Written by 7:00 Ayurveda, ganzwunderbar, Gesundheit

Ayurveda Küche mit Astrid

Entdecke die heilende Kraft der Ayurveda Küche. Ich habe die Ayurveda Köchin Astrid Schoepplenberg …
Schale mit einem ayurvedischen Gericht
Anzeige
Listen to this article

Foto von Dapur Melodi: https://www.pexels.com/de-de/foto/person-die-salz-in-schussel-giesst-1109197/


Ich habe die liebe Astrid Schoepplenberg von der Facebook Gruppe „Astrids Ayurveda Küche“ (ehemals Yogancooking) zu einem Interview eingeladen und unterschiedliche Fragen zu der Ayurveda Küche gestellt. Aber lest selber 🙂

Ayurveda Küche mit Astrid Schoepplenberg

1. Liebe Astrid. Stelle dich dich doch bitte einmal vor.

Ich bin Astrid Schoepplenberg, bin Ende 50, lebe in Hamburg, bin Mutter von 2 erwachsenen Söhnen und bin aufgrund meiner eigenen Erfahrungen mit Krankheit und meiner Unzufriedenheit mit herkömmlichen Behandlungsmethoden dazugekommen mich mehr auf Möglichkeiten der ganzheitliche Gesundheit zu konzentrieren.

Ich bin vor 10 Jahren das 1. Mal an Brustkrebs erkrankt. Damals hatte ich gerade mit einer Vinyasa Yogalehrerausbildung begonnen. In der Schulmedizin gibt es bis heute die Behandlungsmethoden von Medikamenten, Bestrahlung und OP.
Genau diesen Weg bin auch ich damals gegangen, hatte zwar eine energetisch arbeitenden Therapeuten an meiner Seite, genau wie einige Yogaleherinnen, die mich nach der OP mit selbstgekochtem Essen versorgten, mir regelmäßig Fernreiki gaben, ich Heilmantras und Heiledelsteine empfohlen bekam. Das war damals mein großes Glück.

Anzeige

Von Seiten der Schulmedizin gab es leider wenig alternative Impulse. Ernährung spielte schon damals eine große Rolle für mich, ich änderte vom Tag der Diagnose meine Ernährungsweise und ernährte mich vegan. Ich machte das meiste selbst und so war es für mich kein Problem, dass es damals eher weniger pflanzliche Produkte gab. Ich begann mich mehr und mehr mit Ayurveda zu beschäftigen und kam in Kontakt mit Volker Mehl, weil ich ihn für einen Workshop in einem Yogastudio angefragt hatte. Wir beschlossen zusammen zu arbeiten. Ich wurde sozusagen seine rechte Hand, kümmerte mich um alles im Hintergrund, konzipierte mit ihm eine Ayurveda Ausbildung zum Ayurveda Koch Practitioner, Workshops, Kochkurse.

Ende 2019 trennten sich dann unsere Wege, weil ich durch eine Faszialisparese gesundheitlich sehr eingeschränkt war und als es mir in 2020 endlich wieder etwas besser ging, kam Corona und mit Corona meine 2. Krebserkrankung, diesmal palliativ.
Durch mein mittlerweile umfangreiches Wissen versetzte mir die Diagnose zwar einen Schreck, aber keinen lähmenden. Ich stellte mich diesmal ganz anders auf. Schulmedizin und Naturheilkunde standen beide gleichberechtigt an meiner Seite. Die Ernährung spielte natürlich eine große Rolle, weil diese aus Ayurveda Sicht jede Therapie unterstützen kann, wenn man weiß welche Lebensmittel, Gewürze, Kräuter einem guttun.

Mir geht es heute gut, Metastasen sind nicht mehr nachweisbar und ich bin so gut aufgestellt, dass ich kaum noch Nebenwirkungen von den 18 wöchentlichen Chemos habe, weil ich einen Weg gefunden habe für mich täglich passiv auszuleiten und parallel mein Darm-und Hirngesundheit aufzubauen.

Ayurveda ist ein wichtiger Teil meines Lebens geworden, weil es ganzheitlich ansetzt und die längste Feldstudie der Welt ist. Das Wissen vom Leben ist mehr als nur Massagen, Ernährung und Kuren. Für mich ist es eine Lebenseinstellung.

Die Eigenschaften der Zutaten in der Ayurveda Küche

2. Könntest du uns eine kurze Einführung in die Grundprinzipien des Ayurveda in Bezug auf Ernährung geben? Wie beeinflusst die ayurvedische Philosophie deine Art zu kochen und Lebensmittel auszuwählen?

2. Ayurveda basiert auf der Idee, dass jeder Mensch einzigartig ist und verschiedene Körperkonstitutionen hat, die als Doshas bezeichnet werden: Vata, Pitta und Kapha. Die ayurvedische Ernährung zielt darauf ab, das Gleichgewicht dieser Doshas zu fördern. Bei der Auswahl von Lebensmitteln achte ich darauf, welche Eigenschaften sie haben (z.B. kühlend, erhitzend, schwer, leicht) und wie sie sich auf die Doshas auswirken. Zum Beispiel können warme, gekochte Speisen das Vata-Dosha beruhigen, während kühlende Speisen das Pitta-Dosha harmonisieren können.

Die Doshas in der Ayurveda Küche

3. Die Idee der „Doshas“ – Vata, Pitta und Kapha – ist zentral im Ayurveda. Wie passt du deine Gerichte an, um das Gleichgewicht dieser Doshas bei den Menschen zu unterstützen? Könntest du Beispiele für Lebensmittel oder Zubereitungsarten geben, die für jeden Dosha-Typ empfohlen werden?

3. Um das Gleichgewicht der Doshas zu unterstützen, passe ich meine Gerichte an die individuellen Bedürfnisse an. Für Vata-Typen empfehle ich warme, nahrhafte Gerichte mit angemessenen Mengen an gesunden Fetten und Gewürzen, die die Verdauung fördern. Pitta-Typen profitieren von kühlenden Lebensmitteln wie Gurken und Kokosnuss. Kapha-Typen sollten leichte, trockene und gewürzte Speisen wählen, um ihre Verdauung anzukurbeln.
Möchte jemand mit Ayurveda anfangen, kennt sich aber noch nicht so richtig aus, empfehle ich immer Ingwer. Ingwer deckt 5 der 6 Geschmacksrichtungen im Ayurveda ab, denn die spielen bei der Nahrungsaufnahme auch eine wichtige Rolle. Süß, sauer, scharf, bitter und herb bedient Ingwer und dann noch etwas Salz dazu schon hast Du etwas Ayurveda auf Deinem Teller.

Die Jahreszeiten in der Ayurveda Küche

4. Die Jahreszeiten spielen im Ayurveda eine wichtige Rolle. Wie berücksichtigst du die Jahreszeiten bei der Auswahl von Zutaten und Kochtechniken? Welche Tipps hast du für Menschen, die im Einklang mit den Jahreszeiten essen möchten?

4. Bei der Auswahl von Zutaten und Kochtechniken berücksichtige ich die Jahreszeiten im Ayurveda. Im Sommer bevorzuge ich kühlende Lebensmittel wie Salate und frisches Obst. Im Winter tendiere ich eher zu wärmenden und nährenden Gerichten wie Suppen und Eintöpfen. Wichtig ist es, die Qualität der Lebensmittel zu beachten und lokal verfügbare, saisonale Zutaten zu verwenden.

Die Verdauung in der Ayurveda Küche

5. Verdauung (Agni) hat einen hohen Stellenwert im Ayurveda. Welche Ratschläge hast du, um die Verdauungsfunktion zu verbessern? Welche Arten von Gewürzen oder Kräutern verwendest du oft in deinen Gerichten, um die Verdauung zu fördern?

5. Um die Verdauung zu verbessern, empfehle ich Gewürze wie Ingwer, Kreuzkümmel, Fenchel und Kurkuma. Diese unterstützen die Verdauungsfeuer oder „Agni“. Ich verwende auch Kräuter wie Minze, Koriander und Basilikum, die belebend und erfrischend wirken. Es ist wichtig, langsam und bewusst zu essen und auf übermäßiges Essen zu verzichten, um die Verdauung zu entlasten. Wichtig ist auch nicht mehr zu essen als das was in 2 Hände, also eine Schüssel passen würde. Viele Menschen essen einfach zu viel und kauen zu wenig. Unsere Verdauung beginnt ja bereits im Mund. Außerdem sollte immer warm gegessen werden, also wenn kalt ( Salat ) dann Mittags, weil das Verdauungsfeuer dann am stärksten ist.

Die sechs Geschmacksrichtungen in der Ayurveda Küche

6. Ayurveda legt nicht nur Wert auf körperliche Gesundheit, sondern auch auf geistige und emotionale Ausgeglichenheit. Wie können die richtigen Lebensmittel und Zubereitungen dazu beitragen, das emotionale Wohlbefinden zu unterstützen? Gibt es Gerichte, die du speziell dafür kreierst?

6. Die richtige Auswahl von Lebensmitteln und Zubereitungen kann das emotionale Wohlbefinden unterstützen. Zum Beispiel können warme, gekochte Mahlzeiten das Vata-Dosha beruhigen und ein Gefühl von Stabilität vermitteln. Lebensmittel wie Nüsse, Vollkornprodukte und natürliche Süßungsmittel können das Kapha-Dosha ausbalancieren und den Geist anregen. Ich kreiere gerne Gerichte, die eine harmonische Kombination aus den sechs Geschmacksrichtungen bieten, um das emotionale Gleichgewicht zu fördern.

Allergien und Unverträglichkeiten in der Ayurveda Küche

7. In der modernen Welt haben viele Menschen Einschränkungen wie Allergien, Unverträglichkeiten oder spezifische Ernährungspräferenzen. Wie passt du ayurvedische Prinzipien an diese individuellen Bedürfnisse an, ohne dabei die grundlegenden Konzepte zu vernachlässigen?

7. Bei individuellen Bedürfnissen wie Allergien oder Unverträglichkeiten passe ich die ayurvedischen Prinzipien an. Zum Beispiel können glutenfreie Getreidesorten wie Hirse oder Quinoa anstelle von Weizen verwendet werden, um die Bedürfnisse von Menschen mit Glutenintoleranz zu erfüllen. Ich achte auch auf persönliche Präferenzen und finde alternative Zutaten, die dennoch die Grundprinzipien des Ayurveda respektieren. Allerdings empfehle ich bei Allergien oder Unverträglichkeiten sich die Ursache anzusehen. Viele unserer gesundheitlichen Probleme haben etwas mit den täglichen Umweltgiften und Schwermetallen zu tun, die wir durch Lebensmittel, Wasser und die Luft aufnehmen. Auch Kleidung und unsere Reinigungsprodukte im Bad oder auch zum Putzen spielen eine große Rolle. Regelmäßige Ausleitung spielt für mich eine immer größere Rolle.

8. Wenn du drei Wünsche frei hättest. Welchen wären das?

8. Meine drei Wünsche wären:
1.weniger Rechthaberei, mehr Verständnis für einander und mehr Hilfsbereitschaft.
2.ein bezahlbares ganzheitliches Gesundheitheitssystem
3.ein Haus am Meer im Süden mit einer großen Küche und Terrasse, so dass ich dort Workshops und Retreats anbieten könnte.

Liebe Grüße

Astrid

Ayurvedisches Rezept für Prana Pancakes

(am besten auf dem PC anschauen)

Ayurvedisches Rezept mit Kokos-Hafer Bowl

(am besten auf dem PC anschauen)

Anzeige

Close