Yoga, Meditation und Zen

Yoga, Meditation und Zen

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In unserer heutigen Welt sind Stress, Hektik und Ruhelosigkeit Phänomene des Alltags geworden. Schuld daran ist oft nicht nur die Arbeit, sondern auch der Konsum und die Medienwelt. Kein Wunder also, dass sehr viele Menschen sich nach Ruhe, Besinnung und Einkehr sehnen. Während die einen auf Spaziergänge gehen oder Joggen, haben andere fernöstliche Methoden für sich entdeckt. Yoga und Meditation erfreuen sich sehr großer Beliebtheit und finden Anklang bei den verschiedensten Personengruppen, die auf der Suche nach etwas Stille und innerem Frieden sind. Dabei können die Praktiken aus Fernost oft mehr bewirken, als nur etwas Ruhe und Frieden.

Was ist Yoga überhaupt?

Yoga ist ein Begriff, den man sicherlich irgendwo einmal gehört haben wird. Darunter vorstellen können sich viele aber dennoch nichts darunter. Im klassischen Sinne ist Yoga eine philosophische Lehre, die im indischen Raum beheimatet ist. Ziel der geistig-spirituellen und körperlichen Übungen ist, den Körper und Geist näher zueinander zu führen. Yoga kann daher als „Integration“ oder „Vereinigung“ übersetzt werden. In der westlichen Welt versteht man unter Yoga meist körperliche Übungen. Die geistige Komponente ist hier also weitestgehend verloren gegangen, findet aber vereinzelt wieder Anklang.

Yoga, welches seit 2016 immaterielles Weltkulturerbe ist, ist dabei nur der Oberbegriff für eine Reihe verschiedener Schulen, die nicht selten auch ihre eigene  Philosophie vorweisen können. Yoga ist somit nichts universales und der Begriff ist damit sehr dehnbar. Seit Yoga in den 1920er Jahren seinen Weg in den Westen gefunden hat, konnte es sich immer weiterverbreiten. Kaum eine Volkshochschule bietet nicht mindestens einen Yoga-Kurs an und dieser Trend hält auch an. Der Stress in der Gesellschaft wird nicht weniger und so entwickelt sich Yoga mit ihr.

Welchen konkreten Nutzen hat Yoga?

Yoga hat einen sehr vielfältigen Nutzen und nicht immer ist es nur die Suche nach Ruhe und Einkehr. Auch körperliche Fitness und seelische Stählung sind Beweggründe für das Praktizieren von Yoga. Beliebt ist Yoga aus diesem Grund auch bei Diäten. Die Übungen können einerseits dabei helfen ein gewisses Ausdauervermögen zu erhalten und können außerdem die Fettverbrennung und den Stoffwechsel anregen. Zum ganzheitlichen Konzept des Yoga gehört auch eine spezielle Ernährungsweise, die sich nach dem Typ richtet. Überraschenderweise ist die Ernährung dabei nicht unbedingt spärlich, sondern reichhaltig. Die Balance der Lebensmittel und vor allem Gewürze sorgt dennoch für den erwünschten Effekt. Bei Diäten kommt es nämlich darauf an den Stoffwechsel und die Fettverbrennung anzuregen. Hungern ist keine sinnvolle Form der Diät.

Wie sieht es mit Meditation aus?

Die Meditation ist eine spirituelle Praxis, die vielen Kulturen bekannt ist. Im fernen Osten aber ist sie zu höchster Blüte gekommen. Zu späteren Zeitpunkten fand der Begriff der Meditation auch in der westlichen Philosophie Verwendung, sowie in Descartes „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“.

Was aber hat es mit der Meditation auf sich?

Wie schon beim Yoga gibt es auch für die Meditation keine konkrete Antwort auf diese Frage, da sich im Laufe der Geschichte viele Schulen und Richtungen entwickelt haben. Der Kerngedanke beruht allerdings darauf den Mikrokosmos und den Makrokosmos zu vereinigen. Einfacher formuliert sollen Körper und Geist vereinigt werden und auf einen höheren Bewusstseinszustand gebracht werden. Auch die Kontemplation, also das tiefe Nachdenken, können als Form der Meditation gewertet werden. Der Buddha, der wohl jedem ein Begriff ist und auf dessen Namen der Buddhismus gegründet wurde, übte sich ebenfalls in der Meditation.

Siddharta Gautama

Siddharta Gautama, wie der Buddha eigentlich heißt, soll unter dem Bodai-Baum sitzend nach langer Zeit der Meditation den Abendstern sehend die Erleuchtung erfahren haben. Die Praktiken der Meditation haben sich im Laufe der Geschichte vor allem in China sehr stark durchgesetzt und sind dort zu höchster Blüte gekommen. Durch die Reisen des japanischen Mönchs Kukai ist das in China beheimatete Chan dann nach Japan gekommen, wo es zum Zen bzw. zum Zen-Buddhismus wurde. In Japan entwickelten sich die Praktiken der Meditation zu einer gänzlich neuen Form, nämlich der aktiven Meditation. Während die meisten anderen Schulen auf stille, passive Meditation setze, entwickelte der Zen-Buddhismus eine Philosophie, die alltagstauglicher war, als die vorherigen Formen.

Nutzen der Meditation

Meditation soll, ähnlich wie Yoga, Körper und Geist näher zueinander führen. Hektik und Stress können gut durch die Praktiken der Meditation verringert werden. Langfristig hilft die Meditation auch besser mit Stresssituationen umzugehen und sich so gar nicht erst aufzuregen. Die Meditation ist im Gegensatz zum Yoga überwiegend geistig-spirituell behaftet.

Der Zen-Weg

Aus dem chinesischen Chan ist in Japan das Zen entstanden, die heute wohl zu den bekanntesten fernöstlichen Philosophien überhaupt gehört. Während der Buddhismus und Shinto innerjapanische und innerasiatische Philosophien blieben, fanden immer mehr Menschen außerhalb Japans ihren Zen-Weg. Der Grund hierfür ist sehr einfach: Zen stellt keine Bedingungen. Auch ist Zen Alltägliches. Deutlich wird das in den Worten Masataka Toga, Direktor für Zen-Studien an der Universität Kyoto:

„Alles beginnt mit dem Putzen des Bodens“, fängt er an und illustriert Zen mit einer alltäglichen, einfachen Handlung. „Wenn du begriffen hast, dass alle Erleuchtung mit dem Bodenputzen beginnt und mit ihm endet, dann hast du Zen begriffen“ und fügt noch hinzu, „und du selbst musst den Boden putzen.“

Der Kern des Zen

Diese zunächst als witzig anzusehende Aussage trifft den Kern des Zens sehr gut. Erst alltägliche Handlungen, die mit Konzentration und wiederkehrender Übung ausgeführt werden, können zu einer höheren Erleuchtung führen. Das Zen kennt dabei fünf aktive Wege:

  • Shodo: Der Weg des Pinsels, bei dem immer wieder Texte und Schriften verfasst werden, bis der Pinsel den Praktizierenden führt, die Pinselstriche also von selbst kommen.
  • Kado: Der Blumenweg, auch als Ikebana bekannt, setzt sich als Ziel Blumen und Pflanzen so zu arrangieren, dass sie natürlich wirken und harmonisch.
  • Kendo: Der Weg des Schwertes ist eine Kampfsportart deren Ziel es ist erst sich selbst zu besiegen und dann den Gegner.
  • Kyudo: Der Weg des Bogens ähnelt dem Weg des Schwertes und soll den Geist auf eine höhere Ebene führen. Der Geist führt den Pfeil.
  • Chado: Der Weg des Tees beschreibt die japanische Teezeremonie. Grüner Tee wird hier als Möglichkeit gesehen den Geist zu reinigen und durch die konzentrierte Zubereitung Ruhe zu finden.

Vor allem der letzte Weg, der Weg des Tees ist für westliche Verhältnisse noch am einfachsten durchzuführen. Die Utensilien können alle besorgt werden und auch originaler japanischer Matcha-Tee, der bei der Teezeremonie verwendet wird, ist in Teegeschäften erhältlich. Genuss, Ruhe, Entspannung und ein meditativer Charakter sind im traditionellen Trinken des Tees integriert. Aber auch das Nachdenken über bestimmte Handlungen, sowie die konzentrierte Durchführung von Alltagshandlungen sind Wege des Zens, die auch im Alltag Platz finden.

Fazit über Yoga, Meditation und Zen

Sowohl Meditation, Yoga und Zen sind fernöstliche Praktiken, die auch in der westlichen Welt praktizierbar sind. Ruhefindung und verbesserte Lebensqualität sind dabei garantiert. Oft ist es nur ein geringer Aufwand, der mit den Praktiken verbunden ist und so eignen sich Meditation, Zen und Yoga für jedermann, der auf der Suche nach etwas Stille und Einkehr ist.

Namaste
Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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