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Lavendelöl: Anwendung, Wirkung und Herstellung

Wenn es um die Gesundheit und das Wohlbefinden geht, gilt Lavendelöl als wahre Wunderwaffe.
Lavendel

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Wenn es um die Gesundheit und das Wohlbefinden geht, gilt Lavendelöl als wahre Wunderwaffe. So kommt das Öl nicht nur bei der Behandlung von Schlafstörungen, sondern auch bei der Linderung von Kopfschmerzen und Stresssymptomen zum Einsatz. Das ätherische Öl aus den blauen Lavendelblüten hat viele positive Eigenschaften, die wir uns im Alltag zunutze machen können. Sogar im Haushalt lässt sich Lavendelöl verwenden. In diesem Beitrag gehen wir auf die Einsatzmöglichkeiten, die Herstellung sowie die Inhaltsstoffe ein.

Wie wird Lavendel hergestellt?

Das Öl wird in der Regel durch die Destillation von Lavendelblüten hergestellt. Hierzu werden die reifen Blüten gepflückt und getrocknet.

Es gibt verschiedene Methoden, um das Öl aus den Blüten zu gewinnen. Am häufigsten kommt jedoch die Wasserdampfdestillation zum Einsatz.

Hierbei werden die Lavendelblüten in einen Destillierkolben gegeben und mit Wasserdampf behandelt. Dadurch wird das Öl aus den Pflanzenzellen freigesetzt.

Der Dampf sammelt sich dann in einem Kondensator, wo er schließlich zu einer Mischung aus Wasser und Öl kondensiert.

Das Öl wird dann abgeschöpft und abgefüllt. Weniger beliebt ist die Extraktion mit Lösungsmitteln oder die Extraktion durch Kaltpressung.

Tipp: Natürliches Lavendelöl sowie andere Ätherische Öle gibt es unter anderem bei Heldengrün.

Die Inhaltsstoffe von Lavendelöl

Die wichtigsten Inhaltsstoffe von Lavendelöl sind:

Linalylacetat: Dies ist ein Monoterpen, das für den beruhigenden und entspannenden Duft von Lavendelöl verantwortlich ist. Es wird auch als natürliches Anxiolytikum (Mittel zur Linderung von Angstzuständen) eingesetzt.

Linalool: Ein weiteres wohlriechendes Monoterpen. Linalool verfügt über entzündungshemmende sowie schmerzlindernde Eigenschaften.

Terpinen-4-ol: Dies ist ein Sesquiterpen, welches für die antimikrobielle Wirkung von Lavendelöl verantwortlich ist.

Caryophyllen: Das Sesquiterpen sorgt für den würzigen Duft von Lavendelöl. Wissenschaftler konnten feststellen, dass es entzündungshemmend wirkt

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Pinen: Dieses Monoterpen wirkt antibakteriell und hat einen maßgeblichen Einfluss auf den frischen Duft von Lavendelöl.

Welche Anwendungszwecke kommen für Lavendelöl infrage?

Das Öl hat viele verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Wir haben die wichtigsten zusammengefasst und im folgenden Abschnitt aufgelistet:

Schlafprobleme: Öl aus Lavendelblüten wird häufig zur Behandlung von Schlafstörungen und Schwierigkeiten beim Einschlafen eingesetzt.

Hautpflege: Lavendelöl wird oft in Gesichtswasser und Seifen verwendet, um Hautunreinheiten zu behandeln und die Haut zu beruhigen.

Insektenschutz: Es kann auch als Insektenschutzmittel eingesetzt werden, um Mückenstiche und andere Insektenbisse zu lindern und/oder die kleinen Plagegeister aus der Wohnung fernzuhalten.

Haushalt: Öl aus Lavendelblüten kann als natürliches Reinigungsmittel verwendet werden. Es tötet Bakterien ab und sorgt somit nicht nur für einen guten Geruch, sondern auch hygienische Sauberkeit.

Küche: Lavendelöl wird häufig in der Küche verwendet, um Lebensmittel sowie Cocktails zu “würzen”. Auch bei der Herstellung von Marmeladen und Desserts kommt das Öl immer häufiger zum Einsatz.

Duft: Öl aus Lavendelblüten wird häufig in Duftkerzen, Duftlampen und Raumdüften verwendet, um eine beruhigende Atmosphäre zu schaffen.

Lavendelöl herstellen: So geht es

Wenn man über die notwendigen Werkzeuge und Materialien verfügt, ist es möglich, Öl aus Lavendelblüten selber zu machen. Hier ist eine Anleitung zur Herstellung von Lavendelöl zuhause:

  1. Sammle frische Lavendelblüten oder kaufe diese im Reformhaus deiner Wahl. Bei, Sammeln solltest du ausschließlich Blüten wählen, die bereits vollständig geöffnet und frei von Schädlingen oder Pflanzenschutzmitteln sind.
  1. Bereite einen Destillierkolben vor, indem du ihn mit Wasser füllst und einen Kondensator anbringst. Lege die Lavendelblüten in den Destillierkolben und stelle diesen auf den Herd oder eine andere Wärmequelle.
  1. Erhitze das Wasser, bis es zu kochen beginnt, und lass den Dampf durch den Kondensator strömen. Der Dampf wird sich mit der Zeit im Kondensator sammeln und kondensieren.
  1. Sammle das Öl mit einer Pipette oder mit einer Spritze von der Wasseroberfläche ab und gieße es in eine Flasche.

Achtung: Es ist wichtig zu beachten, dass die Herstellung von Öl zu Hause ein zeitaufwendiger und komplizierter Prozess ist, der spezielles Werkzeug und Fachwissen erfordert. Solltest du keine Erfahrung haben, ist es ratsam, sich zunächst beraten zu lassen oder das Öl käuflich zu erwerben.

Kann man Lavendelöl pur auf die Haut auftragen?

Nein! Lasse  ätherische Öle unter keinen Umständen in direkten Kontakt mit Schleimhäuten oder Augen kommen. Dies gilt auch für das Auftragen Öls auf die Haut. Die Konzentration von ätherischen Ölen in Cremes oder ähnlichen Produkten für die Haut sollte bei maximal 0,5 Prozent liegen.

Kann man Lavendelöl bei Babys anwenden?

Achtung: Zu stark konzentrierte Öle sind zu aggressiv für die weiche Haut eines Babys. Achte darauf, dass es sich um ein Lavendelöl-Produkt handelt, das ausdrücklich für die Anwendung bei Babys geeignet ist. Neben Lavendelöl für die Babybadewanne gibt es auch beruhigendes Massageöl für Babys.

Was passiert, wenn man zu viel Lavendelöl verwendet ?

Wenn versehentlich zu viel Lavendelöl eingenommen wird, kann es zu Symptomen wie Erbrechen, Bauchschmerzen, Übelkeit, Benommenheit und Krampfanfällen kommen. Alkohol und Milch können die Absorption des Öls zusätzlich verstärken. Um solchen unangenehmen Nebenwirkungen vorzubeugen, raten wir dir, dich immer an die Anwendungsempfehlungen des Herstellers zu halten.


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