Written by 11:20 Achtsamkeit, Detox, ganzwunderbar, Gesundheit

Burnout-Syndrom – Mädels wacht auf

Viele Frauen leiden an einem beginnenden Burnout oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom.
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Photo by James Forbes on Unsplash


Ich habe momentan das Gefühl, dass immer mehr Menschen, vor allen Dingen Frauen, an einem beginnenden Burnout oder dem chronischen Erschöpfungssyndrom leiden. Corona hat dies noch mehr durch das Homeoffice und die Kinderbetreuung zu Hause verstärkt. Ich unterhalte mich mit vielen Frauen und immer wieder höre ich Aussagen wie:

„Ich kann nicht mehr. Ich stehe kurz vor einem Burnout“.

Immer mehr Menschen leiden an einem Burnout-Syndrom – Aber wieso?

Aber wieso ist das so? Wieso leiden so viele Menschen, vor allen Dingen Frauen, an einem Burnout? Dieser Frage möchte ich in diesem Artikel näher eingehen.

Das komische finde ich, dass die Frauen von sich selber sagen; ich kann nicht mehr und trotzdem alles so belassen wie es ist. Anstatt die Reißlinie zu ziehen, wird der Alltag genauso weiter geführt. Vor allen Dingen die Frauen arbeiten sich im wahrsten Sinne des Wortes kaputt. Karriere und das Familienleben wollen unter einen Hut gebracht werden. Frau möchte Karriere machen und nimmt neben zwei Kindern und dem Haus noch einen Job mit 32 Stunden die Woche an. Dass das auf Dauer nicht funktionieren kann, ist doch schon vorprogrammiert. 32 Stunden! Das ist fast eine Vollzeitstelle. Plus zwei Kinder. Der Haushalt soll auch noch vernünftig geführt werden und einen Ehemann bzw. eine Ehe sollte auch gepflegt werden.

In der Bundesrepublik leiden rund 4,2 Prozent der Erwachsenenbevölkerung unter einem Burn-out-Syndrom. Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) leiden Frauen mit 5,2 Prozent häufiger unter dem chronischen Erschöpfungssyndrom als Männer (3,3 Prozent). Die „Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland“ (DEGS1), die das RKI im Rahmen des Gesundheitsmonitorings regelmäßig durchführt, legt außerdem nahe, dass die Burn-out-Prävalenz mit zunehmenden sozioökonomischen Status (SES) ansteigt.

https://de.statista.com/

Meiner Meinung nach muss man sich entscheiden, ob man fast eine Vollzeitstelle antritt oder sich um die Kinder und den Haushalt und den Mann kümmert. Aber bei vielen lässt sich das alles nicht so pauschalisieren. Das Geld muss reinkommen, um die Rate für das Haus zu zahlen. Aber wieso erleiden so viele Menschen ein Burnout?

Burnout-Syndrom durch fehlende Auszeiten im Alltag

Jeder lädt jeden Abend sein Handy auf, da der Akku leer ist. Aber wir Menschen machen dies leider nicht sehr oft und laden unsere Energien nicht oft genug neu auf. Vor allen Dingen Frauen ackern und ackern und ackern sich zu Tode, ohne sich bewusste Auszeiten einzuräumen. Dann hört man solche Aussagen wie: „Ich weiß gar nicht, wann ich mir das letzte Mal was Gutes wie Sauna gegönnt habe.“ Diese Auszeiten sind aber so wichtig, um Körper und Geist zu entspannen und neue Energie zu bekommen. Viele Frauen vergessen sich selber. Erstmal alles andere und am Ende ich.

Erstmal der Job, dann die Kinder, dann der Mann, dann das Haus und am Ende dann vielleicht ich.

Und genau so läuft man in ein Burnout. Wo bleibt man selber bei diesem ganzen Stress, Chaos und der Hektik? Wieso tut man sich selber nicht mal was Gutes? Am Ende bringt es niemanden etwas, wenn du dich kaputt arbeitest.

Burnout-Syndrom durch geringes Selbstwertgefühl

Durch ein geringes Selbstwertgefühl versucht man durch die viele Arbeit etwas zu kompensieren. Je mehr ich arbeite, um so fleißiger bin ich. Wenn ich arbeite und fleißig bin, bin ich jemand. Diese Menschen bzw. die Frauen glauben, dass sie sich durch Erfolg im Job irgendwann besser fühlen werden. Doch dies wird nicht funktionieren. Man merkt dann irgendwann, dass die viele Arbeit das fehlende Selbstwertgefühl eben nicht überdecken kann. Man arbeitet dann noch mehr und mehr und läuft geradeaus in ein Burnout.

Burnout-Syndrom durch eine falsche Erziehung der Eltern

Unsere Eltern haben uns beigebracht, wenn du keinen vernünftigen Job hast, wird aus dir nichts, mein Kind. Unsere Eltern haben uns darauf konditioniert, dass wir uns über unsere Arbeit definieren. Wenn du nichts ablieferst, bist du auch nichts. Für mich ein völlig veraltetes Denken. Genau diese Menschen, also unsere Eltern und Großeltern, haben sich über ihre Arbeit definiert. Ist die Arbeit dann plötzlich weggefallen, aus welchen Gründen auch immer, sind diese in ein tiefes Loch gefallen. Ganz nach dem Motto: Ohne Arbeit bin ich ein Niemand. Hast du dich selber mal gefragt, wer du bist, wenn du keine Arbeit, keine Kinder und keine Beziehung oder Ehe mehr hast?

Burnout-Syndrom durch Perfektionismus

Viele Frauen wollen alles perfekt haben. Die perfekten Kinder mit den perfekten Noten. Am besten überall eine 1 in den Schulfächern. Sie wollen das perfekte Haus mit dem perfekten Vorgarten. Es soll immer ordentlich und sauber sein, als wenn man in einem IKEA Haus wohnen würde. Den perfekten Job ohne Überstunden und ohne Stress. Den perfekten Ehemann mit Sixpackbauch und und und.

Mädels, wacht auf! So ein Leben gibt es nicht. Wir sind keine Maschinen. Das Leben ist nicht perfekt. Es gibt Höhen und Tiefen, Kinder sind auch toll, wenn sie keine 1 mit nach Hause bringen, und auch der Ehemann ist immer noch der tolle Ehemann, wenn er nicht das perfekte Gewicht hat. Die Wohnung kann ruhig aussehen, als wenn eine Bombe eingeschlagen wäre. Das ist normal mit Kindern. Woher kommt dieser Perfektionismus in unserer Gesellschaft? Durch die sozialen Medien, durch die wir täglich berieselt werden?

Vergleiche dich nicht mit anderen. Sei dir selber treu und bleib du selbst. Das ist das Wichtigste.

Burnout durch fehlende Achtsamkeit und Selbstliebe

Bei vielen Frauen fehlt die Achtsamkeit und die Selbstliebe. Wenn du in deiner Selbstliebe wärst, würdest du dir Auszeiten einrichten und gut auf dich selber aufpassen. Du würdest Sport machen, in die Sauna gehen oder Yoga oder Meditation nur für dich machen. Aber durch die fehlende Selbstliebe, wird die Liebe an die Kinder und den Mann gegeben. Was ja auch gut ist. Aber Frau sollte am Ende nicht selber auf der Strecke bleiben. Bei aller Liebe!

Es ist sehr menschlich, auf den verschiedensten Wegen zu versuchen, Liebe und Anerkennung im Außen zu finden.

Yoga und Meditation bei einem beginnenden Burnout

Ich kann nur allen Frauen da draußen den Rat und Tipp geben, dass ihr euch Auszeiten in euren vollgepackten Alltag legt. Am besten eine Stunde pro Tag nur für dich. Wenn die Warnzeichen eines beginnenden Burnouts nicht beachtet werden, kann dies eine Depression auslösen. Damit ist am Ende niemanden geholfen. Nicht deinen Kindern, deinen Freunden, Familie oder Partner.

Richte dir kleine Auszeiten am Abend oder am frühen Morgen mit Yogaeinheiten oder kleinen Meditationssitzungen ein. Wenn du nur 10 Minuten einrichten kannst, dann ist das schon ein großer Schritt. Du wirst merken, dass du dich selber wieder findest. Viele Frauen haben sich mit der Familienplanung, dem Haus bauen und der Heirat selber verloren. Durch Yoga und Meditation kommst du wieder in Balance und zu dir selber. Du findest mehr zur Achtsamkeit und wirst deinen Alltag vielleicht auch mal nicht so perfekt sehen und lockerer angehen.

Solltest du direkte Burnout-Hilfe benötigen, dann schau gerne mal hier auf der Seite vorbei:

Hilfe bei Burnout
https://www.hilfe-bei-burnout.de/

Namasté

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