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My yoga · Yoga und die Religion! Was bedeutet Yoga für mich?

My yoga · Yoga und die Religion! Was bedeutet Yoga für mich?

Von S. Nunnenmacher wurde ich aufgrund ihrer Seminararbeit zu dem Thema Sport und Religion zu einem Interview gebeten.


Wie hast du Yoga für dich entdeckt? Ich war damals nach meiner Ausbildung zum Mediengestalterin auf der Suche nach Erholung und Entspannung. Zudem hatte ich durch die ständige sitzende Tätigkeit Rücken- und Kopfschmerzen aufgrund meiner Skoliose. Ich habe mich einfach nicht mehr wohl in meiner Haut gefüht, war ständig unruhig. Zusätzlich hatte ich Schlafstörungen und war psychisch irgendwie nicht auf der Höhe.

Warum machst du Yoga? Ich mache Yoga, weil ich durch Yoga mehr „Ich” bin. Ich bin mehr in meiner Mitte, körperlich und geistig. Yoga führt mich wieder zu meinem Inneren. Wenn sich das Gedankenkarussel den ganzen Tag im Kreis dreht, wird es beim Yoga gestoppt. Ich mag es beim Yoga, dass du genau im „Hier und Jetzt” bist und dich voll und ganz nur noch auf deine Asanas, deine Yogaübungen konzentrierst. Die Gedanken haben gar keine Chance, sich in deinem Kopf zu manifestieren. Ich mag beim Yoga, dass du keine Leistung bringen musst, so wie wir es jeden Tag in unserem Job, in unserem Leben tun müssen. Beim Yoga bist du einfach so, wie du bist. Es gibt Tage, da funktionieren die Übungen besser und an manchen Tagen eben nicht. Ganz nach dem Motto: „Es ist, wie es ist. Und genau so ist es in Ordung.” Diese Einstellung adaptiert man dann auch in sein Leben und in seinen Alltag. Man verändert sich durchs Yoga, auch auf der geistigen Ebene, und sieht viele Dinge im Leben lockerer.

Wie oft machst du Yoga? Ich mache jeden Dienstag abend Yoga und wenn ich es schaffe, und Lust habe auch nochmal am Wochenende auf meiner Yogamatte im Wohnzimmer.

Was bedeutet Yoga für dich? Yoga bedeutet Erholung, Entspannung, Balance, eine kleine Auszeit des Alltages für mich. Ich fahre komplett runter und komme wieder in meiner Mitte an. Wenn ich Schmerzen habe, sind diese nach der Stunde vergessen. Wenn ich mich unwohl fühle, fühle ich mich nach der Yogastunde wie neu geboren. Wenn ich schlecht gelaunt bin, komme ich wieder mit einem Grinsen aus der Stunde. Dafür liebe ich Yoga und bin dafür sehr dankbar, dass ich vor 12 Jahren damit gestartet habe.

In wie weit verbindest du Yoga mit deinem Glauben? Oh gute Frage. Ich bin als Kind getauft worden und höre dem Katholizismus an. Aber das bin ich nicht. Ich glaube wie die Buddhisten an die Wiedergeburt, das macht das Christentum nicht. Ich glaube, wir alle sind auf der Welt, um bestimmte Aufgaben zu erfüllen und zu lernen. Wenn wir diese Aufgaben in diesem Leben nicht erfüllen, werden wir wieder geboren. So lange bis wir alle Aufgaben gelernt und erfült haben und ins Nirvana kommen.

Machst du Yoga aus religiösen oder eher aus sportlichen Gründen? Ich mache Yoga auf der einen Seite, um meinen Geist zu beruhigen und auf der anderen Seite um schmerzfrei zu bleiben. Durch meine Skoliose war ich zwei bis drei mal die Woche in der Physiotherapie. Das muss ich durch Yoga nun nicht mehr. Auch hierfür bin ich Yoga sehr dankbar.

Gehörst du einer Religion an? – Wenn ja welcher? Wie oben schon beschrieben, bin ich als Katholiken getauft. In meinem Herzen aber Buddhistin.

Ist Yoga für dich eine Form des Gebets? Da ich nicht oft bete, kann ich das gar nicht so richtig beantworten. Für viele ist es das bestimmt. Ich fühle mich nach der Yogastunde auf jeden Fall anders…irgendwie besser. Ich bin eher bei mir. Das passiert bei vielen ja auch nach einem Gebet.

Welche Yoga Art machst du? Ich mache Ashtanga Yoga. Ashtanga Yoga ist ein ausgeklügeltes System was sich über Tausenden von Jahren entwickelt hat. Die Kombination aus Vor-, und Rückbeugen ist die perfekte Symbiose um unseren Körper und Geist wieder in Balance zu bekommen. Das ganze Yogasystem, zumindest das Ashtanga Yoga, ist so aufeinander aufgebaut, dass jedes Asana (oder auch Yogafigur genannt), das nächste beeinflusst. Wenn wir in dem einen Asana in den Hund gehen und unsere hintere Rücken- und Beinmuskulatur dehnen, gehen wir im nächsten Asana zum Beispiel in den Brustöffner. Immer im Wechsel mit der Atmung (Pranayama) werden nach und nach Vor- und Rückbeugen geübt. Dadurch können sich unsere Muskeln ideal dehnen und Strecken und die Verspannungen lösen sich.

Glaubst du an die heilende Kraft des Yogas? Definitiv! Es ist sogar mittlerweile wissenschaftlich bewiesen, dass Yoga uns heilen kann. Gerade in unserer hektischen und lauten Gesellschaft, ist es wichtig, dass wir uns wieder mit uns selbst verbinden. Das geht in unserer Gesellschaft immer öfter verloren. Wenn wir krank werden und gestresst sind, stoppt die Energie in unserem Körper und kann nicht mehr fließen. Yoga kann es schaffen, Stress abzubauen, die Blockaden zu lösen so dass die Energie im Körper wieder fliessen zu lassn.

Vielen Dank für das Interview!
Namaste

Unterschrift Melanie vom Yogablog Ganzwunderbar

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Rhea
Gast

Danke für den liebevollen Artikel. Wie habe ich das Yoga für mich entdeckt ? Da mein Beruf sehr stressig ist und es sich auf mein Bluthochdruck ausgewirkt hat, habe ich das Kurs-Angebot ” Pilates” von meinem Fitnessstudio mal ausprobiert. Es hat mich auf anhieb begeistert, so dass ich meinen kompletten Freundeskreis davon überzeugt habe, täglich mitzumachen. Ich kann es jedem Empfehlen. Sei es zum abschalten, entspannen oder um den Kopf frei zu kriegen.

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