Wo bleiben die Männer im Yoga?

Wo bleiben die Männer im Yoga?

(* = Werbelink)

Männeryoga

Ich komme in den Yogakurs und sehe gerade mal eine handvoll Männer, wenn überhaupt! Die Frauen dominieren den Kurs. Gibt man bei Instagram Yoga ein, sieht man nur gelenkige Frauen in dem herabschauenden Hund oder der Krähe. Auf Yogazeitschriften posieren Frauen im Meditationssitz. In Yogashops gibt es Klamotten meist nur für Frauen. Wo bleiben denn die Männer im Yoga?

Wäre dies nicht eine Martklücke, Yoga auch für Männer anzubieten? Es gibt soviele Asanas, für die man viele Kraft braucht. Ist Yoga eine Frauendomäine, sind wir Frauen einfach gesundheitsbewusster oder achtsamer mit unserem Körper, denken die Männer einfach, mit so einem Gymnastikkram will ich nichts zu tun haben? Vielleicht denken sich die lieben Männer dass sie mit solchen Verrenkungen nicht zurecht kommen. Beim Yoga ist alles erlaubt und nichts muss! Es kann jeder mitmachen, jeden Geschlechts, in jedem Alter, jeder körperlichen Verfassung und mit jeder Laune 😉 Du bist gut so wie du bist.

Männerdomaine Yoga?

Wenn ich erzähle, dass ich zum Yoga gehe, darf ich mir immer nur anhören, dass Yoga doch total lahm ist, das wäre doch kein Sport, da atmet man doch nur und andere weitere  Vorurteile! Ich denke, dass viele glauben, man würde die ganze Stunde nur auf der Yogamatte* sitzen, Ohms in die Luft jagen und vielleicht noch seinen Namen tanzen. Viele belächeln Yoga, obwohl sie es noch nie ausprobiet haben. Ich würde jedem raten, sich vielleicht erst einmal eine Yogastunde anzuschauen, danach kann man ja immer noch urteilen, ob es einem gefällt oder auch nicht. Die großen Yogameister* und Gurus sowie die Buddhisten in den Klöstern der fernöstlichen Ländern sind meistens männlich und praktizieren tagtäglich ihre Yogastunden. Wieso nur finden die Männer in Europa keinen Draht zum Yoga?

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Ausdauersport und Yoga

In der Ruhe liegt die Kraft und das wissen auch viele Sportler. Sogar die deutsche Fussballmannschaft hat sich mit Yogi und Yoga zur Weltmeisterschaft auf die Spiele vorbereitet um zur Ruhe zu kommen und die volle Konzentration auf das Spiel zu lenken. Viele Professionelle männliche Kiter* , Wakeboarder* oder Snowboarder* bereiten sich mit Yoga auf ihre Wettkämpfe vor, um in den Wellen oder in der Halfpipe mit ihrer Konzentration das Beste zu geben.

Yoga und Sport gehört für viele zusammen, gerade wenn es um anspruchsvolle Wettkämpfe geht, bei denen man Höchstleistungen bringen muss. Yoga definiert die Muskeln, kräftigt die Arme, Rücken und Beine, macht den Körper flexibler und den Geist ruhiger! Gerade Männer, die viel Sport machen, haben oft verkürzte Muskeln die durch Yoga prima gedehnt werden. Und so eine Yogastunde könnte dem einen oder anderen Herren ja auch vielleicht gefallen, unter so vielen Frauen 😉

Namaste
unterschrift

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14 Comments

  1. Ja, so ist es meist. Doch ich bin überzeugt, dass der ein oder andere Mann sicher überrascht wäre, wie anstrengend und schweißtreibend eine Ashtanga – Stunde sein kann.

  2. Kann ich durchaus bestätigen! Habe mal an einem Chor-Probeweekend eine frühmorgentliche Yogalektion für Anfänger genossen und da wurde mir trotz “Schongang” schon ziemlich warm

  3. Vielen Dank für den Artikel. Als Yogalehrer sind meine Kunden auch oft weiblich und ich freue mich über jede Stunde in der das Verhältnis 10 zu zwei ist. Mittlerweile habe ich mir aber auch in meinem Freundeskreis eine kleine Männercommunity aufgebaut die regelmäßig zum Yoga kommen.

    Spott oder “Verniedlichungen” lasse ich mittlerweile durch kurze Handstandposen oder ähnlich eindrucksvolle Posen verstummen. Mancher muss eben sehen, dass Yoga (rein auf den Körper bezogen) flexibel, kraftvoll und ausdauernd macht.

    Auf meinem Blog stelle ich einmal im Monat einen männlichen Yogi vor. Die Serie heißt #iamayogi und hat zum Ziel Vorurteile und Zurückhaltung gegenüber Yoga abzubauen.

    http://veganrebels.de/2015/09/16/iamayogi-september-dirk-mark-schumacher/

  4. Danke für den Artikel. Du sprichst mir aus der Seele 🙂 Gerade komme ich von einer Yin Yogalehrer Ausbildung zurück und wen erstaunt es, ich war mal wieder der einzige Mann unter 16 Frauen. Mich stört das nicht, aber ich denke, dass der eine oder andere Mann damit auch seine Probleme hätte, obwohl er vielleicht sogar am Yoga Interesse hätte. Aus diesem Grund führe ich einen reinen Männer Yogakurs durch. Am Donnerstag gehts los und ich habe tatsächlich schon 7 Teilnehmer. Vorstellbar ist, dass die Tatsache, dass ich ein männlicher Yogalehrer bin, vielleicht dazu beigetragen hat, dass sich die Jungs deshalb angemeldet haben. Bei meinen gemischten Kursen sind es meist nur Frauen und vielleicht mal ein Mann.

  5. Ich habe es in meiner Yogagruppe jahrelang so erlebt, dass der Frauen-Männer-Ausgleich 50/50 war, zu manchen Zeiten sogar 40/60. Und das Alter bunt durchmischt von 18 bis 80. Deshalb kenne ich es gar nicht groß anders. Es ging in der Gruppe aber neben den (eher ruhigeren) Asanas auch stark um Meditation und Persönlichkeitsarbeit, und der Lehrer war selber ein Mann.
    Ich schätze, dass Yoga hier im Westen in vielen Fällen eine Frauendomäne ist, liegt einfach auch daran, dass viele Yogakurse hier rein körperbezogen aufgebaut werden und die Medien über Yoga berichten als sei es eine neue Form von Aerobic.
    Ich glaube nicht, dass der sportliche Aspekt des Yoga mehr kommuniziert werden muss, damit mehr Männer teilnehmen, sondern dass deutlicher werden muss, dass dieser eben nur ein kleiner Aspekt des Ganzen ist.
    Wie ich es in meinem Umfeld erlebt habe, fühlen sich nicht weniger Männer von Meditation, Persönlichkeitsarbeit und Selbstergründung angezogen, als Frauen.

  6. In DeepWork und BodyArt Kursen im Fitnesstudio ist ganz viel (Power) Yoga drin. Und die Kurse werden auch von vielen Männern belegt.

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