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Interview Fitness Coach aus Berlin – Paula von laufvernarrt

Interview Fitness Coach aus Berlin – Paula von laufvernarrt

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Fitness Coach aus Berlin

1.Stell dich doch bitte einmal vor. Wo wohnst du und was genau machst du beruflich? Ich bin Paula, lebe in Berlin und im höchsten Norden Deutschlands. Hauptberuflich blogge ich auf www.laufvernarrt.de, bin Autorin und coache ganzheitlich in den Bereichen Fitness, Ernährung und Mindset. Eigentlich war ich mal Physiotherapeutin und habe Weiterbildungen als Ernährungsberaterin, Personal Trainerin und Life Coach. 

Fitness Coach aus Berlin mit Drang zum Laufen

2. Ich folge deinem Instagram Account „Laufvernarrt”. Wie kamst du zu dem Laufen? Meine allererste Laufmotivation war tatsächlich, dass ich meinen eigenen Körper nicht ausstehen konnte und Angst hatte, zu dick zu werden. Ich lief los, „weil man ja irgendwelchen Sport machen musste“. Es brachte mir selbstverständlich keine Freude mit so einer Motivation. Erst ein paar Jahre später, als ich meine Pferde verkaufte, merkte ich, dass mir tatsächlich etwas fehlte. Ich begann zu laufen, weil ich so unausgelastet war. Und plötzlich war ich verliebt – laufvernarrt also.

Paula – Fitness Coach aus Berlin und ihr Krafttraining

3. Auf dem Account gibt es auch sehr viele Krafttrainings-Aufnahmen von dir? Du siehst ja wirklich toll durchtrainiert aus. Wie kamst du zu dem Krafttraining? Als ich begann zu laufen, wusste ich noch gar nicht, wie das eigentlich richtig geht. Ich lief einfach los und versuchte in jeder Einheit ein bisschen weiter und schneller zu laufen. Dass das dauerhaft nicht funktioniert, wird dich wahrscheinlich nicht sonderlich überraschen. So kam ich zu meiner ersten Überlastungs-Verletzung – einem Läuferknie. Da ich aber nicht gänzlich auf Sport verzichten und den Fehler nochmal machen wollte, meldete ich mich im Fitnessstudio an. Dort wollte ich anfangs nur ein bisschen stabilisierend und ausgleichend trainieren. Mein damaliger Trainer brachte mich jedoch relativ schnell an die Freihanteln und das Training mit meinem eigenen Körpergewicht. Ins (funktionelle) Krafttraining habe ich mich dann recht schnell verliebt. Nicht nur, dass es mich beim Laufen unterstützte. Sondern auch, dass es mir half, mich insgesamt wohler in meinem Körper zu fühlen.

Ernährung für einen Fitness Coach

4. Wie oft machst du Sport in der Woche und bedarf es da einer besonderen Ernährung? Ich trainiere meistens zwischen vier und sechs mal pro Woche. Zwei bis drei Einheiten Laufen und zwei bis vier Einheiten funktionelles Training. Ich ernähre mich nicht nach Plan oder zähle Kalorien oder sowas. Stattdessen esse ich intuitiv, aber sehr nährstoffreich. Die Basis bildet bei mir definitiv viel Gemüse und Obst, langkettige Kohlenhydrate, einige hochwertige Fette und zu jeder Mahlzeit eine Proteinquelle. Mir ist es am wichtigsten, dass ich mich wohlfühle mit meiner Ernährung, viel Energie habe und ich alles gut vertrage. Ich merke schon einen ziemlichen Unterschied, ob ich mich nährstoffreich und ausgewogen ernähre oder nicht. Ich habe dazu übrigens auch ein Buch und Ebook geschrieben: Selbstläufer – die acht Wochen Ernährungsumstellung.

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Fitness Coach und Yoga und Meditation

5. Was hälst du von Yoga und Meditation? Hast du das schon mal ausprobiert und falls ja, kannst du es weiter empfehlen? Ich bin absoluter Meditations-Fan. Ich habe tatsächlich sogar schon selbst darüber nachgedacht, MBSR-Lehrerin zu werden. Phasenweise meditiere ich täglich. Dann gibt es wieder Phasen, in denen ich es weniger mache. Beides ist inzwischen für mich okay – schließlich soll aus Meditation kein Leistungsdruck werden. Ich kann es aber definitiv jedem Menschen empfehlen, Meditation mal eine Chance zu geben. Es ist ja inzwischen sogar wissenschaftlich belegt, wie gut meditieren Körper und Geist tut.Was Yoga betrifft, habe ich bisher keinen echten Draht dazu entwickeln können. Ich mache ganz gerne mal Sonnengrüße oder ein paar Yoga-inspirierte Posen beim Aufwärmen, Abwärmen oder der Mobility. Aber in Yogaklassen entwickelt sich bei mir oft das Gefühl: „Wann ist es endlich vorbei?“. Ich glaube, das ist nicht Sinn der Sache.Trotzdem hätte ich trotzdem riesige Lust, mal an einem Yoga Retreat teilzunehmen. Vielleicht bräuchte ich einfach mal den intensiven Einstieg, um es lieben zu lernen. Denn in der Idee finde ich Yoga total spannend.

Fitness Coach und Depressionen

6. Ich habe in einem sehr persönlichen Post von dir gelesen, dass du dich selbst von deinen Depressionen befreit hast. Wie hast du das geschafft? Zunächst einmal: Ich habe immer noch schlechte Tage oder Tiefs und Momente, in denen ich mal denke, dass es nicht mehr weitergeht. Ich habe aber gelernt, dass es nicht dramatisch ist und es eben doch immer weitergeht. Dass mir die Depressionen etwas sagen und vielmehr eine Erinnerung daran sind, für mich selbst zu sorgen. Das ist sozusagen mein persönliches Frühwarnsystem. Und je rechtzeitiger ich die ersten Anzeichen wahrnehme, umso einfacher ist es, mich wieder rauszuziehen. Es ist heute kein Vergleich mehr zu den Gefühlen, die ich vor zehn oder auch noch vor fünf Jahren hatte. Für mich waren die wichtigsten Bausteine auf dem Weg: Achtsamkeit und Akzeptanz, eine prozessorientierte Therapie, MBSR, Sport, gute Ernährung, Tiere, Zeit in der Natur, Auszeiten, das geeignete Umfeld und das Bewusstsein, dass ich die Verantwortung für mich selbst trage. Das kam alles nicht über Nacht. Das war mit viel Arbeit, Ausprobieren und Hinfallen verbunden.

7. Was würdest du machen, wenn du die Mittel hättest, den Planeten zu einem besseren Ort zu machen? Oh je, bei der Frage geht es mit mir durch. Ich würde Therapie und Coachings für jeden Menschen zugänglich machen, ein bedingungsloses Grundeinkommen einführen, ich würde viel mehr Geld in die Forschung für nachhaltige Materialien investieren und eine Sportmarke entwickeln, die funktionell, nachhaltig UND schön ist. Ich würde noch mehr guten Fleischersatz kreieren lassen, Klimaprojekte finanzieren und Unternehmen dazu bringen, nachhaltiger und fairer arbeiten zu müssen.Da kommt bestimmt noch mehr, aber fürs Erste reicht das, glaube ich.

Das reicht definitiv. Vielen Dank, liebe Paula, für das schöne Interview und das du dir die Zeit dafür genommen hast.
Namasté

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