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Ayurveda Morgenroutine – 8 Tipps

Ayurveda Morgenroutine – 8 Tipps

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Gastartikel von Vanessa über 8 Tipps für deine Ayurveda Morgenroutine. Sie schreibt auf www.kulturblazer.de über Reisen, Fitness und Mode, aber auch Mindset und persönliche Gedanken. In ihrem „Spiritual September“ beschäftigt sie sich besonders intensiv mit den Themen Spiritualität, Yoga, Ayurveda und Meditation. Da kam der Gastbeitrag bei ganzwunderbar.com wie gerufen!

Morgens, wenn du gerade aufgestanden bist, ist die beste Zeit, um dich, deinen Körper und deinen Geist auf den bevorstehenden Tag vorzubereiten. Wie das klappt? Mit einer Morgenroutine aus dem Ayurveda, der sogenannten Dinacharya (bedeutet übersetzt „Tagesverrichtung“).

Was bringt eine Ayurveda Morgenroutine?

Es stehen heute wichtige Termine und herausfordernde Aufgaben an? Du willst viele To-Do ́s erledigen und dich im Anschluss noch mit Freunden oder Familie treffen? Dann ist es wichtig, dass du deine volle Power abrufen kannst – mental und körperlich. So kannst du den Herausforderungen in Beruf und Privatleben entspannt gegenübertreten. Hier greift die ayurvedische Morgenroutine: Sie berücksichtigt alle Bedürfnisse, die unser Körper in den Morgenstunden hat und gibt dir Energie für den Tag. In diesem Beitrag lernst du die einzelnen Schritte kennen und was sie bewirken.

Das Wichtigste zuerst

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Mach dir keinen Stress! Morgens nach dem Aufstehen ist nämlich die Zeit, wo dein System noch sehr empfindsam und offen ist für alle Eindrücke, die auf dich einwirken. Dazu gehören neben potentiellen negativen Gedanken auch das Smartphone. Direkt nach dem Aufstehen erstmal Instagram und WhatsApp checken? Verschiebe das lieber auf die Zeit nach deiner Routine, wenn du bereit für den Tag und mit positiver Energie ausgestattet bist.

Step by Step zu deiner Ayurveda Morgenroutine

Steh ruhig 20-30 Minuten früher als sonst auf, auch wenn sich das erstmal unbequem anfühlt. So hast du genug Zeit für dich und deine Morgenroutine wird kein Wettlauf mit der Zeit. Probiere die einzelnen Tipps aus und beobachte, ob sich was bei dir verändert.

Denk dran: Es gibt keine richtige oder falsche Morgenroutine im Ayurveda, sondern nur die, die dir gut tut!

1. Ayurveda Morgenroutine mit Ölziehen

Nimm einen Esslöffel eines Öls deiner Wahl in den Mund und beginne, ihn damit zu spülen und das Öl durch die Zähne zu ziehen – so, wie du eine Mundspülung verwenden würdest. Das machst du direkt nach dem Aufstehen auf nüchternen Magen für etwa 5-10 Minuten., max. 20 Minuten. Starte erstmal mit 3-5 Minuten, um dich daran zu gewöhnen. Danach spuckst du das Öl in ein Küchentuch – nicht in den Abfluss, das kann zu Verstopfungen führen! Durch das Öl werden Verdauungsschlacke und Toxine, das sogenannte Ama, das über Nacht durch den Verdauungsprozess entsteht, im Mundraum abgelöst und im Öl gebunden. So gelangen sie nicht mehr in deinen Körper. Für das Ölziehen ist jedes Öl geeignet. Hier ist dein persönliche Geschmack entscheidend, egal ob Kokosöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl oder Leinöl. Mittlerweile gibt es sogar eigene Mundziehöle mit Minzgeschmack.

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2. Ayurveda Morgenroutine Zunge schaben

Um auch die letzten Ama-Partikel, die noch nicht durch das Ölziehen abgetragen werden konnten, aus deinem Körper zu entfernen, nutzt du im Anschluss einen Zungenschaber zur Reinigung deiner Zunge. Du wirst verwundert sein, welche Ablagerungen sich auf deiner Zunge befinden! Neben der Entfernung der Toxine sorgst du auch für die Freilegung der Geschmacksnerven und beugst Mundgeruch vor. Es gibst spezielle Zungenschaber aus Edelstahl, die du mit heißem Wasser reinigen und wiederverwenden kann. Solltest du zu Beginn ein Würgegefühl haben, beginne nicht zu weit hinten auf der Zunge anzusetzen, sondern dich erstmal daran zu gewöhnen. Es lohnt sich!

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3. Ayurveda Morgenroutine Zähne putzen

Um die Mundraumhygiene abzuschließen, putze dir wie gewohnt die Zähne. Im Ayurveda zählt der Mundraum zum Verdauungstrakt, wo sich Ama vermehrt ansammelt. Daher ist es wichtig, erst den Mund zu reinigen, bevor du etwas isst oder trinkst, weil du diese Toxine sonst herunterschluckst und sie so wieder in deinen Körper gelangen– klingt logisch, oder?

4. Ayurveda Morgenroutine Nasenspülung

Bei einer Nasenspülung (nasya) werden die Nasenschleimhaut und die Nebenhöhlen mit einer erwärmten Salzlösung gereinigt. Dafür gibt es Nasenspülflaschen oder die etwas schickere Variante, sogenannte Nasenkännchen. Das Salz, welches du im Wasser auflöst, kannst du abgepackt im Drogeriemarkt kaufen, so hast du direkt die richtige Dosierung. Egal, ob Nasenkännchen oder Flasche, das Vorgehen ist das gleiche: Du hältst den Behälter an ein Nasenloch, legst den Kopf etwas schräg und lässt die Salzlösung vom einen Nasenloch ins andere laufen. Dabei kannst du den Mund ruhig etwas öffnen, damit sich das Gaumensegel schließen kann und du nicht das Gefühl hast, zu wenig Luft zu bekommen. Dieses Prozedere kostet am Anfang etwas Überwindung. Am besten probierst du es am Wochenende auf, wenn du morgens keinen Zeitdruck hast. Nasenspülungen beugen Erkältungen vor und helfen dir bei Heuschnupfen oder Hausstauballergien, weil sie die Nasenscheimhäute befeuchten und die Reinigungunterstützen. Zudem helfen sie, einmal ausgebrochene Erkältungen schneller abklingen zu lassen. Mit etwas Übung wird eine Nasenreinigung – wortwörtlich – schnell von ganz alleine laufen.

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5. Ayurveda Morgenroutine Warmes Wasser trinken

Nach der Mundhygiene solltest du zwei große Gläser warmes Wasser trinken. Dein Körper ist morgens nach der nächtlichen Zellerneuerung dehydriert. Kaffee hilft ihm bei der Regeneration nicht wirklich, weil er diesen erst verarbeiten muss,um das Wasser nutzen zu können – also gib ihm vorher warmes Wasser! Deine Verdauung wird durch die Wärme angeregt, Toxine werden leichter abgelöst und dein Stoffwechsel wird angekurbelt, besonders auf nüchternem Magen. Wenn dir reines Wasser zu langweilig ist, füge gerne eine gepresste Zitrone oder frischen Ingwer hinzu. Auch im Sommer solltest du darauf nicht verzichten. Dein Körper wird es dir danken!

6. Morgenroutine Yoga

Nach einer langen Nacht freut sich dein Körper über ein wenig Bewegung. Mit einigen Yoga-Übungen kannst du den Kreislauf in Schwung bringen und die Durchblutung fördern. Du musst hier keine 45-minütige Yoga-Session einlegen, 5-10 Minuten reichen völlig aus! Sehr gut eignet sich hierfür der Sonnengruß, mit dem du den ganzen Körper ansprichst. Mach einfach einige Sonnengrüße hintereinander, dann bist du wach und energiegeladen.

7. Morgenroutine Meditation

Neben dem Körper kannst du deinen Geist mit einer Meditation auf den Tag einstimmen. Wenn dir freies Meditieren schwer fällt: Es gibt geführte, kurze Meditationen in zahlreichen Apps (dafür ist ein kurzer Handyeinsatz erlaubt ) So tankst du direkt positive Energie, Ruhe und Ausgelassenheit und bist bereit für die anstehenden Herausforderungen.

8. Ayurveda Morgenroutine Abhyanga-Massage

Vor dem Duschen kannst du dich nun noch mit einer Ganzkörpermassage verwöhnen, der Abhyanga-Massage, was so viel wie „die große Einölung“ bedeutet. Hier kommt erwärmtes Sesamöl zum Einsatz, mit dem du nach und nach jede Partie des Körpers massierst. Sesamöl hat nämlich die Eigenschaft, sehr tief in die Poren eindringen zu können – Sesam, öffne dich! Du kannst dich aber auch auf bestimmte Partien beschränken, etwa auf das Gesicht, den Bauch oder die Füße. Die Massage soll verjüngend und entspannend wirken, die Durchblutung fördern und sich positiv auf das Immunsystem auswirken.

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Für die Eiligen: Morgenroutine to go

Du hast morgens keine Zeit für eine ausgedehnte Routine, möchtest aber die wichtigsten Aspekte trotzdem einbauen? Dann seien dir die drei Punkte der Mundhygiene (Öl ziehen, Zunge schaben und Zähne putzen) sowie Wasser trinken besonders ans Herz gelegt. Damit reinigst du deinen Körper grundlegend und versorgst ihn mit Flüssigkeit. Alle anderen Dinge kannst du optional einbauen oder du nimmst dir am Wochenende mehr Zeit für die aufwendigere Schritte wie die Abhyanga-Massage.

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Vielen lieben Dank, liebe Vanessa, für diesen auführlichen Artikel. Probiere doch gerne einmal die acht Punkte der ayurvedischen Morgenroutine aus.
Namasté


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