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Wie finde ich gute Meditationsmusik?

Es liegt auf der Hand für eure Meditation oder Yoga-Sessions Musik als Stimmungsregulator einzusetz…
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Gastartikel von Jens Weinmann alias SAMADHI/Anzeige aufgrund von Namensnennung


Wie ihr durch Musik eure Yoga- und Meditationsübungen verbessern könnt

Musik hat seit jeher für uns Menschen eine große Bedeutung. Sie bringt uns zum Weinen, wühlt uns auf oder versetzt uns in Rage. Musik kann uns aber auch beruhigen oder unseren Geist entspannen. Kurz, unsere Emotionen reagieren sehr stark auf Musik, Klänge und Sounds. Die Wissenschaft beschäftig sich schon sehr lange mit dem Zusammenhang zwischen Musik und menschlichen Gefühlen. Verschiedene Studien zeigen sehr deutlich, dass eine der Kernmotivationen für Menschen beim Musikkonsum die Stimmungsregulation ist.

Warum ist Yogamusik und Meditationsmusik so wichtig?

Es liegt also auf der Hand für eure Meditation oder Yoga-Sessions Musik als Stimmungsregulator einzusetzen. Gute Musik kann die Performance beim Yoga oder der Mediation deutlich verbessern. Das persönliche Wohlbefinden bei den Übungen signifikant steigern.

Wobei für mich Musik kein essenzieller Bestandteil von Yoga und Meditation ist. Yoga oder Meditationen können natürlich genauso neben diffusen Lärm und in hellen, unaufgeräumten Räumen praktiziert werden oder einfach im Stillen. Da aber eine wesentliche Herausforderung darin besteht sich während der Meditation oder seinen Asanas von der Hektik und den stressgeplagten Gedanken des Tages zu lösen, können verschiedene Hilfsmittel sehr nützlich sein, um loszulassen und schneller in einen Zustand des „Flows“ zu gelangen.

Solche Hilfsmittel sind für mich unter anderem eine aufgeräumte Umgebung sowie gedimmtes- oder Kerzenlicht. Es geht dabei einfach darum eine Umgebung zu schaffen, die dabei hilft abzuschalten und den Fokus auf die Meditation oder Yoga-Übungen stärkt. Und ein wesentliches Hilfsmittel sich in die richtige Stimmung zu versetzen kann eben auch die richtige Meditationsmusik sein.

Musik die entspannt, die hilft loszulassen und den richtigen Rhythmus für die Übungen vorgibt. Vor allem, wenn ihr als Lehrer Yoga- und Meditationstraining für kleinere oder größere Gruppen anbietet, sollte euch bewusst sein das ein Teil eurer Aufgabe auch darin besteht für die richtige Stimmung, die richtige Umgebung zu sorgen.

Welche Meditationsmusik ist die richtige?

Grundsätzlich besteht Musik aus Rhythmus und Struktur sowie Resonanz, also Vibration aus einer bestimmten Frequenz. Um Entspannung und Beruhigung zu fördern eignet sich daher vor allem langsamere Musik, die den Puls beruhigt.

Melodien und Rhythmen sollen dabei so gewählt werden, das sie die Gedanken nicht einfangen und stimulieren, sondern dazu beitragen sich fallenzulassen und die Zeit im Moment zu verbringen. Wenige Akkordwechsel und Überraschungsmomente in den Songs sind dabei ebenso förderlich, wie leichte und sanfte Melodien.

Meditationsmusik die entspannend wirkt

Popsongs eignen sich eher nicht mit ihrem Text, dem Gesang und den Spannungsbögen, da Sie uns geradezu aufdrängen sich mit Ihrem Inhalt zu beschäftigen. Gut sind daher vor allem geringe bis keine Spannungsbögen. Musik, die in einer bestimmten Stimmung anfängt und diese möglichst lange aufrechterhält ohne zu langweilen, zu nerven oder gar zu stören. Sound, der sich nicht aufdrängt und für eine ruhige und positive Grundstimmung sorgt. Musik, die uns die Kraft gibt uns auf uns selbst und die Übungen zu fokussieren.

Meditationsmusik mit Klängen aus der Natur

Für mich persönlich funktionieren am besten Sounds und Instrumente die an unsere Natur erinnern, weil die Klänge der Natur besonders Kraft geben. Da die meisten von uns in der Stadt nicht immer Zugang zur Natur haben, können Streicher die windähnliche Klänge erzeugen oder ein Klavier, welches vom Spiel an Regentropfen erinnert, uns in einen schönen ruhigen Zustand versetzen. Dabei geht es nicht darum das die Sounds genau die Natur abbilden, also Natursounds sind, sondern die Klang-Ästhetik aufgreifen und nachempfinden.

Probiere deine Meditations- und Entspannungsmusik aus

Natürlich gilt aber auch bei der Meditations- und Entspannungsmusik, das die Geschmäcker sehr unterschiedlich sein können. Was die eine Person entspannt, kann die andere Person gerade zu nerven. Es gilt daher verschiedene Songs und Stimmungen einfach mal auszuprobieren und sich so seine eigene Playliste im Laufe der Zeit zu erstellen. Es ist dabei sehr zu empfehlen eure Liste stets zu erweitern und zu ergänzen. Damit nicht immer dieselben zehn Songs verwendet werden müssen und eine gewisse frische die Sessions begleitet.

Wenn Ihr einen Streamingdienst nutzt, bietet es sich an eine Playliste zu erstellen mit 30-40 Songs die einem gefallen, um dann über die Funktion „Shuffle“ die Reihenfolge stets dem Zufall zu überlassen. So werden eure Playlisten für euch selbst weniger berechenbar und Ihr fokussiert euch mehr auf den Moment, euch selbst und die nächste Übung.

Viele Streaminganbieter geben euch automatisiert Empfehlungen basierend auf den bereits ausgewählten Songs. So bekommt ihr regelmäßig neue Stücke, mit denen Ihr eure Playlists erweitern könnt.

Wo finde ich gute Meditationsmusik?

Gute Musik für Mediation und Yoga findet sich praktisch überall. In den einschlägigen Online Plattenläden gibt es in der Regel ein eigenes Subgenre innerhalb der Kategorie „Ambient“ dafür. Die großen Videoportale bieten mittlerweile einen großen Schatz an Mediation und Entspannungsmusik an. Ich habe aber auch einfach schon meine Yoga-Lehrer gefragt wie die einzelnen Titel heißen, die im Training genutzt wurden. Mein persönlicher Weg an Entspannungsmusik zu gelangen, war aber vor allem über die öffentlichen Playlisten der Streaminganbieter geprägt.

Hier gibt es zum einen vom Portal kuratierte Playlisten die thematisch kategorisiert sind wie zum Beispiel Yoga-Playlisten oder Musik für Mediation, aber auch öffentliche Playlisten von anderen Nutzern. Ich habe einfach beim Durchhören die Stimmungen und Songs die mir am besten gefielen zu meiner eigenen Playliste hinzugefügt. So habe ich in kurzer Zeit eine schöne Sammlung von guter Yoga und Entspannungsmusik zusammenstellen können.

Diese erweitere ich regelmäßig, entferne aber auch hin und wieder Songs, die ich zu oft gehört habe oder die mich zu stark ablenken. Hier findet ihr als Anregung meine persönliche Playliste:

https://open.spotify.com/album/79B8gfsn6OzhhSSQ2egKiZ

Ich wünsche euch viel Spaß beim Stöbern und entdecken neuer Songs für eure eigenen Yoga- und Meditations-Playlisten.

Namasté
Jens


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