Meditation und MBSR zur Suizidprävention · Blogparade

Meditation und MBSR zur Suizidprävention · Blogparade

Heute möchte ich über ein weniger erfreuliches Thema schreiben – über den Suizid, bei dem in Deutschland jährlich fast 10.000 Menschen sterben. Ich möchte mit diesem Artikel einen Beitrag zum Welttag der Suizidprävention leisten. Heutzutage ist eine Depressionen immer noch eine Krankheit, die in unserer Gesellschaft nicht wirklich akzeptiert wird. Immer noch werden Menschen mit Depressionen als „bekloppt“ oder „verrückt“ abgestempelt und somit in eine Schublade gesteckt. Wobei man hier die Krankheit genauso wie andere Krankheiten als organisches „Versagen“ ansehen sollte. Bei den Depressionen ist es halt das Gehirn, was falsche Signale sendet.

Es gibt immer eine Lösung

Ich möchte dir mit diesem Beitrag ein wenig die Augen öffnen, dass man mit anderen Mitteln wie zum Beispiel mit der Meditation und der MBSR Methode auch aus der Depression kommen kann. Vielleicht überdenkst du dann nochmal den letzten, endgültigen Schritt zu tun. Denn mit diesem letzten Schritt wird alles vorbei sein. Nicht nur die negativen Erlebnisse, auch die guten, die das Leben so lebenswert machen. Es gibt immer eine Lösung, auch wenn man dies zur Zeit der Depression nicht sieht. Es gibt so viele Möglichkeiten einen anderen Weg zu suchen und dich selbst aus der jetzigen Situation zu ziehen. Steige aus dem Gedankenkarussel raus.

Einfach mal rumsitzen! Was passiert bei Meditation im Gehirn?

 

Die Gedanken sind zerstörerisch

Bei vielen Depressiven sind es die Gedanken, die den Erkrankten letztendlich dazu führen lassen, den letzten Schritt zu tun. Die Gedanken zeigen einem nur noch das Negative auf, zeigen wie schlecht das Leben ist. Was ja so nicht stimmt. Ich denke, du weißt wovon ich spreche. Du kannst einfach nicht mehr über den Tellerrand hinaus schauen. Du musst lernen, das die schlechten Gedanken nicht die Wahrheit sind. Denn die schlechten Gedanken sind auch nur Gedanken, die du beiseite schieben kannst, auch wenn sich das gerade unmöglich für dich anhört. Bei Depressionen spielen diese schlechten Gedanken ein „Spiel“ mit dir und du glaubst, es sei die Wahrheit.

Raus aus dem schwarzen Loch

Es gibt viele Möglichkeiten aus der Depression zu kommen. Ich möchte dir heute die Möglichkeit mit Hilfe von achtsamkeitsbasierten Verhalten (Mindfulness-Based Stress Reduction – MBSR) und Meditation vorstellen. In vielen wissenschaftlichen Studien wurde die MBSR Methodik und Meditation bei depressiven Patienten angewendet und hat zum Erfolg geführt. Durch diese Methoden kannst du lernen, dich auf dich selbst zu konzentrieren. Du lernst deine schlechten Gedanken zu stoppen, dass du deine Gedanken steuern kann. Mithilfe von Atemübungen und Achtsamkeitstraining, lernst du auch wieder im Hier und Jetzt zu sein. Du lernst dich auf den jetzigen Moment zu konzentrieren. Hier geht es auch zur Webseite von dem MBSR Verband, wo du alle weiteren Informationen bekommst: http://www.mbsr-verband.de/

Hilfe durch Meditation – raus aus der Depression

Ich möchte die jetzt eine Übung zeigen, die dir helfen soll, wenn du gerade wieder in ein tiefes Loch fällst. Setze dich im Lotussitz oder Schneidersitz auf den Fußboden. Hierzu kannst du dir gerne auch ein Kissen unter den Hintern legen, damit du bequemer sitzen kannst. Mache dir eine schöne Duftkerze an und stelle dir leise Meditationsmusik (youtube) an. Aber auch ohne Musik kannst du die Übung ausführen. Forme mit dem Zeigefinger und dem Daumen ein O, indem sie sich berühren und spreize die restlichen Finger gerade aus. Strecke die Arme und lege diese auf deinen Knien ab. Schließe deine Augen und konzentriere dich voll und ganz auf deine Atmung. Die Gedanken werden direkt kommen. Das ist auch okay so. Akzeptiere diese Gedanken und schiebe diese direkt wieder beiseite, wie Wolken, die du weiterschieben würdest, damit du die Sonne wieder siehst. Konzentriere dich wieder auf deinen Atem und deine Umgebungsgeräusche ohne diese zu werten. Bei der Mediation wirst du zu einem Beobachter deines Umfeldes. Versuche so lange wie möglich in dieser Meditation zu verharren. Es können auch Gefühle an die Oberfläche gebracht werden, weil du dich nun direkt mit deinen Emotionen auseinander setzt, im wahrsten Sinne des Wortes. Lass diese Gefühle zu, so kannst du diese besser verarbeiten.

Zeit für dich in der Meditation

Diese Zeit der Meditation ist nur für dich. In dieser Zeit sollst du wieder neue Energie sammeln. Stelle dein Handy aus und gib dir Zeit, um wieder zu dir selbst zu finden. Die Meditation heilt unsere Gedankenstrukturen, sie beruhigt unseren Geist. Für den Anfang würde ich die dir 10 Minuten empfehlen, bzw. so lange du es schaffst, in dem Meditationsssitz zu sitzen. Wenn es weniger ist, ist dies auch völlig in Ordnung. Diese Übung steigerst du nun täglich und übst sie 4-8 Wochen lang, um aus der Depression zu kommen. Ein langer Weg, ich weiß. Ich habe dies selbst erlebt und gemacht als ich an schweren Panikattacken gelitten habe. Mit hat es vor 8 Jahren sehr geholfen.

Hilf dir selber mit Meditation und MBSR

Ich musste mir also selber helfen, und habe gelesen, dass Meditation und Achtsamkeitstraining bei Depressionen und Panikattacken helfen kann. Zwei Monate lang habe ich mich auf den Boden gesetzt und meditiert und ich merkte von Tag zu Tag, wie sich meine Gedanken veränderten bzw. meine Gedanken veränderten sich nicht, aber ich veränderte mich, wie ich diese Gedanken aufgenommen und gewertet habe. Ich habe gelernt, dass meine Gedanken nur Gedanken sind und nicht der Wahrheit entsprechen. Ich habe durch die Meditation wieder zu mir selbst gefunden, habe wieder neues Selbstbewusstsein aufgebaut und hab mich wieder wohl in meiner Haut gefühlt. Die Gedanken kamen immer noch, aber durch die Meditation habe ich gelernt, dass ich die Gedanken steuern kann und sie bei Belieben einfach beiseite schieben kann. Das war für mich mein größter Erfolg.

Meditation kann zur Suizidprävention eingesetzt werden um erst gar nicht in den Strudel der negativen und zerstörerischen Gedanken zu kommen. Du wirst durch die Meditation achtsamer was deine Lebensweise angeht. Durch die Meditation kannst du auch ganz alltägliche Momente und Situationen wieder als schön und lebenswert wahrnehmen. Probiere es doch einfach mal aus. Du hast nichts zu verlieren und kannst nur gewinnen. Wenn du noch immer skeptisch sein sollte, schau dir den folgenden Artikel an:

Meditation für Skeptiker · Schmerzfrei durch Meditation

Wenn du jedoch gerne Hilfe in Anspruch nehmen möchest und mit jemanden reden willst, schau doch mal auf der Webseite der Telefonseelsorge vorbei: http://www.telefonseelsorge.de/
Sorgen kann man teilen.

0800/111 0 111

0800/111 0 222

116 123

Der Anruf ist kostenfrei.

Noch ein anderer hilfreicher Link: http://www.suizidpraevention-deutschland.de/

Ich wünsche dir alles Liebe und Gute.

Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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