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Positive Gedanken trotz Krise

Positive Gedanken trotz Krise

Gasartikel von Rosina Geltinger von dem Blog https://rosinageltinger.de/Photo by Hybrid on Unsplash


Hey, du musst einfach nur positiv denken! Du musst positiv bleiben, denn nur so kannst du auch Positives in dein Leben ziehen.


Wenn wir in einer Krise stecken, sind solche Sätze oft schlimmer als eine Ohrfeige. Positive Gedanken zu haben und überhaupt positiv zu sein ist recht einfach. So lange alles rund läuft. Aber wie in aller Welt sollen wir eine positive Grundstimmung und positive Gedanken haben, wenn es an allen Ecken und Enden kracht? Wie können wir positiv bleiben, wenn wir gerade eine Krise durchmachen? Oder wenn die ganze Welt in einer Krise steckt? Oder wenn unser langjähriger Partner gerade in einer Midlife-Krise steckt, und sich in eine Jüngere verliebt hat? Dann ist es nämlich nicht mehr so einfach positiv zu bleiben. Dafür umso wichtiger!

Positive Gedanken trotz Krise stärken unser Immunsystem

Gerade in Krisenzeiten ist es besonders wichtig positiv zu bleiben. Zum einen stärkt positives und ressourcenorientiertes Denken unser Immunsystem. Und zum anderen sorgt es dafür, dass unser Wohlbefinden nicht komplett in den Keller rattert, und wir uns trotz Krise noch einigermaßen wohlfühlen können.

Auch wenn es sich in der Krise nicht so anfühlt, ist ein Punkt ganz wichtig: Jede Krise stärkt uns!

In jeder Krise sammelt unsere Seele Beispiele dafür, wie wir die Krise gemeistert haben. Das sorgt dafür, dass wir ein inneres Vertrauen entwickeln, dass wir die nächste Krise mindestens genau so gut oder vielleicht sogar noch besser überstehen werden. Nach einer überstandenen Krise fühlen wir uns besser als davor. Wir genießen den Erfolg, diese Krise überstanden zu haben. Das führt dazu, dass wir nach der Krise optimistischer sind. Die innere Überzeugung steigt, dass wir die nächste Krise mindestens genauso gut zu meistern. Oder vielleicht sogar noch besser.

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Mit jeder Krise erhöhen wir die Resilienz für die nächste Krise!

Das stärkt uns! Jede überstandene Krise gibt uns also ein stückweit mehr Zuversicht, dass uns so schnell nichts umhauen kann. Vielleicht hast du es selbst schon mal erlebt, dass Menschen, die schon viel in ihrem Leben durchgemacht haben, so schnell nichts aus der Ruhe bringt. Selbst wenn alle anderen um sie herum schon total in Hektik verfallen. Sie haben durch ihre vergangenen Krisen so ein hohes Maß an Resilienz entwickelt, dass da schon eine wirklich fette Krise um die Ecke kommen muss, um sie aus der Bahn zu werfen.

Deshalb wenn du mitten in einer Krise steckst, versuche dir das immer wieder ins Gedächtnis zu holen: Die Krise wird mich stärken!

Positive Gedanken trotz Krise und eine positive Stimmung wirken verstärkend

Positive Gedanken und eine positive Stimmung sorgen außerdem dafür, dass wir voller Energie, kreativ und motiviert sind. Das führt zu einem sich selbst verstärkendem Kreislauf von Kreativität, Optimismus und positiver Energie.

Genau so ist es aber leider auch anders herum.

Wenn die Krise dazu führt, dass meine Ängste, Unsicherheiten und Zweifel Macht über meine Gedanken haben, führt das auch zu einem sich verstärkendem Kreislauf. Aber zu einem negativen Kreislauf von Ängsten, Unsicherheiten und Zweifeln.

Eine mentale Abwärtsspirale, aus der es immer schwieriger wird auszusteigen, je tiefer wir drin stecken. Wie können wir es also schaffen trotz Krise positive Gedanken zu haben und insgesamt positiv zu bleiben und nicht in einem Sumpf aus Ängsten, Unsicherheit und Zweifel unterzugehen?

#1 Lass deine unangenehmen Gefühle da sein

Positive Gedanken in der Krise meistern

Wir wollen unangenehme Gefühle nicht spüren. Das ist ganz normal. Also setzen wir sämtliche Abwehrmechanismen ein, um diese unangenehmen Gefühle nicht fühlen zu müssen. Wir verdrängen sie, projizieren sie irgendwo hin oder kompensieren sie. Solange bis wir sie nicht mehr wahrnehmen. Aber sie sind deswegen nicht weg. Sie „arbeiten“ weiter im Unterbewusstsein, wie ein Schwelbrand.

Und irgendwann, zeitverzögert, bricht dann das richtige Feuer aus. Dann haben wir aber keine Ahnung mehr, warum es jetzt brennt. Das macht es dann noch schlimmer. Die viel bessere Möglichkeit ist: Gib unangenehmen Gefühlen Raum. Lass sie da sein, lebe sie aus! Die Krise macht dir Angst, du fühlst dich deswegen unsicher und bist total überfordert? Dann weine, schreie, schlage auf irgendwas ein, sprich mit deinen Liebsten darüber. Lasse das, was dich beschäftigt raus.

Es ist entlastend und heilsam, wenn du das, was du gerade in dir spürst auch wirklich ausdrückst.

Das ist übrigens ein sehr wichtiger Punkt in der Psychohygiene. Unangenehme Gefühle zu durchleben sorgt für eine innere Reinigung und hat auch den stärkenden Effekt wie eine Krise.

Resilienz und positive Gedanken trotz Krise

Je öfters du ein unangenehmes Gefühl durchlebst, desto höher wird deine Resilienz und das Wissen darüber, dass du auch unangenehme Gefühl ganz unbeschadet überstehen kannst. PS.: Schreien funktioniert ganz wunderbar im Auto. Da kannst du dir wirklich die Seele aus dem Leib schreien, und kein Mensch hört es. Und beim „auf etwas einschlagen“ empfehle ich dir Kissen oder das Sofa zum Beispiel.

#2 Wenn du dich schlecht fühlst, denke an etwas Positives

Damit du nicht in mentale Abwärtsspirale rutschst ist es sehr wichtig, dass deine negativen Gedanken nicht überhand nehmen. Nachdem du die unangenehmen Gefühle „ausgelebt“ hast (wie bei Punkt #1 beschrieben) ist es wichtig, dass du dir danach ganz bewusst positive Gedanken machst. Diese positiven Gedanken gleichen die vorherigen unangenehmen Gefühle aus. So kannst du dein Gefühlsleben wieder neutralisieren.

Zusätzlich reduziert das sofort deinen inneren Stress und steigert dein Wohlbefinden. Wenn du magst, kannst du auch an eine Situation in deinem Leben denken, wo es dir so richtig gut gegangen ist. Nimm dir ein wenig Zeit, schließe deine Augen und versuche dir die Situation vor deinem inneren Auge vorzustellen.

  • Wie hast du dich in der Situation gefühlt?
  • Wo kannst du dieses Glücksgefühl in deinem Körper spüren?
  • Wie fühlt sich das genau an?
  • Welche Farbe hat das Gefühl?
  • Ist das Gefühl eher luftig, flüssig oder hart?

Spüre dich so intensiv wie möglich in dieses Glücksgefühl rein. Und genieße es. Immer wenn du das Gefühl hast von negativen Gefühlen der Krise überrollt zu werden, trete ganz bewusst einen Schritt zurück (innerlich oder äußerlich) und verbinde dich mit dem Glücksgefühl.

#3 Gebe deinem Glück Platz

Positive Gedanken in der Krise durch Glücksmomente

Wir fokussieren uns oft auf Probleme, und dabei übersehen wir die Dinge, die uns glücklich machen und uns erfüllen. Auch in Krisen haben wir diese Glücksmomente. Wir nehmen sie nur einfach nicht wahr, weil die Krise alles überschattet. Deswegen nimm dir ganz bewusst Zeit auch die guten Dinge zu sehen und ihnen Aufmerksamkeit zu schenken. Das wirkt zusätzlich wie ein Glücks-Verstärker. Je größer die Krise, desto mehr Aufmerksamkeit solltest du deinen Glücksmomenten widmen! Du könntest hier zum Beispiel ein Glückstagebuch schreiben, wo du all die schönen Momente deines Tages aufschreibst.

#4 Bewege dich

Unser Körper schüttet beim Sport Dopamin und Serotonin aus. Diese Hormone heben deine Stimmung, deswegen nennt man sie auch Glücks-Hormone. Wenn du also merkst, dass dich die Situation gerade mürbe macht und viel von dir abverlangt, dann geh am besten raus in die frische Luft zum spazieren gehen, joggen oder Fahrrad fahren. Wichtig ist, dass du dich hier nicht unter Druck setzt. Es soll kein Zwang sein, sondern es soll dir guttun. Mach etwas, worauf du auch wirklich Lust hast.

#5 Verändere deinen Blickwinkel

Positive Gedanken in der Krise durch Veränderung des Denkens

Im Prinzip ist es immer die Art wie wir über etwas denken das, was der Sache ihre Bedeutung gibt. Es liegt nie an der Sache selbst, sondern daran, wie du darüber denkst. Ich habe das jetzt im Corona-Lockdown besonders gemerkt. Manche waren total froh darüber, dass das Leben im Außen plötzlich zum Stillstand gekommen ist, und sie endlich mal viel Zeit haben und keine Termine. Andere waren total fassungslos wegen der Maßnahmen, langweilen sich und finden es einfach nur schrecklich.



Die Situation ist dieselbe. Es liegt nur daran, aus welchem Blickwinkel du darauf schaust und welche Bewertung du der Situation gibst. Das bedeutet natürlich auch, dass du jederzeit selbst darüber entscheiden kannst, aus welchem Blickwinkel du die Situation betrachten möchtest. Bleiben wir einfach mal beim Corona-Lockdown.

Du kannst sagen:

„Das ist alles so grauenhaft. Ich finde es total schlimm, das wir jetzt eine Ausgangsbeschränkung haben, und ich fühle mich meiner Freiheit beraubt..“

Als Zwischenschritt kannst du versuchen, die Aussage ein wenig zu neutralisieren. Zum Beispiel könnte der Satz dann lauten:

„Es wurden hier wegen der Pandemie Maßnahmen getroffen, die gerade echt Stress in mir auslösen. Aber ich kann an der Situation leider nichts ändern.“

Annahme und positive Gedanken in der Corona Krise

Merkst du da schon den Unterschied zwischen dem ersten Satz und dem Zwischenschritt? Das ist gleich was ganz anderes, oder? Bei diesem Zwischenschritt geht es darum, deine Gefühle zu benennen und sie anzunehmen wie sie sind. Ohne ihnen einen Wertung zu geben.

Ganz wichtig: Positives Denken hat nichts mit „es sich schön reden“ zu tun. Sondern viel mehr damit, wie wir mit Situationen im Außen umgehen.

Und dann kannst du noch einen Schritt weitergehen, und vielleicht sogar noch einen positiven Blickwinkel finden? Das könnte dann zum Beispiel sein:

„Die Maßnahmen lösten zwar ursprünglich Stress bei mir aus, aber tatsächlich habe ich im Außen nicht nur weniger Stress sondern jetzt auch viel mehr Zeit für mich. Das, was ich mir eigentlich schon lange wünsche.”

Ich denke es ist klar geworden, worauf ich hinaus möchte. Übrigens: Dieses Prinzip können wir wirklich auf alle Situationen im Leben anwenden. Es gibt immer zwei Seiten der Medaille. Immer. Wenn du merkst, dass du gerade in einer negativen Gedankenspirale bist, dann halte bewusst inne, und überlege dir:

  • Was bringt diese Situation positives mit sich?
  • Welcher Aspekt ist daran gut?

Das ist ganz besonders wichtig bei Situationen, auf die du keinen Einfluss hast. Wie Karl Valentin einst so schön sagte:

„Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht darüber freue, regnet es trotzdem!“

Karl ValenTIN

Auch wenn es gerade in einer Krise besonders schwer ist, das Positive in sich hochzuhalten: Es lohnt sich ganz besonders! Du wirst, so oder so, davon profitieren!
Ich hoffe, dass meine Tipps dich gut dabei unterstützen.

Lass es dir gut gehen, Rosina

Über die Autorin: Rosina Geltinger
Ich liebe es die Wege der Seele zu ergründen. Davon bin ich schon seit vielen Jahren fasziniert. Ich finde es unglaublich spannend zu sehen, welche kreativen Wege unsere Seele findet, um uns an unsere Themen liebevoll heranzuführen. Der Schlüssel zum Glück liegt immer in uns. Davon bin ich überzeugt. Je tiefer und besser wir uns selbst kennen, verstehen und annehmen, desto glücklicher und zufriedener können wir sein. Dazu arbeitet ich seit vielen Jahren mit meinen Klienten online und offline in meiner Praxis in München. Auf meinem Blog schreibe ich zu den Themen Selbstwertgefühl, Lebensfreude und innere Ruhe.

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