Gastartikel von Simone von pocketcoach.co/Anzeige aufgrund von Namensnennung/Photo by Conscious Design on Unsplash
Wie Dankbarkeit deinen Blick verändert
“Denk doch mal Positiv!”
Bestimmt hast du diesen Satz schon oft gehört. Vielleicht sagt du ihn dir auch gerne selbst? Die ganze Welt scheint sich darüber einig zu sein, dass es wichtig ist positiv zu denken. Aber immer wieder erwischst du dich mit düsteren Gedanken. Und oft genug, bemerkst du, wie andere in negatives Denken abgleiten.
Warum fällt es uns oft schwer, positiv zu denken?
Von Natur aus haben wir ein wachsames Auge für potenzielle Gefahren. Das ist aus evolutionärer Sicht sehr sinnvoll. Denn für den Urmenschen war es überlebenswichtig einen lauernden Löwen rechtzeitig zu bemerken. Nur so konnte er sich in Sicherheit bringen. Ob schöne Blumen den Wegesrand zieren, war zweitrangig. Der Fokus auf das Negative wird Negativitätstendenz genannt und begleitet uns bis heute. Die negativen Gedanken verursachen negative Gefühle wie Angst, Trauer, Wut oder Scham und können Stress in uns auslösen.
Dankbarkeit lernen und die Negativitätstendenz überwinden
Gut, dass wir nicht nur mit der Negativitätstendenz ausgestattet sind. Wir sind auch sehr schlaue und lernfähige Primaten. Das befähigt uns dazu, unserer natürlichen Tendenz, negativ zu denken, entgegen zu wirken. Wir können gezielt positiv Denken und uns langfristig einen positiveren Blick auf die Welt aneignen. Ein Weg uns vermehrt für das Positive zu öffnen ist Dankbarkeit.
Warum Dankbarkeit lernen?
Dankbarkeit kannst du als eine besondere Form der Aufmerksamkeit verstehen. Wenn du Dankbarkeit empfindest, liegt dein Fokus auf dem Positiven. Du befasst dich innerlich damit, was gut läuft, reflektierst das Gute und erlebst dabei Freude. Dankbarkeit ist sozusagen ein Wundermittel gegen die Negativitätstendenz, negative Gefühle und Stress.
Wie kann ich Dankbarkeit lernen?
Dankbarkeit ist keine Aufgabe, die sich einfach so auf deiner To-Do-Liste abhaken lässt. Denn Dankbarkeit ist Gefühlssache und deshalb braucht sie Raum. Voraussetzung ist, dass du offen bist und bereit, in die Tiefe zu gehen. Um außerdem langfristig von einem positiven Blick auf die Welt zu profitieren, musst du Dankbarkeit zu einer Gewohnheit mache und das verlangt Übung.
3 Schritte um Dankbarkeit zu lernen
In diesen 3 Schritten kannst du Dankbarkeit umsetzen und kultivieren.
- Öffne dich für Dankbarkeit und die damit verbundenen Erfahrungen: Schiebe skeptische Gedanken und negative Glaubenssätze beiseite. Gehe die Sache möglichst wertfrei und neutral an.
- Gehe in eine tiefe und authentische Wahrnehmung. Frage dafür nicht nur: „Für welche Menschen oder Dinge in meinem Leben bin ich dankbar?“ Frage auch: „Warum bin ich für diese Person oder Situation dankbar? Wie bereichert sie mein Leben?“. Du kannst die Erfahrung auch vertiefen, indem du dir die Abwesenheit einer wertvollen Person oderSache vorstellst: “Wie wären mein Leben ohne diese Person oder Sache?”
- Genauso wichtig ist die tägliche Praxis. Denn Dankbarkeit ist eine Fähigkeit, die Übung braucht, genau wie Schreiben, Lesen oder Autofahren. Mit jedem „Geschenk“, dass du in der bewussten Praxis von Dankbarkeit anerkennst, kann das Gefühl der Dankbarkeit in dir wachsen. Du wirst empfänglich für das Gute und kannst die kleinen wie die großen Dinge schätzen.
Drei Übungen um Dankbarkeit zu lernen
Mit diesen 3 Techniken kannst du Dankbarkeit wunderbar üben und in deinen Alltag integrieren.
1. Dankbarkeitstagebuch
Führe ein Tagebuch, in dem du abends täglich drei Dinge notierst, für die du dankbar bist. Du kannst Momente oder Situationen nennen, Dinge, die du wahrgenommen hast oder Personen oder Gegenstände, für die du dankbar bist. Alles ist erlaubt – auch Kleinigkeiten darfst du würdigen! Mach dir konkrete Notizen, dazu warum du dankbar bist. Und ganz wichtig: sei ehrlich mit dir und notiere nur, was du auch wirklich fühlst. Dann notiere auch drei Dinge, die den kommenden Tag zu einem guten Tag machen werden.
2. Dankbarkeitsnotizen
Notiere im Tagesverlauf, Dinge, für die du dankbar bist. Du kannst dafür bunte Klebezettel nutzen. Du kannst die Notizen auch mit bunten Stiften auf deine täglichen Unterlagen schreiben. Sei kreativ und finde eine Form, die dir Spaß macht. Ziel ist es, immer wieder bewusst innezuhalten und den Blick dankbar auf kleine Alltäglichkeiten zu wenden.
3. Dankbarkeitsbrief
Du benötigst Stift und Papier und etwa 15 Minuten Zeit. Bevor du mit dem Schreiben beginnst, schließ deine Augen und denke zurück an das letzte Mal, als jemand etwas für dich getan hat. Finde eine solche Sache, durch die sich für dich etwas zum Guten verändert hat. Es soll eine Sache sein, für die du dich bei der betroffenen Person noch nicht richtig bedankt hast.
Dann öffne die Augen und schreibe einen Brief an diese Person. Erwähne ganz konkret die Sache, für die du dankbar bist. Sei spezifisch: Was genau hat die Person für dich getan? Was hat sich dadurch in deinem Leben verändert? Schreibe auch auf, wann du daran denken musst. Und notiere, wie schön die Geste der Person für dich war und immer noch ist. Wenn du den Dankbarkeitsbrief fertig geschrieben hast, überlege, ob du die Person einweihen möchtest.
Du könntest der Person eine Nachricht senden, sie anrufen oder sie besuchen und deine Gedanken aus dem Dankbarkeitsbrief mit ihr teilen. Dieser letzte Schritt ist nicht leicht. Aber wenn du dich dazu überwinden kannst, ist die Übung noch wirkungsvoller.
Mehr zu Dankbarkeit und wie du dich noch gegen Stress stärken kannst
Ich hoffe, dieser Beitrag kann dir dabei helfen, Dankbarkeit zu kultivieren und einen positiven Blick auf die Welt zu entwickeln. Wenn du Interesse an einer intensiveren Praxis von Dankbarkeit und anderen Methoden hast, schau bei Pocketcoach vorbei. Über seine App bietet Pocketcoach einen Kurs zur Stressbewältigung an, in dem du Dankbarkeit, Selbstmitgefühl, Achtsamkeit und viele andere Techniken und Übungen begleitet lernen kannst, um dich zu stärken. Die Kurskosten werden von deiner Krankenkasse rückerstattet.
1. Warum ist Dankbarkeit wichtig?
Dankbarkeit ist nicht nur ein Ausdruck von Wertschätzung, sondern auch ein mächtiges Werkzeug für dein inneres Wohlbefinden. Sie hilft, den Fokus auf das Positive im Leben zu richten und fördert eine gesunde mentale Einstellung. Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit praktizieren, fühlen sich oft glücklicher, gesünder und sind stressresistenter.
2. Wie kann ich Dankbarkeit in meinem Alltag üben?
Es gibt viele Möglichkeiten, Dankbarkeit in deinen Alltag zu integrieren. Eine der einfachsten Methoden ist, täglich ein Dankbarkeitstagebuch zu führen. Schreibe jeden Tag 3 Dinge auf, für die du dankbar bist. Das kann etwas Großes wie die Unterstützung von Freunden oder etwas Kleines wie ein schöner Sonnenuntergang sein. Auch Momente der Achtsamkeit und das Bewusstsein für alltägliche Geschenke fördern Dankbarkeit.
3. Gibt es wissenschaftliche Studien, die zeigen, dass Dankbarkeit unser Leben verbessert?
Ja, zahlreiche wissenschaftliche Studien bestätigen, dass Dankbarkeit positive Auswirkungen auf unser Leben hat. Forschungsergebnisse zeigen, dass Menschen, die regelmäßig Dankbarkeit praktizieren, eine bessere psychische Gesundheit, höhere Lebenszufriedenheit und stärkere zwischenmenschliche Beziehungen haben. Dankbarkeit steigert zudem das Wohlbefinden, reduziert Stress und verbessert die Schlafqualität.
4. Wie kann Dankbarkeit meine Beziehungen verbessern?
Dankbarkeit ist ein wichtiger Bestandteil gesunder Beziehungen. Wenn du dankbar für die Menschen in deinem Leben bist und dies auch ausdrückst, fühlen sie sich wertgeschätzt und gestärkt. Dankbarkeit kann die Kommunikation verbessern, Konflikte verringern und das Gefühl der Verbundenheit vertiefen. Zeige deinen Freunden, Partnern oder Familienmitgliedern regelmäßig, wie viel sie dir bedeuten.
5. Kann ich Dankbarkeit lernen, auch wenn ich von Natur aus nicht so positiv eingestellt bin?
Ja! Dankbarkeit ist eine Fähigkeit, die du mit der Zeit entwickeln kannst. Wenn du Schwierigkeiten hast, Dankbarkeit zu empfinden, beginne mit kleinen Schritten. Übe es jeden Tag, und mit der Zeit wird es dir immer leichter fallen, positive Aspekte in deinem Leben zu erkennen. Dankbarkeit zu lernen bedeutet nicht, negative Emotionen zu unterdrücken, sondern den Blick auf das Gute zu lenken, auch in schwierigen Zeiten.
6. Hilft Dankbarkeit, negative Gedanken zu reduzieren?
Ja, Dankbarkeit hilft definitiv, negative Gedanken zu minimieren. Wenn du aktiv nach positiven Dingen in deinem Leben suchst, trainierst du dein Gehirn, mehr Wert auf das Gute zu legen. Dies kann dazu führen, dass du weniger in negativen Gedankenströmen versinkst und dich stattdessen auf das konzentrierst, was du schätzt. Dies fördert ein insgesamt positiveres Denken.
7. Wie kann ich Dankbarkeit in einer schwierigen Lebensphase üben?
Es kann besonders herausfordernd sein, Dankbarkeit zu üben, wenn du mit Schwierigkeiten konfrontiert bist. Doch gerade in schwierigen Zeiten kann es eine große Hilfe sein. Versuche, jeden Tag einen Moment zu finden, in dem du dich auf kleine Dinge konzentrierst, die dir Freude oder Erleichterung verschaffen. Sei es eine liebevolle Geste von einem Freund, ein warmes Getränk oder die Stille eines ruhigen Morgens. Dankbarkeit kann dir helfen, einen klareren Kopf zu bewahren und durch die Herausforderungen des Lebens zu navigieren.
8. Kann Dankbarkeit helfen, Stress abzubauen?
Ja, Dankbarkeit hat eine nachweislich beruhigende Wirkung auf den Körper. Sie senkt den Cortisolspiegel (das Stresshormon) und fördert ein Gefühl der inneren Ruhe. Indem du regelmäßig dankbar bist, schaffst du ein Gleichgewicht, das dir hilft, stressige Situationen gelassener zu begegnen.
9. Was ist der Unterschied zwischen Dankbarkeit und Selbstmitleid?
Dankbarkeit ist eine positive Haltung, bei der du dich auf das Gute konzentrierst, auch wenn es Herausforderungen gibt. Sie fördert Wachstum, Resilienz und ein Gefühl der Erfüllung. Selbstmitleid hingegen entsteht oft aus einem Gefühl der Opferrolle, bei dem du dich nur auf das Negative fokussierst und das Gefühl hast, ungerecht behandelt zu werden. Während Dankbarkeit dich stärkt und nach vorne schauen lässt, hält Selbstmitleid dich oft im Schmerz der Vergangenheit fest.
10. Gibt es Techniken, die mir beim Üben von Dankbarkeit helfen können?
Ja, hier sind einige Techniken, die dir beim Üben von Dankbarkeit helfen können:
- Dankbarkeitstagebuch: Schreibe täglich 3 Dinge auf, für die du dankbar bist.
- Achtsamkeitsmeditation: Praktiziere Achtsamkeit, um im Moment zu leben und die Dinge zu schätzen, die du oft als selbstverständlich ansiehst.
- Dankesbriefe: Schreibe einen Brief an jemandem, dem du dankbar bist, und teile ihm deine Wertschätzung mit.
- Visualisierung: Visualisiere die positiven Aspekte deines Lebens und konzentriere dich auf das, was du bereits hast.
Durch das Üben von Dankbarkeit kannst du nicht nur deine Lebensqualität verbessern, sondern auch eine tiefere Verbindung zu dir selbst und anderen aufbauen. Dankbarkeit ist eine wertvolle Ressource, die dir hilft, die positiven Aspekte deines Lebens zu schätzen – und das jeden Tag.