen, unsere Trauer zu verarbeiten, diese Emotionen anzuschauen und vor allen Dingen nicht zu verdrängen. Wir müssen diese Trauer fühlen und in uns integrieren und vor allen Dingen akzeptieren, um sie dann aufzulösen. Nur so kann Heilung entstehen.

Namasté

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