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Hilfe bei Panikattacken

Hilfe bei Panikattacken

Headerbild: @drromie, www.pixabay.com

Artikelbeitrag zur Blogparade von Marco von Burnout-symptome-und-test

Kennst du das Gefühl, dass dir vor Angst die Luft wegbleibt? Du bekommst Panik, hast Angst keine Luft zu bekommen und sterben zu müssen. Ausgelöst durch eine Situation in unserem Alltag. Wir fühlen uns plötzlich nicht mehr wohl in unserer Haut, Angst oder sogar Panik überkommen uns. In vielen Fällen beruhigen wir uns wieder selbst aber in manchen Fällen können Situationen, die durch Angststörungen hervorgerufen wurden, nicht so leicht gemeistert werden zum Beispiel bei Panikattacken.

Panikattacken loswerden

Bei Panikattacken kommst du in eine Situation, in der du glaubst, gleich zu ersticken, weil du keine Luft mehr bekommst. Du glaubst, du würdest einen Herzinfarkt bekommen, weil dein Herz so schnell schlägt und kurz davor ist zu explodieren. Du glaubst, hier und jetzt Sterben zu müssen. Das ist kein schönes Gefühl. Ich hatte vor 12 Jahren selber Panikattacken, ausgelöst durch eine Trennung und weiß ganz genau, wie schrecklich solche Erfahrungen sind. Zumal ich mir immer gesagt habe bzw. immer von mir selbst geglaubt hatte, dass mir eine psychische Krankheit niemals passieren würde. So kann man sich irren. Jeder kann eine psychische Krankheit wie Panikattacken oder Burn-Out bekommen, egal wie stark und mental fit wir uns fühlen. Die Ursache dafür, lag ganz weit in meiner Kindheit zurück, durch die Scheidung meiner Eltern.

Auf www.statista.com findest du eine Statistik, die den Anteil der Bevölkerung zeigt, der mindestens einmal im Leben (Lebenszeitprävalenz) unter Angststörungen gelitten hat. Insgesamt leiden 25 Prozent aller Menschen mindestens einmal im Leben unter Angststörungen.

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182616/umfrage/haeufigkeit-von-angststoerungen/

Panikattacken können durch nicht verarbeitete Ereignisse aus der Vergangenheit wie zum Beispiel durch den Tod eines geliebten Menschen, einer Trennung oder einer Scheidung hervorgerufen werden. Diese Ursachen für die Entstehung von Panikattacken liegen ganz tief in der Kindheit zurück. Zur Linderung der Panikattacken muss man erst einmal die Ursache verstehen.

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Ursache für Panikattacken finden

  • Wieso bekomme ich in bestimmten Situationen auf einmal keine Luft mehr?
  • Was war der Auslöser für meine Angst?
  • Was ist in letzter Zeit in meinem Leben passiert, dass ich nun so reagiere?
  • Wieso kann ich mich nicht selbst beruhigen?
  • Wieso fängt dies immer an bestimmten Orten statt, wie zum Beispiel in der Schlange einer Supermarktkasse oder an einem Ort, wo sich viele Menschen versammeln?

Ich möchte dir nun drei verschiedene Tipps mit auf den Weg geben, um deine Panikattacken zu bekämpfen.

Professionelle psychologische Hilfe bei Panikattacken

1. Möglichkeit: Du holst dir professionelle psychologische Hilfe und beginnst mit dem Psychologen eine Therapie. Das Problem hierbei ist, das die Wartezeiten so lang sind, dass man auch locker mal ein paar Monate auf einen Therapieplatz warten muss. Ich hatte mich damals bei drei Therapeuten auf eine Warteliste setzen lassen. Es kam nie eine Antwort. Da hatte ich keine andere Wahl, als mir selber zu helfen.

Hilf dir selber, sonst bist du verloren.

Hilfe bei Panikattacken

2. Möglichkeit: Du hilfst dir selber und beginnst Zeit mit dir selbst zu verbringen. Schau, was bei dir gerade los ist. Fühl in dich hinein und versuch zur Ruhe zu kommen mit Yoga und Mediation. In der Meditation lernst du, im Hier und Jetzt anzukommen. Du lernst vor allem eins. Dich selbst zu respektieren und selbst zu lieben. Du lernst dich mit dir selbst zu verbinden. Wenn du noch völlig unerfahren mit der Meditation bist, starte erstmal fünf bis zehn Minuten und schaue, was mit dir passiert.

Meditation Hilfe bei Panikattacken

Wie fühlst du dich? Was geht gerade in dir vor? Spüre und fühle in dich hinein. Lerne, mit der Angst umzugehen und sie zu ertragen. Du musst die Angst kontrollieren lernen, nicht die Angst dich. Durch die Mediation wirst du ein anderes Gefühl für dein Inneres bekommen. Du wirst achtsamer werden und bei der nächsten Panikattacke schon frühzeitig merken, dass sich gerade wieder wie ein kleines Panikmonster in dir aufbäumt. Versuche zu lernen, dieses Panikmonster erst gar nicht groß werden zu lassen.

Pranayama Hilfe bei Panikattacken

Durch Atemübungen oder auch Pranayama genannt, kannst du dich selbst beruhigen und deine Panik wegatmen. Im Yoga konzentrieren wir uns komplett auf unsere Atmung. Die Yogaübungen bzw. die Asanas werden mit dem Rhythmus des Atems ausgeführt. Du lernst durch Yoga, deine Atmung zu kontrollieren. Gerade wenn du eine Panikattacke bekommst, die, wie das Wort schon sagt, dich aus dem nichts plötzlich attackiert, konzentriere dich komplett auf deine Atmung. Gerade während der Panik geht der Atem schnell und flach. Der Körper bereitet sich auf eine Fluchtreaktion vor um zu Überleben. Die Überlebensinstinkte nehmen überhand und du müsstest nun als Neandertaler vor dem wilden Tier wegrennen um dein Leben zu retten. Totaler Quatsch wenn man gerade im Supermarkt steht und einkaufen möchte.

Tipp während einer Panikattacke:

Atme nun ganz tief durch die Nase in den Bauch ein und atme durch die Nase wieder aus. Auch wenn dein Herz rast und dein Hals dir zuschnürt, konzentriere dich komplett auf deine Atmung. Du kannst nicht sterben, nicht ersticken und auch keinen Herzinfarkt bekommen. Das musst du dir bewusst machen. Nimm mind. sechs tiefe Atemzüge und du wirst merken, wie sich dein Herzschlag verlangsamt und du wieder bei dir selbst ankommst. Mit Pranayama kannst du deine Panikattacken wieder in den Griff bekommen und diese selbst heilen. Dafür brauchst du auch kein großer Pranayama Meister sein. In der Regelmäßigkeit liegt hier der Erfolg. Jeden Tag ein bisschen!

CBD Öl bei Panikattacken

3. Möglichkeit: Du nimmst, zusätzlich zu den Yoga und Meditationseinheiten, CBD Öl ein. Das Hanföl wirkt direkt auf das Endocannabinoid-System unseres Körpers und beruhigt. Das CBD ÖL ist legal und wirkt nicht psychedelisch.

„Studien, wie von R. de Mello Schier et.al. beschreiben CBD als ein potenzielles Mittel zur Unterstützung gegen Depression, Stress und Angst, da das CBD mit dem Endocannabinoid-System interagieren kann. …Durch die Einführung des CBD in den Körper, tritt es in das Endocannabinoid-System wo sich die CB1-Rezeptoren mit den Cannabinoide interagieren können. Bei diesem Vorgang werden dann die Neuronen im zentralen Amygdala, wo Angst und Stress kontrolliert werden, weniger aktiv.“

https://nordicoil.de/blog/cbd-bei-stress-angst-und-depressionen/

CBD ÖL kann in vielen Dingen helfen, in denen wir unsere Ruhe verloren haben. Vor Prüfungsaufgaben oder Präsentation, vor wichtigen Terminen oder bei Angststörungen. Gerade bei Panikattacken müssen wir einen Weg finden, innere Ruhe zu bewahren und Stress abzubauen.

Yoga hilft dir über die Pranamaya-Übungen ruhig zu werden, das CBD ÖL beruhigt dich innerlich über das Endocannabinoid-System und die Meditation beruhigt deinen Geist. Versuche alle drei Dinge aus, um deine Panikattacken erfolgreich zu bekämpfen. Hier ist jedes Mittel recht. Ich kann dir nur einen Tipp geben, lerne Zeit mit dir selbst zu verbringen. Setze dich gerade in der akuten Phase der Panikattacken jeden Tag zum Meditieren hin und komme bei dir selber an. Ich habe damals jeden Tag 1 Stunde lang meditiert und konnte meine Panikattacken nach ein paar Wochen erfolgreich besiegen. Auf der Liste der Psychotherapeuten stehe ich vermutlich bis heute noch.

Wenn du mehr von Marcos Blogparade zum Thema „Erfahrungen und der Umgang mit psychischen Erkrankungen” erfahren möchtest, schau doch gerne mal auf seiner Seite vorbei.

Namasté

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4 comments

  1. Ich danke Ihnen für den interessanten Artikel. Bei Panikattacken sollte man nicht zögern und sich sofort Hilfe suchen.
    Mit besten Grüßen,
    Jana

  2. Hallo Jana,
    ich wollte mir damals in meiner Situation Hilfe holen und stand bei drei Therapeuten auf der Liste. Das ist nun 12 Jahre her und bis heute keine Antwort. Die Wartezeit betrug damals ca. 6 Monate. Ich kann das bis heute nicht verstehen, wieso da in Deutschland nichts unternommen wird. Wenn man Magen- oder Herzprobleme hat, bekommt man auch ziemlich schnell einen Termin. Bei psychischen Krankheiten wird immer noch lange gezögert. Unbegreiflich für mich. Genau aus diesem Grund musste ich mir damals selbst helfen und habe mit der Meditation begonnen. Heute möchte ich so viele Menschen wie möglich über die positiven Aspekte des Yogas und der Meditation überzeugen.
    Ganzwunderbare Grüße
    Melanie

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