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Interview mit Yogalehrerin Bettina Keller

Ihr Ursprung liegt im Anusara Yoga, welches in der tantrischen Philosophie und im Kaschmirischen Sh…
Yogalehrerin Bettina Keller
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1. Liebe Bettina, stell dich doch bitte einmal vor. Wer bist du und was machst du beruflich?

Ich unterrichtete schon als Kind meinen kleinen Bruder und seine Freunde. Später war ich Pfadi-Führerin und arbeitete dann als Primarlehrerin während 15 Jahren in Zürich. Somit war das Unterrichten schon immer meine Leidenschaft. Im Jahr 2007 habe ich als Yogalehrerin meine Arbeit mit Erwachsenen begonnen und vor sechs Jahren zusammen mit meinem Mann Michael unser Yogastudio und Kurszentrum im Zürcher Oberland eröffnet.

2. Du wirst auf dem Mountain Glow Festival am Aletschgletscher als Yogalehrerin teilnehmen. Wie kam es dazu?

Karin habe ich einmal auf einem Yogafestival kennengelernt, als sie zu mir in eine Stunde kam. Wir haben uns gut verstanden und auch unser gemeinsames Interesse für ätherische Öle geteilt. So freute ich mich sehr, beim Launch des Festivals im 2020 schon mit dabei zu sein. Im 2022 wird es also schon das dritte Mal sein. Wir kommen immer wieder gerne auf die wunderschöne Bedmeralp.

Yogalehrerin Bettina Keller aus dem Soma Institut

 3. Du bist die Gründerin des Soma Instituts. Was kann man sich darunter vorstellen? Wie bist du auf den Namen gekommen?

Nachdem Michael und ich eigentlich ein Zentrum im Mittelmeerraum eröffnen wollten, sind wir schlussendlich im Zürcher Oberland gelandet, wo wir seit sieben Jahren in der Alten Seidenweberei wirken. Da wir im Format des Instituts keine Übernachtungen und Mahlzeiten zur Verfügung stellen, sondern uns ganz auf unsere Kernkompentenz des Unterrichtens konzentrieren können, ist dies noch viel passender.

Es ist eine Oase der Einkehr und Inspiration, der Ruhe und Bewegung, der Freude und des Lernens, des Klanges und Lachens. SOMA heisst einerseits Körperzelle. In einer einzigen Zelle ist alles vorhanden. Unser ganzer Bauplan, unsere Kraftwerke, den Mitochondrien und auch universelles Bewusstsein. Das ist auch unsere Philosophie. Es ist alles da, wir dürfen es nur wieder entdecken.

Yogalehrerin Bettina Keller im Interview
Yogalehrerin Bettina Keller im Interview

Yogalehrerin Bettina Keller auf dem Mountain Glow Festival

4. Was für ein Yoga machst du auf dem Mountain Glow Festival und in deinem Soma Institut?

Obwohl ich verschiedenste Ausbildungen absolviert habe und auch als Yogatherapeutin arbeite, liegt mein Ursprung im Anusara Yoga, welches in der tantrischen Philosophie und im Kaschmirischen Shaivismus gründet. Da ich mit 24 Jahren fast ein Jahr in einem yogischen Ashram gelebt und gearbeitet hatte, wo Anusara Yoga als Weiterentwicklung des Iyengaryogas entstanden ist, war es für mich naheliegend, mich in meiner ersten Ausbildung ganz diesem Stil hinzugeben, weil es in meinem Herzen schon immer resonierte.

Es geht nie nur um Kraft und Beweglichkeit. Wir praktizieren Yoga, um unsere Mehrdimensionalität wieder zu entdecken und darin die tiefe Anbindung an etwas Höheres in uns drin zu stärken – das was wir schlussendlich selbst sind.

Tipps für das Leben von Bettina Keller

5. Viele Menschen gehen nicht mit Leichtigkeit durch das Leben. Gerade jetzt zu Corona Zeiten haben viele Menschen Ängste. Was gibst du deinen Klienten für Tipps? 

Schaffe Raum für Dich selbst. Du mit Dir. Gehe in die Natur. Atme. Bewege Dich. Bewegung  bringt die stagnierende Energie wieder in Schwung, hilft Glückshormone auszuschütten und hilft uns zu erden. Deshalb unterrichte ich zusätzlich auch bellicon®-Training, was eine tolle Ergänzung zum Yoga ist, uns stabilisiert und in die Leichtigkeit bringt.

Es ist immer eine Frage der Prioritätensetzung, ob wir die Herausforderungen nutzen, neue Wege zu finden.

Jeden Moment haben wir wieder eine neue Chance, das alte Opferbewusstsein zu verlassen und unser Leben – manchmal mit Hilfe – in die Hand zu nehmen und neu zu gestalten. Jetzt ist DER Moment!

Zukunftswünsche von der Yogalehrerin Bettina Keller

6. Was wünschst du dir für die Zukunft für dein Soma Institut?

Für mich ist es etwas vom Schönsten, unterrichtend einen Beitrag in diesen Zeiten des Wandels leisten zu können. Ich bin Schülerin des Lebens und teile von Herzen gerne, was ich selbst erfahre und was mich unterstützt. Sei das durch Coaching oder Bewegung in der Natur, durch Yoga, Mantra und Klang, Atem und Meditation, ätherische Öle und hochdosierte Kräuterrezepturen.

Dies tue ich so lange Bedarf da ist und bin dankbar für den gemeinsamen Weg mit wunderbaren Menschen, die offen sind, alte Paradigmen zu verlassen und die Welt neu zu gestalten. Yoga heisst Verbindung. Das ist meine Intention: Rückverbindung mit unserer wahren Natur, Ängste zu transformieren und Illusionen zu durchschauen, Menschen zusammenzubringen und wertvolle Erfahrungen zu ermöglichen. Ich liebe es, wenn ich Menschen begleiten darf, die aufstehen und ihr Leben in die Hand nehmen, sich von der Raupe zum Schmetterling entwickeln. 

7. Wenn du drei Wünsche frei hast, was wäre das?

Als Kind habe ich jeweils gesagt: zaubern zu können, dann brauche ich nur einen Wunsch. Heute sage ich: mit Liebe, Freude und Dankbarkeit zu leben. Jeden Tag von neuem. In der Liebe ist schon alles enthalten. Ich bin der Meinung, dass wir so zur höchsten Schwingung in und um uns herum beitragen. Für uns als Menschheit wünsche ich mir gegenseitigen Respekt und Toleranz, sodass eine friedliche Koexistenz in unserer Verschiedenheit möglich ist.

Damit meine ich auch, dass wir jetzt und in Zukunft selbstbestimmt unser Leben gestalten können, sofern das einem wichtig ist. Mir auf alle Fälle schon. Als dritter Wunsch: geistige Befreiung. Ansonsten bin ich wunschlos glücklich und zufrieden 🙂

Danke Dir für das Interview, liebe Melanie!

Namasté

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