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Meditation lernen – 8 Schritte für Anfänger

Ich gebe dir hilfreiche Tipps, um eine Meditation zu lernen.
Meditation lernen

Erfahrungsbericht/Image by Juuucy from Pixabay 


Hast du schon mal von Meditation gehört und würdest diese gerne einmal ausprobieren? Du weißt aber nicht, wie du eine Meditation ausführen sollst? Dann ist dies der richtige Artikel für dich. Ich gebe dir hilfreiche Tipps, um eine Meditation zu lernen. Ebenso schildere ich dir meine Erfahrungen, die ich am Anfang gemacht habe.

1. Meditation lernen ohne Zeitdruck

Nimm dir als allererstes Zeit für deine Meditation. Mal eben eine Meditation zwischendurch schnell einplanen und durchführen, wird nicht funktionieren. Nimm dir ganz bewusst Zeit für dich und komme erstmal bei dir selber an. Vor allen Dingen setze dich nicht unter Zeitdruck, denn dann wird eine Meditation nicht funktionieren. Du brauchst Zeit für deine Meditation. Das ist der allerwichtigste Punkt, um komplett runterzufahren und bei dir anzukommen.

2. Alle Störfaktoren für die Meditation ausstellen

Stelle alle technischen Geräte wie dein Handy und Telefon aus. Achte darauf, dass du für ca. eine Stunde nur Zeit für dich hast und nicht gestört wirst. Versuche alle Hintergrundgeräusche zu eliminieren, indem du die Fenster schließt, falls es draußen zu laut sein sollte. Du kannst die Meditation komplett im Stillen machen, indem du dich auf deine Atmung konzentrierst oder du machst leise Meditationsmusik an. Das sind die einzigen Geräusche, die erlaubt sind. Du wirst nach ein paar Mediationssitzungen selber merken, was dir besser liegt. Im Stillen oder mit Musik.

Ebenso kannst du natürlich auch in der Natur zum Beispiel im Wald meditieren, um dich komplett mit dir und der Natur zu verbinden. Da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt.

3. Meditation lernen mit Meditationsmusik oder im Stillen

Ich habe beide Varianten ausprobiert. Wenn du komplett in der Stille meditierst, kannst du dich auf die Hintergrundgeräusche wie Vogelgeräusche oder auf deine Atmung konzentrieren. An manchen Tagen braucht man einfach die Stille, um komplett runterzufahren. An manchen Tagen benötigt man leise Meditationsmusik. Hier gibt es die unterschiedlichsten Musikarten auf youtube. Dort kannst du einfach Meditationsmusik eingeben und kannst dir aus etlichen Videos eins aussuchen. Es gibt Musik mit Klangschalen, mit Meeresrauschen, Naturgeräusche wie Vögel oder Shanti und Mantra Klänge. Schau dich dort gerne einmal um und finde deine Lieblings-Meditationsmusik.

4. Richte dir deinen Meditationsplatz ein

Suche dir einen schönen Platz in deiner Wohnung, wo du einen dauerhaften Meditationsplatz einrichten kannst. Du kannst dir ein Sofakissen nehmen und dich darauf in den Schneidersitz setzen oder du nimmst eine Meditationsbank oder ein Meditationskissen. Hier gibt es die unterschiedlichsten Kissen in den unterschiedlichsten Farben, Größen, Formen und Materialien. Gerade wenn du Knieprobleme hast und nicht lange im Schneidersitz sitzen kannst, ist eine Meditationsbank genau das Richtige für dich. Aber für den Anfang genügt auch erstmal ein Kissen. Wenn auch dies nicht geht, kannst du dich auch gerade auf einen Stuhl setzen.

Setze dich in den Meditationssitz. Nimm dir auch gerne noch ein Kissen dazu, um es unter deine Knie zu legen, falls du Knieprobleme haben solltest. Strecke deine Arme gerade aus und lege diese auf deinen Knien ab. Forme mit dem Daumen und dem Zeigefinger einen Kreis und spreize die restlichen Finger ab. Richte dich auf und strecke deine Brust raus. Und nun heißt es atmen!

5. Meditation lernen und bei dir ankommen

Nun heißt es, die Welt draußen einfach die Welt sein zu lassen und alles um dich herum auszustellen. Gar nicht so einfach, wenn die ganze Zeit die Gedanken kreisen. Habe ich recht? Aber genau darum geht es in der Meditation.

Du lernst durch die Meditation deine Gedanken abzustellen und vor allen Dingen Herr deiner Gedanken zu werden.

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Wenn die Gedanken kommen, schiebe sie behutsam und vor allen Dingen ohne Druck beiseite. Nimm zu Anfang ganz bewusst drei bis fünf tiefe Atemzüge und konzentriere dich zuerst einmal auf deine Atmung. Atme ganz bewusst durch die Nase in deinen Bauch ein und ganz bewusst durch die Nase wieder aus. Komme bei dir selber an und fühle erstmal in dich hinein. Wie fühlst du dich? Nimm deinen Körper ganz bewusst wahr. Wo tut es in deinem Körper weh, wo hast du Schmerzen? Nimm alles wahr aber bewerte nicht.

6. Werde der Beobachter deiner Selbst in der Meditation

In der Meditation geht es darum, der Beobachter deiner Selbst zu werden. Wie soll das denn gehen, fragst du dich jetzt vermutlich. Es geht in der Meditation darum, deine Gefühle, deine Gedanken, deine Schmerzen im Körper und alles, was dir dein Körper signalisiert, wahrzunehmen aber nicht zu bewerten. Du wirst zum Beobachter und wertest nicht. Vor allen Dingen nicht deine Gedanken.

Im Buddhismus heißt es, du bist nicht dein Körper und auch nicht deine Gedanken. Das, was dann noch übrig bleibt, ist dein SELBST. Das bist du!

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Genau darum geht es. Wer bist du wirklich, wenn du nicht dein Körper bist und nicht deine Gedanken? Was bleibt dann noch übrig? Das, was übrig bleibst ist dein SELBST. Dein SELBST- BEWUSST-SEIN wird gestärkt. Das bist du, ohne in irgendeine Rolle zu schlüpfen. Als ich dieses Gefühl zum ersten Mal gespürt habe, hatte ich das Gefühl, mich durchströmt ein enormes Glücksgefühl. Diesen Zustand gilt es zu erreichen.

7. Keine Erwartungen in der Meditation

In der Meditation geht es darum, nichts abliefern zu müssen, so wie wir es jeden Tag im Alltag machen müssen. Jeden Tag haben wir unzählige Aufgaben zu erledigen. Wir müssen jeden Tag Erwartungen an andere erfüllen. Wenn du die Meditation lernen möchtest, geht es darum, alle Erwartungen abzustellen. Auch hier gilt, erwarte nichts von dir während der Meditation. Wenn du merkst, dass du deine Gedanken nicht abstellen kannst, dann ist das so. Erwarte nicht zu viel und nimm dich so an, wie du bist. Beim nächsten Mal wird es besser klappen.

8. Übung macht den Meditationsmeister

Nimm dir zu Anfang ungefähr zehn Minuten Zeit und schaue erstmal, wie du dich überhaupt in der Meditation fühlst. Ich hatte am Anfang das Gefühl, dass ich das niemals hinbekommen werde, meine Gedanken abzustellen. Ich hatte so eine große Unruhe in mir, dass ich mich nicht auf mich selber konzentrieren konnte. Ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, dass ich wieder aufstehen muss. Ich hatte das Gefühl, dass die Ruhe mich noch mehr stört und noch unruhiger macht. Das ist ganz normal für den Anfang. Je länger und öfter du übst, umso leichter fällt dir die Meditation. Du kannst auch nichts falsch machen.

Spüre in dich hinein, fühle, höre und rieche. Konzentriere dich auf deine Sinne. Nach ein paar Minuten wird sich dann vermutlich dein Körper melden. Deine Knie tuen weh oder dein Rücken zwickt. Auch dies wird nach einigen Meditationssitzungen besser. Das ist auch der Grund, wieso man vor der Meditation Yoga macht. Der Körper wird durch die Yogaübungen, die Asanas, auf die Meditation vorbereitet und fährt herunter. Ganz nach dem Motto: Ruhiger Körper, ruhiger Geist!

Meine Erfahrungen mit einer Meditation

Ich bin mittlerweile bei einer Meditationsstunde angekommen. Dies wurde von Mal zu Mal besser und ich habe kontinuierlich die Zeit erhöht. Du wirst schnell merken, was dir guttun wird. Meditation ist ein ganzwunderbares Werkzeug in der heutigen Zeit, um sich wieder selber zu erden und wieder in Balance zu kommen. Wir stehen jeden Tag unter Strom, unser Gedankenkarussel fährt täglich seine Runde. Immer höher, schneller und weiter. Mithilfe der Meditation können wir uns wieder mit uns selbst verbinden. Wir sind glücklicher und ausgeglichener, wenn wir regelmäßig meditieren und unsere Gedanken stoppen. Es gibt sogar Studien, dass Meditation gegen Depressionen helfen soll, bei Migräne helfen kann und das Immunsystem stärkt.

Ich wünsche dir nun viel Spaß bei deiner ersten Meditation.

Namasté


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