Pranayama – Wieder richtig durchatmen!

Pranayama – Wieder richtig durchatmen!

Atmen im Yoga

Wer kennt sie nicht? Diese Situationen in denen dir der Atem stockt, aus Schock, aus Trauer, aus Wut oder aus sonst einem Grund. Dir bleibt der Atem weg, du verharrst in einer verkrampften Haltung, vielleicht schnürt sich dir sogar der Hals zu oder du bekommst einen Kloß im Hals und atmest nicht ruhig und gleichmässig weiter – dir stockt ganz einfach der Atem.

Diese Situationen kann jeder von uns im Alltag passieren, in allen möglichen Situationen, in geschäftlichen wie auch in beruflichen. Meist kommen diese Situationen plötzlich und heftig und man hat das Gefühl sie nicht unter Kontrolle zu haben. Angst oder Panik zum Beispiel oder wenn man sich erschrickt führt zu einem flachen und schnellen Atem. Unbewusst und aus Angst halten wir die Luft an, weil wir mit der Situation nicht zurecht kommen. Gleichmäßiges und ruhiges Atem wäre dann aber hilfreich. Durch ein verbessertes Bewusstsein für die Atmung und die Vorgänge im Körper kann Yoga die Angst davor nehmen, das Gefühl zu haben, keine Luft zu bekommen.

Yoga beruhigt den Atem

Beim Yoga lernst du deinen Atem zu kontrollieren. Höre einmal in dich hinein und beobachte deinen Atem. Auch wenn du das Gefühl hast, dir bleibt der Atem weg, dem ist ja nicht so. Atmen ist ein angeborener Reflex, den wir nicht mal eben stoppen können. Die Atmung fließt automatisch und kann durch dich nur verlängert oder verkürzt werden. Dies ist eine Aufgabe beim Yoga, deine Atmung zu beruhigen und zu verlängern. Lange ruhige Atemzüge durch vorherige Anstrengung des Körpers. Durch anstrengende Yogaübungen also durch Muskelanspannuung und längere Haltungen entspannen sich die Muskeln und der Körper fährt runter, die Gedanken und die Atmung verlangsamen sich. Die Yogalehrer erzählen dann plötzlich was von Ujjayi Atmung und Pranayama. Aber was genau ist das überhaupt?

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Die Ujjayi Atmung (Ausprache Udschai)

Der Atem lässt die Energie in deinem Körper fließen wenn du sie richtig einsetzt. Zum Beispiel wenn du die Ujjayi Atmung einsetzt. Du kannst dich mit dieser Atmung aufwärmen und dir positive Energie aufbauen. Im Ashtanga Yoga wird mit der Ujjayi Atmung (Ausprache Udschai) gearbeitet. Der Bauch wird fest nach innen gezogen, der Atem fließt in die Rippenbögen und weitet diese. Man versucht ein Atemgeräusch entstehen zu lassen, den Atem laut und kratzig wie Darth Vader ein und auszuatmen. Die Stimmritze verengt sich und lässt ein Atemgeräusch entstehen. Die Ujjayi Atmung lässt uns das Atmen üben, verstärken und vertiefen!

Was ist Pranayama?

Pranayama bedeutet soviel wie die Zusammenführung von Körper und Geist durch Atemübungen. Pranayama bedeutet soviel wie „Prana“ für die Lebensenergie und „Ayama“ bedeutet Erweiterung oder Kontrolle. Die Lebensenergie durch Atemübungen aktivieren und kontrolliert über die Rippen- oder Bauchatmung durch den Körper fließen zu lassen. Im Yoga kann bei der Pranayamaatmung mit der Atmung gespielt werden, verschiedende Muskelgruppen können aktiviert werden. Wir kontrollieren die Atmung, bestimmte Muskelgruppen werden durch die Atmung aktiviert und die Lebensenergie neu angefacht.

Reinigung der Atemwege

Wenn du merkst, dass dich die Erkältung mal wieder über die Nase versucht zu erwischen, kannst du mit der Ujjayi Atmung dagegensteuern. Die Atmung reinigt die Atemwege und lässt den Nasen- und Rachenbereich stärker durchbluten ebenso werden die Bronchien gesäubert. Durch den Kehlverschluss wird die Atemluft anders und stärker zu den Lungen transportiert und nimmt mehr Fremdkörperteilchen auf dem Ausatemweg mit zurück. Du bekommst wieder besser Luft! Auch bei Lungenkrankheiten oder Bronchitis ist dies eine tolle Hilfe, um das Atmen zu erleichtern.

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Durch Yoga das Atmen üben
Im Yoga gibt es auch diese Situationen in denen der Atem kurz und flach geht und man anders atmet und die Luftzufuhr gefühlterweise abgeschnürt wird. Die verdrehten Asanas lassen dich kurz und flach atmen und trotzdem bekommen wir weiterhin Luft auch wenn es für uns eine andere Atemtechnik ist und sich ungewohnt anfühlt. Was ist die Bauchatmung oder die Rippenatmung? Die Bauchatmung ist die Atmung, die du am häufigsten unbewusst anwendest. Die Rippenatmung ist die obere Atmung, bei der du in die Rippenbögen einatmest, hierbei ist die Bauchatmung komplett ausgestellt. Diese Asanas zeigen dir, das du in Situationen, in denen dir die Luft weg bleibt, trotzdem noch weiter atmen kannst.

Yoga lehrt uns auf unseren Körper zu schauen, uns mit ihm auseinander zu setzen, achtsamer zu leben und auch aus ihm zu lernen. Gerade für schwierige Situationen oder bei Stress im Alltag. Du lernst bei der flachen Rippenatmung, dass es sich eingeengt anfühlt, aber man trotzdem Luft bekommt. Diese Erfahrung kannst du mit in den Alltag nehmen, in die Situationen, in denen dir mal wieder die Luft zum Atmen genommen wird.

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Buchtipp Nr. 1:
Das Tao im Yoga und im Ur-Atem (Werbelink)
Vom erfahrbaren Atem Ilse Middendorfs über die Kevali-Atmung des Pranayama Boris Sacharows zur Lebenskraft Chi

Hörbuch:
Pranayama
(Werbelink)
von Anna Trökes
Pranayama (Lebensenergie kontrollieren) ist eine der ältesten Atemtherapien der Welt. Die leicht verständlichen Übungen helfen, Geist und Körper zu entspannen und mit neuer Energie zu füllen.

Yoga-Plakat:
Yoga-Plakat – Die 8 Stufen Des Yogapfades Von Patanjali (Werbelink)

Schriftstellerin und Yogi Anna Trökes
Anna Trökes beschreibt hierzu in ihrem Artikel Ujjayi – die siegreiche Atmung die Vorteile der Ujjayi Atmung.

Link Yoga Vidja:
Pranayama, die Yoga-Atmung



Hier noch ein ganzwunderbarer Artikel zum Thema „Kleine Winde in der Yogastunde“ bei dem es indirekt auch über das Thema Luft geht 😉 Viel Spaß beim Lesen 😉

Namaste
Yogablog Ganzwunderbar

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Sonja
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Sonja

Ganz toller Beitrag – Dankeschön 🙂

Das Datschiburger
Gast
Das Datschiburger

… musste ich leider selbst vor kurzem die Erfahrung machen, aber es stimmt, man muss es sich ins Bewusstsein rufen, etwas ändern und dann kann man wieder aufatmen. Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Ebenfalls Dankeschön!

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[…] dehnen, gehen wir im nächsten Asana zum Beispiel in den Brustöffner. Immer im Wechsel mit der Atmung (Pranayama) werden nach und nach Vor- und Rückbeugen geübt. Dadurch können sich unsere Muskeln ideal dehnen […]

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[…] Eine Vielzahl von detailliert beschriebenen Körperübungen (asanas), Atem- und Energieübungen (pranayama) als auch Konzentrations- und Meditationstechniken (dharana) bringt diese Lebensenergie wieder in […]

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[…] auf deinen Knien. Die Schultern fallen leicht nach unten hinten, die Brust ist rausgestreckt. Der Atem fließt ruhig und gleichmäßig. Die spürst die warmen Sonnenstrahlen auf deiner Haut. Vorsichtig […]

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[…] App laden, einen schönen Platz zum Yogieren oder Meditieren suchen und schon kann es los gehen! Ein- und Ausatmen! Auch in der Natur eine schöne Erfahrung. Manchmal ist es auch einfach mal schön alleine zuhause […]

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[…] Stress atmen wir häufig zu flach. Daher sollte einmal am Tag ganz bewusst geatmet werden: Am besten morgens oder abends auf den Rücken legen und 7 Sekunden tief einatmen, 7 Sekunden den […]

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[…] ist das im Hier und Jetzt zu sein, nur auf seine Atmung zu hören und die Gedanken zu stoppen. Sie einfach mal beiseite zu schieben und dich auf deinen […]

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[…] Yoga und die Geschichte, die Philosohpie, die Vorstellung der Asanas, Techniken zur Vermittlung von Atemtechniken und Pranayamas sowie Aspekte der Anatamie werden in Bild und Text ausführlich erklärt. Yoga […]

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[…] beobachten. Die ganze Situation betrachten, die Beine, die Arme, deinen Kopf, deinen Rücken, deine Atmung, ohne dies zu bewerten. Dieser Moment ohne etwas zu bewerten, nur im Hier und Jetzt zu sein, den […]

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[…] verändert und damit auch verbessert werden. Die Yoga-Praxis mit ihren Techniken der Meditation, Atemmethoden und körperlichen Übungen dient immer dem Ziel, Tamas und Rajas zu reduzieren und einen reinen, […]

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[…] mehr. Es gibt einiges an Parallelen zum Yoga, z. Bsp. die Idee des lebenslangen Übens und der Lenkung von Prana. Im Aikido ist es das „KI“ (=Prana auf japanisch), das durch den Angreifer zu uns kommt und mit […]

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[…] das Verbunden sein mit allem was ist wahrnehmen. Dazwischen chanten wir die dazugehörigen Mantras, atmen, finden verschiedene Asanas, die genau dem jeweiligen Energiezentrum entsprechen, es anregen und […]

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[…] das Beste für uns Yogis, lässt uns verbiegen, lässt uns dehnen und Schmerzen spüren  und auch wegatmen und doch machst du soviel mehr. Du gibst uns eine tolle Stunde, und ein tolles Entspannungs-Gefühl […]

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[…] hat, die erste Abfahrt zu nehmen, kann Snowga dir schnell helfen. Durch die Yoga- und bewussten Atemübungen kannst du deinen Geist beruhigen und dir die Angst etwas nehmen. Snowga wird mit der kompletten […]

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[…] Auf ging es zum letzten der 4 Events, dem ausführlichen Hot Yoga Workshop über 4 Stunden. Benjamin begrüßte den gut gefüllten Yogaraum zunächst mit ein paar Anekdoten aus seinem Leben, seinen eigenen Erfahrungen, und wie er zum Yoga gekommen ist. Und dann wurde es auch bereits konkreter: In der Yogapraxis muß man Geduld haben, und sich vor allem auf vier Dinge konzentrieren: 1. Präzision 2.Intensität 3.Zeit/Geduld und 4. Atmung. […]

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[…] gegenüber. Ich hatte die selben Vorurteile wie viele die ich schon gelesen und gehört hatte. Da atmet man doch nur, das ist mir viel zu langweilig. Ich hatte mit Yoga begonnen und hatte mir nichts […]

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[…] wenn sie an Yoga denken. Die Balinesen verstehen unter Yoga in erster Linie das praktizieren von Pranayama, dem Zusammenführen von Körper und Geist durch Atemübungen. Pranayama genießt ein hohes Ansehen […]

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[…] Yoga wird zusätzlich zu den Yogafiguren (Asanas) rhythmisch ein und ausgeatmet, die Pranayama-Atmung. Durch diese spezielle Atmung weitet sich unser Brustkorb, der Bauch ist angespannt, die Atmung […]

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[…] gewertet und verarbeitet werden. Schiebe diese beiseite und konzentriere dich komplett auf deine Atmung. Versuche einfach mal stille Orte bewusst und achtsam wahrzunehmen und wenn es nur ein paar Minuten […]

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[…] der Yoga Praxis gibt es eine Menge unterschiedlicher Atemübungen, „Pranayamas“ genannt. „Prana“ steht dabei für „Energie“ und „Ayama“ […]

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[…] Hier und Jetzt zu verweilen und den Atem zu beobachten. Das ist Yin Yoga. Die Übungen werden länger gehalten – 5-8 Minuten. Da die […]

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[…] auftragen. Das Aroma kühlt im ersten Moment angenehm die Haut und unterstützt dich bei einer bewussten Atmung. Somit hilft es dir besser deine innere Mitte beim Yoga oder während der Meditation zu […]

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[…] des linken und rechten Nasenlochs. Was genau passiert bei diesen Vorgängen? Man nennt diese Pranayama. Prana bedeutet im Sanskrit Energie und „Yama“ ausweiten. Dieser Bereich ist auch eines […]

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[…] der Yoga Praxis gibt es eine Menge unterschiedlicher Atemübungen, „Pranayamas“ genannt. „Prana“ steht dabei für „Energie“ und „Yama“ […]

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[…] der Früh mit Meditation. Anschließend findet eine ganzheitliche Yogastunde bestehend aus Asanas, Pranayama, Mudra, Mantras und Entspannung statt. Dabei werden verschiedene Yoga Stile, wie traditioneller […]

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[…] komisch klingt. Ich war selbst skeptisch. Was hat Atmen schon damit zu tun? Wir atmen jetzt. Atemübungen ermöglichen aufgestaute Emotionen, vor allem akkumulierte Trauer, zu entladen. Das ist der […]

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[…] Mithilfe des Steines kann man zur Ruhe kommen und du kannst dich voll und ganz auf deinen Atem (neue Lebensenergie) konzentrieren. Der Rosenquarz öffnet zum Beispiel dein Herz. Gerade bei Herzensangelegenheiten, […]

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[…] Kontrollierte Atmung […]

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[…] Du lernst deine schlechten Gedanken zu stoppen, dass du deine Gedanken steuern kann. Mithilfe von Atemübungen und Achtsamkeitstraining, lernst du auch wieder im Hier und Jetzt zu sein. Du lernst dich auf den […]

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[…] und wieder neues Wohlbefinden zu tanken. Zusätzlich dazu baut die Yogalehrerin kurze Sequenzen mit Pranayama (Atmung) und Meditationseinheiten ein, bei denen wir komplett die Gedanken ausstellen und […]

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[…] brauchbares Werkzeug – u.a. auch zur Selbsterkenntnis. Durch die intensiven Übungen und den bewusst geführten Atem lernt man sich selbst zu begegnen. Hinter der Fassade dem wahren Gesicht auf die Spur zu gehen, […]

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[…] selbst Spanierin bin, erfüllt es mich noch mehr mit Lebensfreude. In dem Stil können wunderbar Atem und Dehnübungen miteingebracht werden, um deinen Körper darauf vorzubereiten. Damit können […]

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[…] beschaffen ist und wie ich die Lebensenergie bei Blockaden, zum Beispiel über Körperübungen und Atemlenkungen, wieder in den Fluss bringen […]

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[…] Pranayama und […]

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[…] und vor allem die Bereitschaft, eigene Grenzen zu erweitern. In Kombination mit speziellen Atemtechniken werden die zu Beginn separaten Bewegungen zunehmend zu komplexen Formen zusammengefügt. Diese […]

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[…] Rauchen auch immer angefangen wurde, früher oder später wird es zum Mittel der Entspannung. Das tiefe Inhalieren, das langsame Ausatmen und die Auszeit vom Alltag – all das steht bei vielen synonym für Zigaretten. ABER: In der Zeit […]

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[…] kann seine Balance finden. Ein heißes Bad am Abend, eine Massage, Yoga, Meditation oder Atemübungen helfen dabei ruhiger zu werden und hormonelle Schwankungen zu […]

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[…] Klangyoga oder Vinyasa Yoga die richtige Wahl. Lange Asanas, die im Rhythmus von Pranayama, also der Atmung, ausgeführt werden. Viele Yogaübungen werden hier lange in einer Position […]

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[…] lernst du alles über Asana, Pranayama, Meditation, Shatkarma, Yoga Philosophie, Anatomie, Ayurveda und […]

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[…] Yoga bekommen wir ein völliges neues Körperbewusstsein. Die Pranayama Übungen lehren uns, uns auf unsere Atmung zu konzentrieren. Wir lernen unseren Körper und unsere […]

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[…] auf Meditationsmethoden an, die einen kreativen Ausdruck erlauben. Intuitive Bewegungen, Tanz, Atmung oder ganz normale Alltagsaktivitäten können benutzt werden, um den Organismus auf die Innenschau […]